Incom ist die Kommunikations-Plattform der Fachhochschule Potsdam

In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre

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Eine Studie zu Handy-Videos aus Krisengebieten

In Krisengebieten weltweit werden seit einigen Jahren Bilder mit Mobil­telefonen aufgezeichnet und im Internet veröffentlicht. Die Arbeit diskutiert die Authentizität dieser Aufnahmen. Mediale Authentizität wird dabei als ein ästhetisch und diskursiv erzeugter Effekt verstanden. Im Vergleich und in Abgrenzung zu anderen dokumentarischen Bildformen beschreibt die Arbeit die spezifischen Authentizitätseffekte der Handy-Videos.

Zum einen erzeugen diese ästhetisch einen Eindruck von Unmittel­barkeit: Die scheinbar intentionslose Bildgestaltung verspricht eine unmanipulierte, transparente Wiedergabe des Geschehens. Diese ästhetische Geste der Authentizität wird diskursiv gestützt durch das Wissen um die besondere Autorschaft der Bilder: Die Videos präsentieren auf frei zugänglichen Plattformen im Netz die unzensierte Sichtweise direkt vom Kriegsgeschehen Betroffener. Ihnen wohnt somit auch das Versprechen sozialer Unmittelbarkeit und einer emotional aufrichtigen Perspektive inne.

Ein Projekt von

Fachgruppe

Europäische Medienwissenschaften

Betreuung

Prof. Dr. Jan Distelmeyer Prof. Dr. Christine Hanke

Zugehöriger Workspace

APPLAUS⁹ Ausstellerworkspace

Entstehungszeitraum

Wintersemester 2013 / 2014