In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
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Food Futures.
Die Art, wie wir essen, formt unseren Planeten und unsere Zukunft.
Eine der größten Herausforderungen unserer Zeit ist es, Wege zu finden, die wachsende Weltbevölkerung nachhaltig zu ernähren. Dies bedeutet nicht nur, Ressourcen zu schonen, sondern auch sicherzustellen, dass gesunde Lebensmittel für alle gesellschaftlichen Schichten zugänglich sind. Um dies zu erreichen, müssen bestehende Ernährungssysteme und kulturelle Praktiken kritisch hinterfragt und neu gedacht werden.
Innerhalb weniger Jahrzehnte hat sich unsere Ernährung zu einem komplexen Zusammenspiel aus Wissenschaft, Technologie und Kultur entwickelt – ein vielschichtiges Gefüge lokaler und globaler Systeme. In der Diskussion um zukunftsfähige Ernährung darf es nicht allein um die Frage gehen, was wir in Zukunft essen werden. Produktorientierte Lösungen wie In-vitro-Fleisch oder Insektenriegel bieten nur kurzfristige Alternativen, solange die Strukturen, in die sie eingebettet sind, unverändert bleiben.
Vielmehr müssen die grundlegenden Systeme hinterfragt werden, die unsere Ernährung prägen. Dazu gehört beispielsweise das Konzept des Supermarkts als zentrale Versorgungsstelle, das sich seit den 1930er Jahren kaum verändert hat. Ebenso sind unser Verhältnis zu Nutztieren und Mikroorganismen sowie unser kulturelles Verständnis von Natur und Zeit wesentliche Faktoren, die einen Wandel beeinflussen.
Food Futures untersucht, wie Gestaltung dazu beitragen kann, nachhaltige Ernährungssysteme in einer biobasierten Kreislaufwirtschaft neu zu denken. Dabei stehen nicht (nur) die Entwicklung innovativer Lebensmittelprodukte im Fokus, sondern auch die Gestaltung von Prozessen, Materialien und Interaktionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ziel ist es, neue Formen der partizipativen und erlebbaren Wissenschaftskommunikation zu entwickeln, die gesellschaftliche Debatten über ökologische und soziale Herausforderungen anregen. Durch interdisziplinäre Designansätze werden zukunftsfähige Konzepte für Produktion, Distribution und Konsum erforscht und kreative Lösungsansätze für eine nachhaltige Ernährungsgestaltung entwickelt.
Der im Produktdesign verortete Entwurfskurs wird von der Designerin Inés Lauber geleitet.
Produktdesign
21EPd-K Produktdesign als künstlerische Praxis
Design Master
31LE-S Spezialisierung
#Culture + Transformation, #Consumption + Production, #Science + Technology
Sommersemester 2025
Donnerstag, 10:00 – 15:00
03.04.2025
Regelmäßige Anwesenheit und Pünktlichkeit, Referat, Modellbau, Dokumentation, Werkschauteilnahme
LW 023