In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
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Pitch: Viele fragen mich, ob es auch so viele Dialekte im RU gibt, wie im DE weil das Land ja so groß ist. Wobei die sind im Prinzip schon lange weg - mit der Standardisierung der Sprache im Laufe der Zeit und besonders während der Sowjetunion ist einiges verschwunden, darunter die Dialekte. in dem Video will ich zeigen, wie es dazu kam, dass alle Russen aus allen Ecken einander perfekt verstehen können und dass es keine Dialekte mehr gibt.
Miro Board mit Infos, Script und Storyboard
Script
Oft wird man überrascht, wenn man hört, dass es in Russland im Prinzip keine Dialekte gibt.
Es kann doch nicht wahr sein - Deutschland hat ja so viele, obwohl es viel kleiner ist
Wie kam es dazu, dass Leute einander perfekt verstehen können, auch wenn sie aus verschiedensten Ecken Russlands herkommen? Die Gründe hierfür findet man in der Geschichte.
Russland existiert seit mindestens fünf Jahrhunderten als ungeteiltes Land. Erzwungene Standardisierung während der Sowjetzeiten hat auch eine entscheidende Rolle gespielt.
Es gab nämlich auch Mundarten in der Gegend: Nord-, Süd- und Mittelrussisch. Die ersten zwei standen einander deutlich gegenüber, und die mittelrussischen Mundarten waren eine Übergangszone und die Grundlage für Literatur- und Nationalsprache. Wie sehr vieles, wurden Dialekte in sowjetischen Zeiten verdrängt.
Ist es trotzdem noch möglich, die Herkunft zu erraten? Jein. Es gibt natürlich auch lokale Wörter und Aussprachenuancen, man kann sie aber schwer zuordnen.
Grundlegend für Dialekte war die Reduzierung von unbetontem “o”. Im Norden würde man dieses Wort als “moloko” und im Süden als “malako” aussprechen.
Ab und zu ist das immer noch zu beobachten, aber der Unterschied ist nicht mehr so ausgeprägt und oft nur bei älteren Generationen zu hören.
Hinzu kommt noch, dass Russisch in den ehemaligen Sowjet-Ländern gesprochen und teilweise als Amtssprache benutzt wird.
Das und vieles mehr hat dazu geführt, dass ich Freunde aus Wladiwostok und Irkutsk genauso gut verstehe, wie die aus Sankt-Peterburg oder Volgograd, obwohl ich aus Jekaterinburg komme.
Aus meiner Sicht ist Motion Design was wirklich Kompliziertes, und ich war immer neidisch auf Leute, die das können. Ich wusste von Anfang an, dass es mich sowohl anzieht als auch erschreckt - jedoch habe ich mich entschieden, diesen MotionBasis Kurs zu machen.
Den Input im Kurs fand ich sehr bereichernd und inspirierend. Aber mir wurde erneut klar, wie komplex dieser Bereich ist, und wie unsicher ich mich darin fühle.
Das Thema fand ich aber besonders interessant - ich habe früher Linguistik studiert, daher fiel es mir nicht schwer, ein Thema auszusuchen. Dadurch hatte ich aber auch deutlich höhere Ansprüche an mich selbst was Inhalt angeht und verbrachte bei der Überarbeitung des Scripts sehr viel Zeit.
Der Drang, alles perfekt zu machen führte auch dazu, dass ich viel zu viel Zeit an Illustrationen und Storyboards saß, und konnte es mir lange nicht zutrauen, mit Animation zu beginnen.
Am Ende bin ich mit meinem Video fertig geworden und kann es fast nicht glauben, dass ich vor einem halben Jahr wirklich keine Ahnung von After Effects hatte. Am liebsten würde ich mein Video natürlich besser machen können, aber der Kurs gab mir schon die Möglichkeit, die Skills zu entwickeln und Interesse zu erwecken. Ich habe vielleicht nur die Basics gelernt, aber kann jetzt solche Projekte besser einschätzen, weil ich verstehe, wie viel Aufwand dahinter steckt.