In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Was wäre, wenn wir urbane Räume so gestalten und entwickeln würden, dass sie nicht nur Bewegung, Konsum und Erholung ermöglichen, sondern vielfältige Formen von Liebe schützen und nähren? Eine Topologie der Liebe versteht Stadt nicht als Ansammlung von Gebäuden und Infrastrukturen, sondern als ein Netzwerk potenzieller Beziehungen und macht deren Entstehung zur gestalterischen Aufgabe.
Mit Urban LoveScapes erforschen wir spielerisch, welche Orte in der Stadt schon heute eine wichtige Rolle für liebevolle Beziehungen spielen und welche Potenziale in unscheinbaren oder obsoleten Orten stecken. Dabei kombinieren wir sozialwissenschaftliche Methoden (Befragung, Interviews) mit künstlerischen und experimentellen Formaten. An einigen Tagen werden wir dafür Exkursionen an verschiedene Orte in Berlin unternehmen. Auf Grundlage unserer Beobachtungen und im Diskurs mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen erarbeiten wir spekulativ Visionen, Bilder und Szenarien für liebevollere urbane Zukünfte und reflektieren diese kritisch in Bezug auf mögliche individuelle, gesellschaftliche und planetare Konsequenzen.
Wir verstehen Liebe nicht nur als Gefühl, sondern als eine verantwortungsbewusste Praktik, die vielfältige Formen annehmen kann. Sie ist nicht nur ein privates Thema, sondern auch ein politisches, da unsere Art zu Lieben von gesamtgesellschaftlichen Phänomenen wie dem Patriarchat, der Globalisierung oder dem Kapitalismus geprägt wird. Konkret berücksichtigen wir vielfältige Formen der Liebe und ihre möglichen Wechselwirkungen, wie Liebe zu Mitmenschen, zu anderen Lebewesen und zur Natur, Selbstliebe, „romantische“ Liebe in Paar(+)-Beziehungen und Freundschaften z.B. zwischen Kulturen, Milieus, Geschlechtsidentitäten, Generationen und politischen Lagern.
Als Produkt entwickeln wir in Einzel- oder Teamarbeiten Fanzines mit Erkenntnissen und Visualisierungen aus dem gesamten Prozess und präsentieren diese Ergebnisse im Rahmen einer gemeinsam organisierten Veranstaltung.
Der Kurs ist interdisziplinär und bewegt sich zwischen Design, Stadtforschung und Zukünfte-Psychologie. Vorkenntnisse setzen wir nicht voraus.
Gestaltungsgrundlagen
103 Prozess
11EG-P Prozess
Design Master
33D-TM Tutoring/Mentoring
Sommersemester 2026
Dienstag, 10:00 – 15:30
07.04.2026
LW226
August 2031