In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Im Kurs Wired && Weird haben wir erforscht, wie Sensoren eingesetzt werden können, um interaktive und adaptive Systeme zu gestalten. Dabei ging es um die Frage, wie physische Daten genutzt werden können, um dynamische Umgebungen zu schaffen, die in Echtzeit auf menschliche Interaktionen reagieren.
Ein zentrales Tool war TouchDesigner, mit dem wir visuelle und interaktive Erlebnisse entwickelt haben. Besonders spannend war der kreative Spielraum: Wir konnten experimentieren, Datenströme aus der realen Welt einbinden und so responsive Grafiken und Interfaces gestalten.
Das Plakat basiert auf den Überlegungen meiner Masterarbeit, in der ich mich mit dem Thema des digitalen Trauerns auseinandersetze. Dabei stellte ich mir die Frage, wie ein interaktiver „Grabstein“ mit Sensorik gestaltet sein könnte und welche Rituale aus dem klassischen Friedhofskontext sich in den digitalen Raum übertragen lassen.
Ich entschied mich für die Geste der Grabpflege – insbesondere das Ablegen von Blumen und das Gießen dieser. Um besser zu verstehen, welche Handlungen welche Animationen auslösen sollen, habe ich ein kleines Storyboard erstellt:
1. Startscreen – Blumen sind nicht gegossen, keine Interaktion:
- Gestaltung angelehnt an einen Grabstein mit Sterbedatum und Namen
Oberfläche abstrakt und leicht wabernd
2. Interaktion (Abstandssensor) – Person tritt näher an das „Grab“:**
- Wabernder Hintergrund wird schwarz
3. Interaktion (Feuchtigkeitssensor) – Person gießt die Blumen:
- Blumen blühen auf (Partikel-Animation)
4. Langzeiteffekt:
- Die Blume verwelkt allmählich, wenn sie nicht regelmäßig gegossen wird
Dieses Konzept verbindet traditionelle Trauerrituale mit den Möglichkeiten digitaler Interaktion und schafft eine neue Form des Erinnerns im virtuellen Raum.
Am meisten habe ich an der Visuellen Umsetzung gehadert. Ein generelles Problem bei der Thematik ist, was man darstellen möchte. Es wirkt sehr befremdlich die verstorbene Person oder eher eines Avatar dessen darzustellen oder Elemente die meist zu kitischig oder Plump wirken. Daher fiel die Wahl auf eine eher Abstrakte umsetzung, welche in dem „eher“ kitischigen Element der Blume mündet.
Bei der visuellen Entscheidung halfen mir außerdem die beiden Tutorials, die als Hauptgrundlage für meine entstandene Arbeit dienten.