In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Was bedeutet Interaktion? Wann fühlt sich etwas wirklich interaktiv an – und wann reagiert es nur zufällig? Was passiert, wenn Berührung, Bewegung oder Nähe ein Verhalten auslösen? Und wie lassen sich solche Reaktionen bewusst gestalten – von der ersten Idee bis zum funktionierenden Prototyp?
Im Kurs Making Things Respond beschäftigen wir uns mit den Grundlagen des Interaction Design. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie interaktives Verhalten entsteht: Was passiert, wenn jemand handelt – und wie antwortet ein System, Produkt oder Design darauf?
Visual Thinking wird im Kurs als Werkzeug genutzt, um Interaktion zu gestalten. Interaktion wird nicht nur programmiert, sondern visuell gedacht – zum Beispiel als Zusammenhang zwischen Eingaben, Reaktionen und zeitlichem Verhalten. Skizzen, Diagramme und visuelle Mappings helfen dabei, diese Zusammenhänge zu verstehen, zu strukturieren und im weiteren Verlauf gezielt umzusetzen.
Auf dieser Grundlage starten wir mit einfachen Experimenten und untersuchen zentrale Fragen: Welche Eingaben gibt es? Welche Reaktionen sind möglich? Und wie lassen sich diese Beziehungen gestalten?
Dazu arbeiten wir mit Regeln und einfachen algorithmischen Prinzipien, die bestimmen, wann und wie ein System reagiert. Diese Regeln werden ausprobiert, verändert und weiterentwickelt – im Machen, nicht theoretisch.
Der Kurs verbindet digitale und physische Interaktion. Es entstehen Systeme, die auf Nähe, Bewegung, Berührung oder Licht reagieren. Gemeinsam untersuchen wir, wie solche Rückmeldungen wahrgenommen werden, wie sie Verhalten beeinflussen und wie Interaktion über Zeit erfahrbar wird.
Ein Bestandteil des Kurses ist Physical Computing. Wir arbeiten mit Sensoren, Mikrocontrollern, Aktoren und einfachen Schaltungen, um Signale zu erfassen und in digitale Prozesse zu übersetzen. Parallel dazu entwickeln wir digitale, zeitbasierte Abläufe.
Mit TouchDesigner entstehen interaktive Systeme, die in Echtzeit reagieren. Ergänzend nutzen wir MediaPipe, um Bewegung und Gesten als Eingaben einzusetzen. So entstehen hybride Interfaces und interaktive Systeme, die zwischen Objekt, Produkt, Interface und Raum vermitteln.
Im Laufe des Semesters entwickeln die Teilnehmer*innen ein eigenes interaktives Projekt – zum Beispiel ein reagierendes Objekt, ein interaktives Produktkonzept, ein Interface oder ein räumliches System (z. B. Projection Mapping). Wir arbeiten iterativ, testen früh und lernen sowohl aus funktionierenden als auch aus nicht funktionierenden Prototypen. Zur Unterstützung setzen wir KI-basierte Werkzeuge ein, etwa zur Ideenfindung, Variation oder Exploration, und reflektieren ihren Einsatz im Designprozess.
Im Kurs arbeiten wir unter anderem mit:
Visual Thinking
(Skizzen, Diagramme und visuelle Mappings zur Gestaltung von Interaktion)
TouchDesigner
(node-basiertes Tool für interaktive, zeitbasierte Systeme)
MediaPipe
(Erfassung von Bewegung und Gesten als Eingaben)
Physical Computing
(Sensoren, Mikrocontroller, Aktoren, z. B. Arduino)
Einfache Schaltungen
(Nähe, Berührung, Druck, Licht)
Regelbasierte und generative Systeme
KI-gestützte Werkzeuge
(als Unterstützung im Entwurfsprozess)
Die Inhalte werden schrittweise eingeführt und direkt praktisch angewendet.
Es sind keine Vorkenntnisse in Programmierung oder Elektronik erforderlich.
Der Kurs findet in Präsenz statt.
The course is suitable for Erasmus students. Individual course contents can be provided in English if required.
Werkstattpraxis
401 Interfacewerkstätten
Perspektiven und Social Skills
505 Kompetenzvertiefung
14W-IL-L Interfacelabore (120h)
Sommersemester 2026
Donnerstag, 14:15 – 17:15
09.04.2026
Konzeption und Ausarbeitung eines eigenen Projekts, Abschlusspräsentation, Incom-Dokumentation, regelmäßige Teilnahme.
Interface-Werkstatt (LW 126)
August 2031