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A Machine Learning

A Machine Learning

Wenn wir uns als Menschen Wissen aneignen, entstehen in unserem Gehirn neue Verbindung zwischen unseren Synapsen. Das maschinelle Lernen basiert auf dem gleichen Prinzip. Der Bereich in dem neue Verbindungen wachsen befindet sich jedoch direkt im Auge der Maschine.
Um Wissen aufzunehmen und zu verarbeiten ist es für beide unabänderlich Informationen zu konsumieren. Als erprobtes Medium gilt auch heute noch das Buch.
Während wir als Menschen viel Zeit in die Aufnahme der enthaltenen Inhalte stecken, schafft "A Machine Learning" solches vollautomatisch in beachtlicher Kürze.

Vor der Machine ..

… war die Ideensuche

Das schwierigste Teil für mich. Ich habe es gern, wenn klare Grenzen gesetzt werden, damit ich bei der Findung nicht zu frei bin. Unsere Grenze war "Automatisierung". Mir fielen nach einer Woche Suche kaum Ideen ein.
Eine Idee war es einen Animationsfilm zu animieren, basierend auf "Wind" von Robert Löbel, der eine Gesellschaft darstellt, die ohne Automatisierung existiert, oder ausschließlich mit.
Ich habe einige Charaktere gezeichnet und eine erste kurze Idee skizziert: ein Männchen besitzt Schuhe, die automatisch gehen. Leider sind diese nicht perfekt und er rennt oft gegen Hindernisse. Darum erfindet er eine Maschine, die alles Verschwinden lassen kann, sodass er dort nicht mehr dagegen rennt. Daraufhin entwickelt sich eine Gesellschaft, die immer weniger Objekte in ihrem Leben haben.

Zweite Idee: Maschinen

Ich bin während meiner Recherche auf "Automata" gestoßen. Das sind kleine Maschinen, die durch Kurbeln Szenarien abspielen (Paul Spooner, Kazuaki Harada). Mir ist aufgefallen, dass man durch diese Maschinen gut Aussagen transportieren kann, die einen Impact hinterlassen. Durch die Ästhetik, die Ironie und die Absurdität wird der Effekt gestärkt.
Zu meinem Thema passt das recht gut. Ein automatisiertes Szenario. Nun wollte ich ein Szenario erschaffen, dass sich mit Automatisierung beschäftigt oder auf sich selbst bezieht (Ultimate Machine).
Ich skizzierte einige Ideen.
Eine Maschine, die:
–sich selbst zerstört. Fuck, gibts schon
–Buchseiten umblättert und dabei liest
–sich selbst anmalt
–ein automatisiertes Rendezvous darstellt und sich durch Kerzenwärme antreibt
–nicht mehr auszuschalten ist

Die Lesemaschine wirds!

Als die Entscheidung fiel, fiel zugleich auch eine riesige Last von meinen Schultern. Endlich hatte ich etwas, dass ich gestalten konnte. Nicht mehr diese quälende Suche nach etwas.

Nach den ersten Skizzen hatte ich Lust die Zahnräder auszuprobieren. Ich bastelte zwei Modelle aus Papier und Kappa. Beide waren jedoch viel zu lose und instabil.

Ich entwickelte genauere Skizzen und Mechanismen.

Auf in die Werkstatt

Ich zog mich in die Werkstatt zurück und baute insgesamt zwei Modelle, um die Mechanik zu testen. Im Internet gibt es einen Gear Template Generator, der mir einiges an Arbeit erspart hat.

Modell Nr.1

Modell Nr.2

Modell Nr.3

Die Zeit wurde knapp und ich wollte noch eine schönere Variante von meinem zweiten Modell zaubern. Also besorgte ich mir Eiche für den Look und stabiles Multiplex für die Zahnräder.

Einen Tag vor der Werkschau lief die Maschine. Ich habe anschließend noch einen Motor eingebaut, um die Automatisierung auf die Spitze zu treiben.

Ein Projekt von

Art des Projekts

Studienarbeit im Grundstudium

Betreuung

Sebastian Schmieg

Zugehöriger Workspace

Automate Everything

Entstehungszeitraum

Sommersemester 2016