In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Wie könnte die Stadt von morgen aussehen? Wie verändern sich Mobilität, öffentlicher Raum und unser alltägliches Verhalten, wenn sich gesellschaftliche, technologische, ökologische und politische Rahmenbedingungen verändern?
Im Seminar arbeiten wir mit dem Ansatz des Future-Centered Design, der Methoden der Szenarioplanung mit Design Thinking verbindet. Ausgangspunkt ist die systematische Auseinandersetzung mit möglichen Entwicklungen und Veränderungen. Mithilfe von Research-Methoden wie der STEEP- bzw. PESTEL-Analyse werden gesellschaftliche, technologische, ökonomische, ökologische und politische Einflussfaktoren untersucht und in mögliche Zukunftsszenarien übersetzt.
Auf dieser Grundlage entwickeln die Studierenden im Verlauf des Semesters eigene Zukunftsentwürfe für den urbanen Raum und die urbane Mobilität (Resilente Stadt). Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Vorhersage einer bestimmten Zukunft, sondern die Frage, welche unterschiedlichen Zukünfte denkbar sind und wie diese durch Gestaltung konkret erfahrbar und vorstellbar werden können.
Die Arbeit erfolgt in Zweierteams, bei ungerader Teilnehmerzahl gegebenenfalls in einem Dreierteam. Die Zusammenarbeit ist dabei ein wesentlicher Bestandteil des Projekts: Ideen werden gemeinsam entwickelt, Entscheidungen ausgehandelt, Aufgaben verteilt und Ergebnisse gemeinsam präsentiert. So wird neben den gestalterischen Methoden auch die Fähigkeit zur Zusammenarbeit und zur gemeinsamen Entwicklung und Performance eines Projekts erprobt.
Ein zentraler Bestandteil des Entwurfs ist die Entwicklung einer Future Persona, die innerhalb des gemeinsam entwickelten Zukunftsszenarios agiert. Über eine Client Journey wird dieser Zukunftsraum aus der Perspektive einer konkreten Person untersucht und gestaltet. Welche Bedürfnisse, Erwartungen und Handlungsspielräume entstehen? Welche Produkte, Services, Räume oder Mobilitätsangebote könnten in diesem Szenario relevant werden? Und wie lässt sich eine mögliche Zukunft durch Gestaltung unmittelbar erfahrbar machen?
Das Projekt entwickelt sich in mehreren aufeinander aufbauenden Phasen durch das Semester – von der Recherche und Analyse über die Entwicklung von Zukunftsszenarien und Personas bis hin zur Ausarbeitung und Präsentation eines konkreten Zukunftsentwurfs.
Die Prüfungsleistung setzt sich aus zwei Teilen zusammen:
Teamprojekt – 2/3 der Prüfungsleistung
Entwicklung und Präsentation eines gemeinsamen Zukunftsszenarios einschließlich Future Persona und Client Journey sowie der daraus abgeleiteten gestalterischen Interventionen.
Individuelle Reflexion – 1/3 der Prüfungsleistung
Begleitend führen die Studierenden ein Lerntagebuch, in dem sie ihren individuellen Arbeits- und Lernprozess dokumentieren. Zum Abschluss werden die Erfahrungen in einem Essay reflektiert: Was wurde gelernt? Wie hat sich die eigene Perspektive auf Zukunft und Gestaltung verändert? Wie hat die Zusammenarbeit im Team funktioniert? Welche Methoden waren hilfreich und wo lagen Schwierigkeiten?
Der Essay kann dabei selbst zu einem gestalteten Artefakt werden und die persönliche Auseinandersetzung mit dem Projekt auch visuell und experimentell vermitteln.
Lehrauftrag/Hauptlehrender: Dr. Wolf, Vita siehe PDF.
Seminarbegleitung: Prof. Dr. Stephan Rammler, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Stephan_Rammler und www.stephan.rammler.de
Produktdesign
732 Produktdesign als Designforschung
21EPd-F Produktdesign als Designforschung
#Mobility + Urbanism
Wintersemester 2026 / 2027
Freitag, 13:30 – 18:00
30.10.2026
D311
Februar 2032