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Goldstoff - eine Schnappsidee

Die Aufgabe war, einen Kurzfilm mit Bild und Ton zu drehen und zu schneiden. Das ganze sollte in Teamarbeit entstehen. Wir fanden uns zu dritt zusammen und entschieden uns dazu, einen Imagefilm für die Schnapssorte „Goldstoff“ zu produzieren. Es wurde in Hamburg sowie in Berlin gedreht, zwei Interviews geführt und verschiedene Beautyshots gefilmt, anschließend das ganze mit Adobe Premiere sowie Adobe After Effects zusammen gebastelt.

Exposé

Expose.pngExpose.png

Erste Szene: Der Film beginnt am Hamburger Hafen an einem grauen und kalten Nachmittag. Man sieht ein chilenisches Containerschiff einfahren.

Zweite Szene: Richie geht von Bord des angelegten Containerschiffs. In den Händen trägt er eine mit Stroh ausgelegte Kiste. Darin befindet sich eine Flasche Goldstoff-Schnaps, die Lieferung aus Chile. Mit der Kiste läuft er zum champagnerfarbenen Mercedes W124, der schon auf ihn wartet. Er deponiert die Kiste im Kofferraum des Wagens und steigt hinten ein. Er gibt dem Fahrer ein Zeichen und sie fahren los.

Dritte Szene: Autofahrt zum „El Keller de Chile“. Der Mercedes fährt dabei durch die typische Hamburger Hafenlandschaft, mit Containerplätzen, Blick auf die Elbe etc.

Vierte Szene: Der Mercedes kommt in die Straße eingebogen, wo der „El Keller de Chile“ ist. Richie steigt aus, holt die Kiste aus dem Kofferraum und steigt die Treppe runter zum Eingang.

Fünfte Szene: Richie betritt die Bar und übergibt die Kiste an Jorge. Sie begrüßen sich herzlich und trinken einen Shot.

Sechste Szene: Jorge mixt ein Getränk und erzählt nebenher ein wenig über Chile, Pisco und die Tradition in seinem Land.

Siebte Szene: Richie bekommt den Drink serviert und erzählt über die Eigenschaften von Pisco und Goldstoff, welche Getränke man damit mixen kann etc.

Achte Szene: Richie nimmt die Kiste wieder mit und bewegt sich zum Ausgang. Er läuft zurück zum Wagen, legt die Kiste wieder in den Kofferraum und beauftragt den Fahrer, sie nach Berlin zu bringen. Der Mercedes fährt ab.

Neunte Szene: Der Mercedes kommt in Berlin an. Er biegt in die Straße ein, wo die Bar „Jigger, Beaker & Glass“ liegt. Der Fahrer steigt aus und nimmt die Kiste mit der Goldstoff-Flasche aus dem Kofferraum und läuft zum Eingang der Bar und klopft.

Zehnte Szene: Jakob öffnet die Tür und nimmt die Kiste entgegen. ** Elfte Szene:** Jakob und Philipp erzählen von ihrem Projekt, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Zwischendrin werden kurze Einblendungen eingestreut in denen Philipp Cocktails an der Bar mixt.

Zwölfte Szene: Bild wird unscharf, alle versammeln sich und trinken zusammen einen Goldstoff.

Abspann

Bildsprache und Farben

Die Bildsprache und Farbgebung soll sich von kalt zu warm ändern. Das Intro soll hauptsächlich mit Blautönen gestaltet werden um das raue Hamburg und Deutschland widerzuspiegeln. Wenn dann der Zuschauer in der Bar ankommt, wechseln wir in warme, gelbe und rote Töne um das schöne Südamerika zu zeigen, dass wir in einer Flasche in Form von Goldstoff mitgebracht haben. Es soll Gastfreundschaft, gute Gespräche und nette Gesellschaft widerspiegeln, alles wofür Goldstoff steht.

Vorbereitung und Equipment

Um unsere Drehpläne umzusetzen mussten wir also sowohl in Berlin und Hamburg drehen. Außerdem brauchten wir in beiden Städten eine Bar, die extra für uns öffnet, damit wir ungestört und ohne störende Geräusche von fremdem Publikum drehen konnten. Zu unserem Glück pflegten die drei Jungs von Goldstoff einen regen Kontakt mit verschiedenen Bars und wir hatten die Wahl der Location. Wir entschieden uns in Berlin in der „Jigger, Beaker & Glass“ Bar zu drehen. Eine „hippe“ kleine Bar im Friedrichshain. Hier gefiel uns besonders die enorme Schnapsauswahl hinter dem Tresen und das schöne Sofa, welches perfekt für unsere Aufnahme geeignet war. In Hamburg stießen wir auf den „El Keller“, eine kleine chilenische Kneipe in einem Keller. Hier überzeugte der nette und erzählfreudige Besitzer Joche. Er willigte ein, am Interview teilzunehmen und uns seine geheimen Pisco-Sour-Tricks zu verraten. Als Equipment konnten wir uns aus FH-Potsdam alle Technik leihen, die wir uns nur vorstellen konnten: - zwei Kameras // Canon 5D MKII und 700D - zwei Stative // ein Dreibeiniges (Tripod) und ein Einbeiniges (Monopod) - drei Mikrofone // eine Mikrofonangel mit Superniere und zwei Ansteckmikros - ein Aufnahmegerät ZoomH4n Licht // drei Scheinwerfer mit jeweils 800W

Berlin - Erster Drehtag

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Unser Zeitplan war sehr eng getacktet, da wir die Technik nur für zwei Wochen leihen konnten. Wir mussten uns also mit unserer Ausstattung vertraut machen, da wir in der Bar in Berlin nur einen Drehtag zur Verfügung hatten. Wir trafen uns ein paar Stunden früher um noch bei Tageslicht Aufnahmen mit dem Auto zu machen, die die Ankunft des Goldstoffs in Berlin zeigen sollten. Diese Szenen haben es in den fertigen Film leider nicht geschafft. So blockierten wir also für fast zwei Stunden die komplette Straße, da wir immer vorwärts und rückwärts die kleine Straße hoch und runter jagten. Als dann der Besitzer der Bar erschien, war die Sonne bereits untergegangen und wir hatten alle Szenen im Kasten die wir brauchten. Uns ereilte die Nachricht, dass unser Interviewpartner Jakob sehr krank war und es vielleicht gar nicht zum Dreh schaffen würde. Wir stellten uns darauf ein und nahmen vorerst eine Cocktail-Mix-Session mit Philip auf um die Zeit möglichst effizient zu nutzen und uns richtig mit dem Equipment vertraut zu machen. Nach ein paar Stunden kam dann der kranke Jakob dazu, der sich nach Einnahme von Schmerzmitteln dazugesellte. Jetzt konnte das Interview beginnen. Die beiden waren sehr redselig und beantworteten unseren vorbereiteten Fragenkatalog sehr ausgiebig. Jedoch mussten wir bei Jakob mit etwas Goldstoff nachhelfen, da Philip den Löwenanteil des Redens übernahm. Am Ende des Tages bzw. der Nacht hatten wir ein langes und informationshaltiges Interview, das wir super benutzten konnten.

Hamburg - zweiter und dritter Drehtag

Hamburg.PNGHamburg.PNG

Drei Tage später reisten wir mit einem bis obenhin voll geladenen Auto nach Hamburg. Unser Mann vor Ort, Richie, der dritte Goldstoffjunge, hatte uns zu sich eingeladen. Wir erreichten Hamburg am späten Nachmittag und wollten uns schonmal mit der zweiten Bar, unseren nächsten Drehort vertraut machen. Vor Ort lernten wir Jorge kennen, den Besitzer des El Keller, der sich bereit erklärte am nächsten Tag selbst vor die Kamera zu treten um etwas über Pisco, den Schnaps aus Chile, zu erzählen.

Den Morgen nach der Ankunft nutzen wir, um den Hamburger Hafen zu besuchen und nahmen die Kameras mit. Diese Aufnahmen kann man jetzt im fertigen Film als „timelapse“ sehen. Als Richie an diesem Nachmittag von der Arbeit kam, sammelten wir ihn mit dem Auto ein und nahmen die komplette Intro-Sequence auf. Als erstes fuhren wir zur „Sputnik“, einem Schiff, das dauerhaft im Hafen liegt und auf dem Partys veranstaltet werden. Nach kurzer Absprache mit einem Techniker, der die Reste der letzten Nacht von Boot trug durften wir die Sequenz aufnehmen, in dem Richie die Kiste von Bord trägt. Anschließend wollten wir uns zum „El Keller“ begeben. Dabei fuhren wir mit zwei Autos nebeneinander und nutzen die offene Schiebetür des „Dreh-Autos“ um möglichst gute Aufnahmen zu erreichten. Richie hatte eine bestimmte Route vorgeschlagen bei der wir möglichst viel durch den Hafen fahren würden um die Atmosphäre richtig einfangen zu können. Am Abend begann dann unser zweites großes Interview im „El Keller“. Das ganze begann sehr gut, die Stimmung war ausgelassen und unsere Interviewpartner gesprächig. Gleichzeit wurde viel Goldstoff getrunken und Jorge weihte uns in seine Pisco-Sour-Mix-Geheimnisse ein. Nach ca. einer Stunde wurde dann die Stimmung aber so feuchtfröhlig, dass es leider nicht mehr zu guten Aussagen von unseren Interviewpartnern kam und auch unsere Kameraführung etwas wackelig wurde. Diese Rechnung mussten wir dann mit dem Schnitt bezahlen, da wir von dem Material leider nur sehr wenig verwenden konnten.

Technische Umsetzung - Schnitt und Animation

Premiere.pngPremiere.png

Die erste große Hürde war die überwältigende Menge des Bildmaterials. Wir hatten ca. 5 Stunden Material aus den Interviews und zusätzlich reichlich an weiteren Aufnahmen vom Hafen, Autofahrten und Barszenen. Wir schrieben uns nun, als wir alles gesehen hatten, nachträglich ein Drehbuch um dem Haufen Herrn zu werden. Anschließend alles in den Schnitt. Wir haben das Ganze nur auf einem Rechner geschnitten um eventuellen versionskompatiblen Problemen aus dem Weg zu gehen. Der große Nachteil bestand dann nur darin, dass wir leider nur sehr langsam mit Schneiden voran kamen. Der große Vorteil war, dass wir jede einzelne Szene nur nach Absprache mit dem ganzen Team in den Film aufgenommen haben.

Fast der ganze Film ist in Adobe Premiere Pro geschnitten, nur einzelne Sequenzen sind im After Effects entstanden, nämlich das Intro mit der Flasche, sowie der Abspann. Insgesamt hat der Schnitt des Filmes den wahrscheinlich zeitaufwändigsten Teil der Aufgabe eingenommen, ca. 40-50 Stunden drängten wir uns um den einen Bildschirm um unseren ca. sieben Minütigen Streifen zu vollenden.

Fachgruppe

Sonstiges

Art des Projekts

Studienarbeit im ersten Studienabschnitt

Betreuung

foto: Jan Schütze

Entstehungszeitraum

Wintersemester 2015 / 2016