Incom ist die Kommunikations-Plattform der Fachhochschule Potsdam

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Friction, Space, Relations

nur für Incom-Mitglieder

Interface Design gestaltet längst nicht mehr nur Bildschirme, sondern zunehmend Situationen und Systeme, in denen Menschen, Technologien, Räume und Regeln aufeinandertreffen. Der Kurs untersucht, wie Gestaltung solche Beziehungen hervorbringen, verändern und kritisch erfahrbar machen kann.

Ausgangspunkt ist die Auseinandersetzung künstlerischer Avantgarden an der Schnittstelle von Mensch und Maschine. Inspiriert von Arbeiten wie denen von La Fura dels Baus betrachten wir Technologie nicht primär als Werkzeug, sondern als Material für Erfahrungen: Wie können einfache Regeln komplexes Verhalten erzeugen? Wie verändern Räume unser Handeln? Was passiert, wenn Interfaces nicht reibungslos funktionieren, sondern Unsicherheit, Widerstand oder Kontrollverlust erzeugen? Gatells Idee, durch einfache Anweisungen an viele Einzelne komplexe Systeme entstehen zu lassen, bildet dabei einen wichtigen Bezugspunkt.

In drei kurzen Explorations untersuchen die Studierenden Friction, Space und Relations. Sie entwickeln experimentelle Situationen, in denen Widerstand und Ungewissheit, räumliche Bedingungen sowie Beziehungen und kollektives Verhalten gestaltet werden. Dabei wird bewusst mit einfachen Mitteln gearbeitet: Karten und Regeln, Möbel und räumliche Anordnungen, Projektionen, menschliche Algorithmen oder Wizard-of-Oz-Prototyping können komplexe technische Systeme simulieren, ohne sie zunächst programmieren zu müssen.

Im letzten Teil des Semesters wird eine der Explorationen ausgewählt, weiterentwickelt und mit anderen Menschen erprobt. Ziel ist nicht die perfekte technische Umsetzung, sondern eine präzise Erfahrung, die eine gewohnte Beziehung zwischen Mensch und Technologie infrage stellt.

Der Kurs versteht Gestaltung damit nicht primär als Formgebung, sondern als Entwurf von Bedingungen für Verhalten – und als Möglichkeit, durch Erfahrung Fragen über die Technologien und Systeme zu stellen, die unseren Alltag zunehmend prägen.

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Interface Design is no longer primarily about screens, but increasingly about situations and systems in which people, technologies, spaces, and rules interact. This course explores how design can create, alter, and critically make such relationships tangible.

The starting point is an engagement with artistic avant-gardes at the intersection of humans and machines. Inspired by works such as those of La Fura dels Baus, we approach technology not primarily as a tool, but as a material for experience: How can simple rules generate complex behaviours? How do spaces shape the way we act? What happens when interfaces are not frictionless, but instead create uncertainty, resistance, or a loss of control? Gatell’s idea that complex systems can emerge from simple instructions distributed across many individuals serves as an important point of reference.

In three short explorations, students investigate Friction, Space, and Relations. They develop experimental situations that explore resistance and uncertainty, spatial conditions, as well as relationships and collective behaviours. The course deliberately works with simple means: cards and rules, furniture and spatial arrangements, projections, human algorithms, or Wizard-of-Oz prototyping can be used to simulate complex technological systems without having to program them first.

In the final part of the semester, one of the explorations is selected, further developed, and tested with other people. The aim is not technical perfection, but a precise experience that challenges a familiar relationship between humans and technology.

The course understands design not primarily as the shaping of form, but as the design of conditions for behaviour — and as a way of using experience to raise questions about the technologies and systems that increasingly shape our everyday lives.

Fachgruppe

Gestaltungsgrundlagen

103 Prozess

11EG-P Prozess

Semester

Wintersemester 2026 / 2027

Wann

Dienstag, 09:30 – 14:00

Kurssprache

Englisch

Raum

D106

Archivierung

Februar 2032

Lehrende