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Dokumention Florian Dymke / Visuelle Identität – BASICs

Dokumention Florian Dymke / Visuelle Identität – BASICs

In dem Kurs Visuelle Identität – BASICs sollten wir der Marke Brandenburger Quell von A. Dohrn & A. Timm ein neues Gesicht verleihen. Die Etiketten für die genormten Glasflaschen der Sorten Naturell, Medium, Classic, Fassbrause und Zitrone/Orange sowie für fiktive PET-Flaschen für Classic, Medium oder Naturell in unterschiedlichen Größen sollten neu gestalten werden.
Als Endprodukt sollten ein Plakat und Slides für die digitale Präsentation entstehen, welche diese Produktpalette abbildet.

Kaltes klares Wasser

In meiner Arbeitsweise habe ich mich vor allem auf die Bildsprache konzentriert. Wie so oft, fange ich mit analogen Studien an bzw. experimentiere mit dem Produkt Wasser (mit und ohne Kohlensäure).
Dadurch beschäftigte ich mich mit den Eigenschaften von Wasser. Was passiert, wenn Licht durch Wasser strahlt? Welche Reflexionen gibt es? Wie sieht Wasser aus, wenn es sich bewegt?
Ich stellte ein Glas Wasser auf eine Glasscheibe, darunter eine Lampe, darüber meine Spiegelreflexkamera. Durch die Lampe unter dem Glas entstand eine kreisförmige Formgebung. Das gleiche machte ich mit kohlensäurehaltigem Wasser und schütte Salz hinzu, um das Wasser noch mehr zum Sprudeln zu bringen. Meine Kamera schoß Serienbilder, so dass ich eine große Auswahl an Bildmaterial erhielt. Dies bearbeitete ich in Photoshop so, dass in jedem Bild die gleiche Form erkennbar, aber trotzdem leicht verändert ist. Ich wählte bewusst eine bereits bekannte Farbcodierung, um den Konsumenten nicht vor ein Rätsel zu stellen und Gewohnheiten auf den Kopf zu stellen. Was mir allerdings sehr schwer fiel, war den Farbton der Fassbrause zu treffen. Lieder sieht diese immer noch mehr nach Cola, als nach Fassbrause aus.

Typografie und Bild

Nun kombinierte ich Schrift mit Bild. Das stellte sich doch schwieriger raus, als ich dachte, da alle Informationen lesbar (!) auf dieses Etikett mussten.
Fazit aus der ersten Konsultation: Gute Bildsprache, aber zu viel und zu schreiende Typografie.
Nach der Empfehlung einer Schriftfamilie und Durchprobieren von verschiedenen Kompositionen, entschied ich mich für die gekippte Variante. Die sehr schöne Schriftfamilie Amsi Pro geht mit den Grafiken Hand in Hand. Sie läuft schön, ist relativ schmal und gut lesbar. In Größe, Klein- und Großschreibung sowie Komposition nimmt sie sich zurück und gibt Raum für den wirklichen Hauptakteur dieses Designs.
Wichtig war es mir auch, wenig andere Farbigkeit zu verwenden, da bei so wenig Platz alles schnell sehr bunt wirken kann.
Ein wenig genervt wurde ich bei den Etiketten der Flaschenhälse. Da hatte zunächst eine sehr grafische Lösung, die nun aber gar nicht zur übrigen Sprache passte. Daher entschied ich mich für verschiedene Ausschnitte des Bildmateriales zusammen mit der gleichen Typografiekomposition. Vielleicht hätte man hier auch noch schönere Varianten finden können.

Rendern, rendern, rendern

Als letzter Schritt sollten nun Flaschen in Illustrator nachgebaut werden. Darauf war zu achten, die genormten Glasflaschen von GDB zu nutzen. Da wusste ich nicht so recht, wie ich anfangen soll. Nach der ersten Version, mit welcher ich nicht zufrieden war und nicht sonderlich gut ankam, schaute ich mir Tutorials an und legte einfach mal los. Zu meiner Überraschung, ging das besser als ich dachte. Mit Sicherheit lässt sich das Rendering noch verbessern. Für das erste Mal Glas- und Plastikflaschen in Illustrator rendern bin ich aber recht zufrieden.

Fazit

Ich habe definitiv gemerkt, dass das Experimentieren mit analogen Mitteln und diese digital weiter zu verarbeiten meine am Besten funktionierenste Arbeitsweise ist. Mir macht es großen Spaß auf diese Art und Weise Bildwelten zu entwickeln. Daran werde ich festhalten. Sprich: Einfach erstmal mit dem Hauptprodukt experimentieren und schauen, was es für Eigenschaften aufweist und diese kreativ einfließen lassen.
Außerdem habe ich wieder viel über Typografie und deren Benutzung mitgenommen und verinnerlicht. Neben einer sehr schönen Schriftfamilie, hat sich mein Gefühl für Gewicht zwischen Bild und Typografie verbessert.
Und zu guter letzt: Alle Möglichkeiten von Kompositionen durchspielen. Grafiken skalieren, Schriften kippen, an jede Stelle setzen, Weißraum einfügen und entfernen. Nicht darüber nachdenken, ob etwas funktionieren kann oder nicht. Während der Entwurfsphase der Etiketten sind sehr viele Ergebnisse entstanden. Manche sahen in meiner Vorstellung nicht so gut aus, aber dann war ich positiv überrascht, wie diese auf dem Papier zur Geltung kamen.

Ein Projekt von

Fachgruppe

Kommunikationsdesign

Art des Projekts

Studienarbeit im Grundstudium

Betreuung

Prof. Matthias Beyrow

Zugehöriger Workspace

Visuelle Identität – BASICs

Entstehungszeitraum

Sommersemester 2016

Keywords