Incom ist die Kommunikations-Plattform der Fachhochschule Potsdam

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Slow Planet

Dokumentation des Kurses »Slow Planet« bei Prof. Myriel Milicevic (SoSe 20)

Selbstbeobachtung

Vorher:

Etwas zynisch gesehen habe ich, ohne es zu Wissen, praktisch mein Leben lang ziemlich treffsicheres Prepping betrieben, da ich grundsätzlich keinen Bedarf an sozialer Interaktion habe. Dies habe ich in dem Bild mit einer Schriftart symbolisiert, die ich kurz vor Beginn des Kurses angefangen habe zu bauen. Sie heißt MAD (Making a Difference) und besteht aus einer Barlow Bold von der die Aachen abgezogen wurde, also eine Differenz. So stoßen sich mit der erhöhten Laufweite nicht nur die Buchstaben voneinander ab, sondern man könnte auch meinen, dass die Einzelteile der Buchstaben nichts mehr miteinander zu tun haben wollen.

Nachher:

Für mich haben sich bisher keine positiven Auswirkungen herauskristallisiert. Ich muss beispielsweise auch weiterhin arbeiten und den Weg dorthin mit öffentlichen Verkehrsmitteln bestreiten. Deshalb habe ich eher allgemeine Veränderungen dargestellt: das Tragen von Masken (hier etwas übertrieben), das Aufkommen von Videokonferenzen und auch eine grundsätzliche Wahrnehmungsveränderung, die ich durch die Glitch Ästethik verdeutlichen möchte. Der Titel ist eine Modifikation auf TLS (Transport Layer Security) und spielt auf das eher zweifelhafte Privatsphäreverständnis von Videokonferenzanbietern an.


Online Energy Consumption Self-Portrait

Datenerfassung

Mit dem Tool Carbonalyser sollten wir sieben Tage lang unseren Datenverbrauch aufzeichnen und auswerten. Nach einem kurzen Test stellte ich fest, dass dieses Add-On tatsächlich nur die Daten herausgibt, die im Interface angezeigt werden. Dies war mir eine eher dürftige Basis für eine Weiterverarbeitung. Daraufhin entschied ich mich meinen Traffic mit Wireshark aufzuzeichnen und mit Python auszuwerten. Dies hatte unter anderem den Vorteil, dass Wireshark nicht nur auf Firefox begrenzt ist.

Als kleinste Zeiteinheit habe ich 10 Minuten gewählt. Für jeden 10min-Frame wurden die Top 10 Hosts und der sonstige Rest bestimmt. Die Umrechnung von Daten in CO2e habe ich dabei der Berechnungen vom Shift Project für das erwähnte Add-On entnommen. Meine Veränderung war, dass ich den Stromverbrauch des Gerätes herausgenommen habe, da ich für meinen Computer keine Daten habe und dieser natürlich auch nicht ausschließlich für die Internetnutzung (bzw. damit verbundene Dienste) angeschaltet ist.

Das Ergebnis dieses Schritts ist eine Script-Sammlung namens Carbonara, welche bei mir auf GitHub mit einer ausführlichen Erklärung der Schritte gefunden werden kann.

Datenvisualisierung

Die Aufgabe war es eine eigene Bildsprache zu entwickeln. Dabei hatte ich persönlich nicht den Anspruch direkt einen Informationsgewinn zu erzeugen, da ich dieser Aufgabe auch durchaus kritisch gegenüber stehe (siehe Ende dieses Abschnitts). Viel mehr sollte eine Visualisierung auf Datenbasis entstehen, bei der ein Gefühl für die Daten vermittelt wird. Dafür habe ich eine Bildsprache entwickelt, die, wie bei Fremdsprachen üblich, nicht sofort verstanden werden kann, aber man basierend auf bekannten Konzepten teilweise Schlüsse zieht und dann doch nochmal das Wörterbuch konsultiert.

Dies war mein erster Entwurf als LookDev zur weiteren Arbeit. Dies sind sogenannte Metaballs (Spheres, die miteinander interagieren) mit einem Volume-Shader, wodurch interessante Farbwelten entstehen. Zusätzlich habe ich in nicht sonderlich hoher Qualität gerendert (Samples), wodurch der etwas raue Eindruck mit Noise und Fireflies (z.B. die helleren roten Pixel unten links) entstehen sollte.

Diese Visualisierung ist für mich mit mehreren Metaphern verbunden. Das Volumetrische ist ein Verweis auf den Begriff der „Cloud“, also lediglich ein Computer, der mir nicht gehört auf dem ich Daten speichere, auf die ich über das Internet zugreife. Der Betrieb von großen Rechenzentren ist ein wesentlicher Bestandteil von CO2-Ausstoß in Bezug auf das Internet.

Außerdem erinnern die Spheren und interagierenden Spheren-Cluster an Atome und Molekülmodelle und stellen somit eine Relation zum CO2 auf.

Die Anordnung habe ich basierend auf den aufgearbeiteten Datensätzen erstellt, indem ich mittels Python-Scripting in Blender einen Importer geschrieben habe, mit dem ich gleich die jeweilige Geometrie erzeugen konnte.

Entstanden ist ein farbenfroher Datenteppich. Die genauen Regeln sind in der dazugehörigen Legende dargestellt.

Einer meiner Hauptkritikpunkte und Motivation einen abstrakteren Weg mit größerer Datenbasis zu gehen ist, dass ich die im Interface des Add-Ons dargestellten Vergleiche für problematisch halte (Auto und Smartphone). Logischerweise werden diese gerne als Basis genommen, doch hier treffen zwei Verallgemeinerungen aufeinander: Zum Einen die über den mit dem Datenverbrauch zusammenhängenden CO2(e)-Ausstoß und zum Anderen der über das Auto oder Smartphone. Der Sinn ist natürlich die Verbindung mit bekannten Objekten kombiniert mit dem persönlichen Aspekt. Dieses Konzept bricht meiner Meinung nach relativ schnell zusammen, wenn man sich die Thematik kurz anschaut. Diese Problematik könnte man kontextualisieren, was ich für mich persönlich allerdings auch als eine zu große Herausforderung wahrgenommen habe. Genau da sehe ich die Schwierigkeit des Gestaltens von und mit Daten aus denen Information gewonnen werden soll: Die Balance zwischen Verständnis und Genauigkeit.

Mein anderes Problem, welches in der Aufgabe leider nicht weiter kontextualisiert wurde, ist eines, welches durch Anna-Katharina Wöbse auf den Punkt gebracht wurde:

Die Betonung der Verantwortung des Konsumenten machte nicht nur das private Handeln politisch, sondern privatisierte auch ursprünglich kollektive Probleme.


Electronics Extraction Portrait

Erste Idee

Ich wollte ursprünglich nicht unbedingt ein offensichtliches, elektronisches Gerät analysieren (wie z.B. ein Smartphone) und entschied mich daher für eine DIY-Version eines analogen Synthesizer-Moduls (Lil'Erebus) der Firma Dreadbox, da dafür auch das Bill of Materials vorlag. In meiner Naivität ging ich davon aus, dass sich dafür wohl relativ konkrete Daten finden lassen werden. Little did I know.

Eine anfängliche Visualisierungsidee war es, die ebenfalls bereitgestellten Schaltpläne als Basis zu nutzen. Dies war allerdings, zum Glück, ein nicht weit ausgereifter Ansatz.

Zuerst begann ich mit Fairtronics. Leider ist deren Datenbasis noch nicht besonders groß und selbst mit Abweichungen von den konkreten Bauteilen konnte ich mir kein genaues Bild verschaffen.

Meine weiteren Recherchen basierten auf den in der Fairtronics Documentation & Resources Seite erwähnten Herstellerseiten. Auch da fand ich nur sehr fragmentierte Informationen, wenn überhaupt. Die RoHS-Deklarationen brachten mich auch eher nicht weiter.

Money Quote aus der Fairtronics-Dokumentation:

Additionally, we expect this to take quite some time with a frustrating outcome.

Des weiteren bin ich sonst auch noch auf diverse Paywalls zu Publikationen oder LCA-Tools und Datenbanken gestoßen. Dieser allgemeine Trend sollte sich fortsetzen.

Nach mehreren Nächten Recherche habe ich es schlussendlich aufgegeben.

Zweite Idee

Im zweiten Ansatz habe ich mich doch wieder einem etwas üblicheren elektronischen Gerät gewidmet: dem Laptop. Hauptsächlich, weil ich auf den Bericht LCA of an Ecolabeled Notebook von Andres Ciroth & Juliane Franze gestoßen bin. Einige weitere Recherchen brachten mich zu zwei weiteren Reports: Critical metals in discarded electronics und HP Product Material Content Information aus denen ich meine Datenbasis ableitete.

Visuell habe ich mich am Periodensystem der Elemente orientiert, dabei übernahm ich die Farben der Serien in leicht abgewandelter Form . Die Ordnungszahl wurde durch die Menge im Laptop ersetzt, ohne die Reihenfolge der Element zu verändern um die Referenz zum Vorbild etwas eindeutiger zu zeigen. Die Atommasse wurde durch die Häufigkeit des Vorkommens in der Erdkruste ersetzt und die untere Zeile mit den drei meistproduzierensten Ländern nach Größe skaliert.

Um die Extraktionsstätten zu zeigen suchte und platzierte ich Satellitenbilder in den Buchstaben des chemischen Symbols um eine Metapher des näheren Hinschauens zu schaffen, was in dieser Thematik ein wichtiger Anfang ist. Auf Vorschlag probierte ich auch den Hintergrund mit den Bildern zu füllen, was aber das Bild insgesamt sehr chaotisch und eine konsistente, leserliche Farbgebung der Schrift nahezu unmöglich gemacht hätte.

Meine Datenbasis ist hier einsehbar.

…with a frustrating outcome.

Der gesamte Rechercheprozess war wirklich frustrierend. Dieses allgemeine Unwissen zeigt sich leider nicht nur in meiner verhältnismäßig kurzen Suche, sondern wird auch von vielen Firmen (z.B. Fairphone) und Wissenschaftler*innen bemängelt. Die Lieferketten sind total undurchsichtig und selbst wenn ehrlich versucht wird ein faires Produkt herzustellen kann dies nicht funktionieren. Dieses Thema der Informationsleere bei gleichzeitiger Datenflut versuchte ich auch noch irgendwie zu verarbeiten, aber wie mit den anderen Sachen auch bin ich damit nicht so richtig zufrieden. Der Recherche- und Gestaltungsprozess war nichtsdestotrotz interessant und aufschlussreich.

Mit der Artivive-App ausprobieren:


Referat: Sustainable Cities

Slides als PDF:

Für die These Gutes Design ist nachhaltig. im Kurs „Quer geschaut. Überblick Designgeschichte und -theorie“ bei Dr. Julia Meer habe ich dieses Referat nochmal als Video-Input aufgenommen:


Human Powered Object: The Brain Time Normaliser

Die angestrebte Verlangsamung wollte ich nicht mit technologischen Rückschritten erreichen oder Nutzung eines Fahrrads o.Ä. zur Stromerzeugung. Meine Idee sollte sich eher auf die Wahrnehmung von Zeit an sich auswirken. Zum einen haben wir die langfristige Beschleunigung, die alle auf Grund des logarithmischen Charakters des Alterns fühlen. Das bedeutet konkret: Wenn wir zwei Jahre alt sind, ist ein Jahr die Hälfte unseres Lebens. Wenn wir 50 sind nur noch ein Fünfzigstel und so wird es sich auch anfühlen.
Die andere Ebene ist eher kurzfristig. Wenn wir den ganzen Tag eher müde sind wird dieser sehr lange dauern. Wenn wir viel zu tun haben ist er in einem Augenblick vorbei. Dies hängt mit der verbundenen Gehirnaktivität zusammen, welche sich mittels Elektroenzephalografie (EEG) messen lässt: Hohe Frequenzen entsprechen hoher Gehirnaktivität und damit wird die Zeit als schneller vergehend wahrgenommen. Mit niedrigen Frequenzen entsprechend umgekehrt.
Die zweite theoretische Basis ist nicht ganz so eindeutig und da lehne ich mich etwas mehr aus dem Fenster des Möglichen: Modifikation der Zeitwahrnehmung durch Signale. Dies ist beispielsweise bei Musiker*innen beliebt, indem beim Schlafen ein Metronom neben das Bett gestellt wird und sich dadurch ein besseres Rhythmus-Gefühl ausbilden soll (die tatsächliche Wirkung ist umstritten).
Dieses Konzept habe ich versucht in den Alltag zu übertragen. Mit einem EEG werden die Frequenzen gemessen und basierend auf einer vorgegebenen Basis-Frequenz wird versucht mit Hilfe von Signalen (visuell und/oder Vibration) an einem Armband zu dieser Frequenz hin auszugleichen. Das bedeutet bei zu hoher (ungewollter=Stress) Gehirnaktivität wird versucht nach unten zu korrigieren und vice versa. Dieses Gerät muss natürlich nach eigenem Bemessen eingesetzt werden, da hohe oder niedrige Aktivität ja durchaus gewünscht sein kann (z.B. Prüfungssituation oder Pause). Der Strom für beide Geräte wird über Peltier Tiles erzeugt.


Abschlussprojekt: Plattenbau - Worth Living

Dieses Projekt ist zusammen mit Christian Herbst entstanden. Die Hauptdokumentation mit Hintergrundrecherche und den entwickelten Geschichten kann hier gefunden werden. Ich werde hier hauptsächlich den Arbeitsprozess und einige Hintergedanken dokumentieren.

Themenfokus

Wie können wir Plattenbausiedlungen strukturell für und mit den Menschen nach dem Prinzip der Stadt der kurzen Wege weiterentwickeln, um nachhaltiges, lokales Handeln im Sinne einer globalen Gesellschaft zu fördern und die Siedlung als aktiven Bestandteil der Stadt zu etablieren?

Übersicht

Arbeitsprozess

Am 1. Juni trafen wir uns um den Schlaatz fotografisch aufzunehmen, Probleme zu diskutieren und Ideen zu generieren.

Daraus entstand folgendes Moodboard:

Unsere drei Ideen für die Zwischenpräsentation waren eine Potsdamer U-Bahn mit zwei Haltestellen im Schlaatz, die wir als öffentliche Plätze gestaltet hätten. Ein MakerField, welches ein Kleingartengebiet ersetzt hätte und eine Mischung aus Bauspielplatz, Werkstätten und Veranstaltungsort gewesen wäre. Die dritte Idee war die Verbindung der Dächer mit Brücken und die Nutzbarmachung der Flächen. Diese Idee war relativ schnell unser Favorit, wodurch die anderen praktisch mit darin aufgegangen sind und Christian auch schon mehr Arbeit in die Erstellung der Plattenbauten investierte.

Idee 1: Gestaltung von U-Bahn-Stationen

Idee 2: MakerField

Idee 3: Dachnutzung

Im nächsten Schritt entwickelten wir einen Nutzungsplan um das Konzept konkretisieren zu können und eine weitere Planung unseres Vorgehens zu unterstützen.

Basis

Bereits für die Zwischenpräsentation baute Christian die Plattenbauten WBS70 nach, welche er weiter verfeinerte und letztendlich dem Gelände entsprechend platzierte. Wir haben uns entschieden unterschiedliche Levels of Details zu wählen um auf unseren Entwurf zu fokussieren. Alles außerhalb des gewählten Gebiets ist lediglich mit einfachen Blöcken rekonstruiert. Die Plattenbauten im Gebiet sind schon mit Details, aber noch in einem Clay-Material sichtbar. Unsere Ergänzungen sind schlussendlich mit mehr Details und Farben ausgestattet.

Wir entschieden uns für eine Aufstockung um zwei Meter, was auch für Bäume genug Platz gibt zu wurzeln. Die entstandenen Außenflächen wurden blockweise farbkodiert um auf dem Boden und allgemein eine etwas bessere Orientierung zu erlauben. Der Zaun ist ein guter Kompromiss aus Absperrung und Sichtschutz geworden, ohne einengend zu wirken. Gleichzeitig wird durch die abwechselnde Höhe der Segmente die gerade Dachlinie aufgelockert. Ein Prinzip, dass wir an vielen weiteren Stellen versucht haben umzusetzen.

Aufteilung

Dies war die allgemeine Aufteilung, doch selbstverständlich standen wir durchgängig im Austausch und haben uns gegenseitig Feedback und Inspiration gegeben.

Veranstaltungsort

Hier können Veranstaltungen verschiedener Größen stattfinden, öffentlich oder etwas privater in abgetrennten Bereichen. Im Sommer ist die Fläche offen und kann Sonnen- und Regenschutz bieten. Im Winter wird es zu einem geschlossenen Gebäude.

Das Gerippe erlaubt individuelle Einstellungen des Sonnenschutzes und bietet durch die regelmäßige Wiederholung einen Raum, der einem Kirchenschiff ähnelt. In den einzelnen Rippen sind Schienen an denen die transluzenten Planen aus- bzw. eingefahren werden können. Die Verwendung von Holz als natürliches Material soll etwas für den großen Betonanteil sonst kompensieren. Im Hintergrund sind zwei extra Gebäude zu sehen, die Lagerraum bieten.

Kulturräume

Diese Räume sollen Platz bieten für permanente oder temporäre Ausstellungen und Installationen. Kunst und Kultur soll für die Menschen vor Ort zugänglich sein und gleichzeitig einen Anreiz bieten von außerhalb in den Schlaatz zu kommen.

Das Hauptgestaltungselement bei diesem Gebäude ist die Welle. Hier ist es noch eine einfache, offensichtliche Welle, welche sich als Glaselemente durch die Fassade schlängelt und auch wieder die Dachgerade auflockert. Die Fassade besteht aus vertikalen Holz-Glas-Elementen, welche zufällig rotiert sind und damit eine Art Lichtspiel, im Holz durch Schatten und im Glas durch Reflexion, erzeugen.

Büros

Die Büros sollen hauptsächlich ein breiteres Spektrum an neuen, lokalen Arbeitsplätzen erlauben.

Zwei Designprinzipien habe ich hier fortgeführt. Erstens die Welle, welche gleich doppelt und verbunden mit einer 180°-Phasenverschiebung als begrüntes Dach wiedergefunden werden kann. Das andere Prinzip ist die Kombination von Holz und Glas in der Fassade. Glas-Kacheln sind in einem Gitter aus Stahl platziert, welche ebenfalls zufällig durch Holz ersetzt wurden.

Indoor Farming

Zusammen mit den Community Gardens soll hier eine lokale Lebensmittelversorgung gefördert werden. Zusätzlich werden Arbeitsplätze geschaffen.

Dies ist das letzte Gebäude in der Wellenserie. Die Welle legte ich um einen Kreis, welcher mit jeder Iteration rotiert wurde. Daraus ist praktisch ein gestrecktes Gewinde entstanden. Ich habe ebenfalls mit einer Stahl-Glas-Konstruktion experimentiert, zuerst in zufälliger Kombination/Anordnung mit grünen Dachflächen. Doch wir entschieden uns eher die abwechselnden Streifen zu nutzen, da diese visuell etwas stabiler und weniger wild wirken.

Rooftop-Bar

Diese Bar soll einen guten Ausblick über den neuen und alten Schlaatz bieten. Nach einer Veranstaltung, längeren Ausflug oder einem Bürotag kann hier der Abend entspannt verbracht werden. Gleichzeitig ist dies auch der Startpunkt der Seilrutsche, sodass den Mutigen zugeschaut werden kann.

Die Bar befindet sich auf der oberen Etage. Davon ist die Hälfte ein Außenareal. Die untere Etage ist der Bereich für die Seilrutsche und bietet auch die Startplattform. Es handelt sich um einen einfachen Glasaufsatz auf das bestehende Haus, um möglichst viel Ausblick zu bieten und sich gleichzeitig etwas in die Umgebung zu integrieren.

Seilrutsche

Die Seilrutsche ist wieder als Attraktion für eine andere, waghalsigere Zielgruppe gedacht.

Hier wird im Kleinen die organischen Form der Indoor Farm, die Stahl-Glas-Konstruktion der Bar und die Zufälligkeit der Büros und Kulturräume referenziert.

Ergebnis

Um die Dachflächen etwas zu beleben und unsere Geschichten zu erzählen bearbeitete Christian einige Cutouts von Menschen, die wir verteilten. Da wir u.a. die Renderzeit etwas minimieren wollten, habe ich einige Cutouts von Bäumen und Büschen gerendert. Diese waren zuerst Platzhalter, doch wir befanden, dass sie doch insgesamt ausreichend überzeugend aussehen. Außerdem habe ich den meisten Objekten eine einfache Textur gegeben um ein wenig Glaubhaftigkeit und Leben zu erzeugen.

Für die Abschlusspräsentation haben wir Geschichten entwickelt, welche die Vorteile unseres Entwurfs erzählen. Dies sind die dazugehörigen Bilder für Ahmed, Alex, Finn, Maria, Madu und Amelie.

In diesen Detailaufnahmen sind noch einmal einige technische Funktionsweisen erklärt: Die Aufstockung mit Platz für Nistkästen, Nutzung erneuerbarer Energien, Fahrstühle und Treppe als Zugänge und die Begrünung der statisch benötigten Pfeiler.

Fazit

Die inhaltliche und kritische Auseinandersetzung mit diesen Themen und auch Narrativen halte ich für enorm wichtig. Logischerweise ist dies mit der bestehenden Komplexität in einem Kurs nicht zu bewerkstelligen. Doch ich konnte mir einen guten Einblick in einige Felder verschaffen und sowohl etablierte Techniken anwenden, als auch Neues ausprobieren. Einer der zentralen Fragen, die sich mir weiterhin stellt und der ich mir in den Aufgabe sehr bewusst geworden bin ist, wie wir komplexe Themen vereinfacht, aber trotzdem korrekt und differenziert vermitteln können.

Ein Projekt von

Fachgruppe

Gestaltungsgrundlagen

Betreuung

Prof. Myriel Milicevic

Zugehöriger Workspace

Slow Planet

Entstehungszeitraum

Sommersemester 2020