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Microbial Futures – Vienna Design Week

Microbial Futures – Vienna Design Week

Der Kurs setzte sich mit mikrobiellen Organismen und Symbiosen auseinander. In diesem Zusammenhang haben wir in Kooperation mit der Vienna Design Week eine Ausstellung geplant und umgesetzt. Mit Inputs zur redaktionellen Gestaltung von Susanne Stahl, einer zeichnerisch-illustrativen Ebene von Anna Rosinke und dem theoretischen Kontext von Helga Schmidt wurde das Thema Symbiose aus drei unterschiedlichen gestalterischen Perspektiven übersetzt und vermittelt.

Die Ausstellung vereinte verschiedene gestalterische Arbeiten aus dem Kurs. Jede Person entwickelte drei illustrative Arbeiten, eine gemeinsame Publikation mit zwei Doppelseiten sowie eine Postkarte, auf der eine Illustration, die individuelle „What if?“-Frage und eine Erklärung der jeweiligen Symbiose zusammenkamen. Ergänzt wurde die Ausstellung durch die typografisch gestalteten „What if?“-Fragen im Raum und den Schriftzug des Ausstellungstitels.

Knöllchenbakterien (Rhizobien)

Knöllchenbakterien (auch Rhizobien genannt) sind bodenlebende Bakterien, die eine Symbiose (Lebensgemeinschaft) mit den Wurzeln von Hülsenfrüchtlern (Leguminosen wie Erbsen, Bohnen, Klee oder Soja) eingehen.

Da sich jede Person für einen eigenen symbiotischen Schwerpunkt entscheiden sollte, habe ich mich näher mit dem Thema Knöllchenbakterien auseinandergesetzt. In meinen typografischen und illustrativen Arbeiten stellte ich einen philosophischen Bezug zwischen den Strukturen der Knöllchenbakterien und unserer Gesellschaft her.

Redaktionelle Gestaltung – mikrobielle Schrift

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In den Kursen bei Susanne ging es darum, Schrift experimentell und analog zu gestalten. Dabei habe ich mit unterschiedlichsten Materialien gearbeitet, von Zigarettenstummeln über Knete bis hin zu Stromkabeln. Hier ein Auszug aus meinen Experimenten.

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Aus den entstandenen Buchstaben entwickelte ich die Schriftzüge für den Ausstellungstitel. Besonders gefreut hat mich, dass mein Entwurf als großflächige, weiße Schrift in die Ausstellung übernommen wurde.

Die philosophische „What if?“-Frage wurde von allen im Kurs individuell entworfen und gestaltet. Für meine typografische Umsetzung, die sowohl im Ausstellungsraum als auch in der Publikation zu sehen ist, habe ich mit der Alten Haas Grotesk gearbeitet und diese abstrahiert. Die Verformungen und unterschiedlichen Formen der Buchstaben greifen das philosophische Narrativ des Verdeckten auf: Die Symbiose zwischen Knöllchenbakterien und Pflanzen findet verborgen unter der Erde statt und bleibt für unsere Augen unsichtbar. Diesen Gedanken habe ich auch in der Formulierung meiner „What if?“ Frage aufgegriffen.

Atelier – mirkobielle Illustration

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Bei meinen Illustrationen wollte ich mich nicht nur auf die reine Optik der Knöllchenbakterien konzentrieren. Besonders interessant fand ich die Verdickungen an den Wurzeln sowie das Zusammenspiel zwischen Bakterien und Pflanze. Die Verbindung und Vernetzung, die dabei entsteht, wollte ich illustrativ aufgreifen und gestalterisch übersetzen. Dafür entstanden zunächst analoge Zeichnungen, die ich anschließend digital weiterbearbeitet habe.

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Für die Ausstellung habe ich drei digitale Collagen mit analogen Elementen gestaltet, die sich thematisch mit der Verflechtung und Kommunikation der Knöllchenbakterien auseinandersetzen.

Publikation

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Alexander Berezovsky hat für das Cover der Publikation die entstandenen Schriftzüge kombiniert und alle gelayouteten Seiten gesammelt und in die richtige Reihenfolge gebracht. 

Auch für den digitalen Ankündigungspost hat er die Buchstabenexperimente von ihm, Lilli Rose Martin und mir zusammengeführt. 

Alex, vielen Dank für deine wunderbare Arbeit! Es sind ganz tolle Ergebnisse, die ich sehr gerne mag ♡♡♡

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Für meine zwei Doppelseiten wollte ich meine Illustrationen und die von mir gestaltete Schrift miteinander verschmelzen lassen. Inhaltlich habe ich mich mit der Sichtbarkeit in unserer Gesellschaft beschäftigt und diese der Vernetzung und Kommunikation der Knöllchenbakterien gegenübergestellt. Dabei war mir wichtig, dass Text und Illustration nicht für sich allein stehen, sondern miteinander interagieren. Ich habe den Text in verschiedene Formen gebracht und erneut mit dem Narrativ des Verdeckten gespielt, sodass sich die Inhalte auch auf visueller Ebene widerspiegeln.

Postkarte

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Das Postkartenmotiv ist meine Lieblingscollage der drei Arbeiten, die ich für die Ausstellung ausgewählt habe. Die Rückseite wurde von Flavia Schickor gelayoutet. Vielen Dank für deine tolle Arbeit ♡♡♡

Ausstellung Vorbereitungen

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Work in Progress Bilder von Gabriela Cerna ♡♡♡

Vienna Design Week

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Bilder von Gabriela Cerna ♡♡♡

Meine digitalen Collagen hängen in Kombination mit den Arbeiten von Mariia Smirnova, Lena Kristina Schreiter und Flavia Schickor.

Fazit

Ein unglaublich toller Kurs mit einem großen Erfahrungswert, aus dem ich viel mitnehmen konnte. Ich bin mit meinen Arbeiten mehr als zufrieden und freue mich sehr über das Ergebnis der Ausstellung. Die Inputs von Susanne, Anna und Helga waren super und erst im Nachhinein habe ich richtig verstanden, wie gut sich die verschiedenen Ebenen und Inhalte des Kurses im Gesamtkonzept der Ausstellung ergänzt haben.

Die Zeit in Wien war sehr schön und ich hatte das Gefühl, dass wir als Kurs gut miteinander harmoniert haben und eine angenehme Zusammenarbeit möglich war. Besonders schätze ich es, die Möglichkeit gehabt zu haben, im studentischen Kontext Teil der Vienna Design Week zu sein.

Ein Projekt von

Fachgruppe

Gestaltungsgrundlagen

Art des Projekts

Studienarbeit im zweiten Studienabschnitt

Betreuer_in

foto: Anna Rosinke foto: Prof. Susanne Stahl foto: Prof. Dr. Helga Schmid

Zugehöriger Workspace

Microbial Futures — eine Kooperation mit der Vienna Design Week

Entstehungszeitraum

Sommersemester 2026