In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
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Arbeiten zum Thema Farbe.
In der Zweiten Arbeit entsteht ein Muster aus Abmischungen der Farben Blau, Magenta und Orange nach Grau bzw. Schwarz. Zunächst werden die Farben auf Papier gestrichen, zerschnitten und zu dem Muster geklebt. Anschließend wird das Plakat digital nachgebaut und augedruckt. Wie beeinflussen verschiedene Darstellungsmedien die Farbwiedergabe?
Im Vergleich ist zu sehen, dass die analog aufgestrichenen Farben am meisten leuchten. Obwohl auch digital die Farben intensiv sind, können Neonfarben am Bildschirm nicht dargestellt werden. Gedruckt wird das Ergebnis matt, und einzelne Farbtöne sind nicht wie intendiert darstellbar. Durch die fotografische Aufnahme des analogen Plakats, sowie durch die Bildschirmwiedergabe sind die Farben erneut verfälscht. Um eine gute Farbwiedergabe zu garantieren, ist es wichtig diese Grenzen zu kennen.
Ich bin experimentell in die Untersuchung gegangen, welche Farben Metalle annehmen können. Das Ziel war es, farbliche Veränderungen durch chemische Reaktionen in kurzer Zeit herzustellen. Es wurde mit Kupfer-, Messing-, Eisen- und Stahlblechen gearbeitet.
Wird Kupfer abwechselnd in das Essigwasserbad getaucht und an der Luft getrocknet, bildet sich Kupferacetat, umgangssprachlich auch Grünspan genannt. Es kristallisiert in Waldgrün, Türkis, Mintblau, Königsblau und Aubergine. Achtung hochgiftig! Nicht zu verwechseln ist Kupferacetat mit der grünen Patina auf Kupferdächern, ein Kupfer-Hydroxid-Gemisch, das durch Einfluss der Witterung entsteht.
Durch abwechselndes Tauchen im Salzwasserbad und Trocknen an der Luft entsteht auf der Messingoberfläche Kupferchlorid, da Messing eine Legierung aus Kupfer und Zink ist. Es kristallisiert stark und bringt Farbtöne in Mintblau udn Rosarot hervor. Ebenfalls entsteht eine Patina in dunkleren, goldenen Schattierungen.
Der Witterung ausgesetzt bildet sich beim Eisen durch Oxidation Rost, der von hellen Orangetönen zu tiefen Rotbraunen reicht. Auch Stahl kann rosten und eine Braunskala ausbilden. Hier entstand der Rost als Übergriffseffekt durch Lagerung neben den rostigen Stahlbändern.
Stahl verändert seine zunächst silberfarbene Oberfläche je nach ausgesetzter Hitze (einfach in den Ofen schieben) durch Oxidation in eine Palette von Gold über Braun bis Purpur und Blau. Die so entstandene farbige Maserung verändert sich stetig mit der Zeit; das Material lebt.