In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
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Die Dokumentation begleitet die Regisseurin Jorinde Dröse sowie die Schauspielerinnen Margarita Breitkreiz und Gesine Cukrowski, die mit „Not Fuckable – Sorry Tarzan, wir retten uns selbst!“ ein Stück auf die Bühne bringen, das weibliche Erfahrungen, Körperpolitik und Selbstbehauptung radikal offenlegt.
NOT FUCKABLE
Ein Stück aus weiblicher Perspektive untersucht die Entstehung und Aufführung des Theaterstücks „Not Fuckable – Sorry Tarzan, wir retten uns selbst“ an der Volksbühne Berlin. Die Dokumentation porträtiert die Schauspielerinnen Gesine Cukrowski und Margarita Breitkreiz sowie die Regisseurin Jorinde Dröse und zeichnet nach, wie ihre jeweiligen beruflichen Erfahrungen und künstlerischen Positionen die Inszenierung geprägt haben.
Das Stück basiert auf dem Sachbuch „Sorry Tarzan, ich rette mich selbst! Raus aus der Klischeefalle“ von Gesine Cukrowski und greift zugleich Themen auf, die Margarita Breitkreiz bereits im Film „Geschlechterkampf – Das Ende des Patriarchats“ verhandelt hat. Dadurch entsteht ein vielschichtiger Zugang zu den strukturellen Ungleichheiten, denen Frauen in Film, Fernsehen und der Medienbranche ausgesetzt sind.
Der Film konzentriert sich unter anderem auf die Entscheidungen, die die Inszenierung formen, um die thematischen Schwerpunkte klar herauszuarbeiten. Die persönlichen Gespräche verdeutlichen, dass Theater für die Beteiligten ein zentraler Ausdrucksraum ist, um Erfahrungen sichtbar zu machen, die im beruflichen Alltag häufig marginalisiert werden. Theater ist hier ein Medium, das nicht nur darstellt, sondern gesellschaftliche Wahrnehmung beeinflussen kann. Die Art der filmischen Annäherung bleibt dabei inspirierend und nahbar, indem sie die künstlerischen Überlegungen ohne Distanz zugänglich macht.
Ausschnitte aus der Aufführung zeigen, wie das Stück im Raum wirkt und welche Resonanzen es erzeugt. Ein zentraler Bestandteil der Inszenierung ist die direkte Interaktion mit dem Publikum, die in der Dokumentation ebenfalls thematisiert wird. Diese Momente machen sichtbar, wie die Zuschauerinnen und Zuschauer in den Reflexionsprozess einbezogen werden und wie die thematisierten Missstände nicht nur dargestellt, sondern gemeinsam verhandelt werden. Darüber hinaus erläutert der Film die symbolischen Ebenen der Kostüme, die als visuelle Hinweise auf Machtverhältnisse und Rollenerwartungen dienen.
Darüber hinaus thematisiert die Dokumentation die Überzeugung der Beteiligten, dass Theater die Fähigkeit besitzt, Veränderungsprozesse anzustoßen. Die drei Frauen sprechen darüber, wie künstlerische Arbeit genutzt werden kann, um Missstände zu benennen, Bewusstsein zu schaffen und Handlungsspielräume zu erweitern. Gleichzeitig betonen sie, dass strukturelle Ungleichheiten nur durch gemeinsames Handeln überwunden werden können.
Der Film versteht sich als dokumentarische Beobachtung eines künstlerischen Prozesses, der darauf abzielt, weibliche Erfahrungen sichtbar zu machen und die Mechanismen der Ungleichbehandlung im Medienbetrieb offenzulegen. Die Gesamtstimmung lässt sich als emotional, inspirierend und nahbar einordnen.
Die Arbeit der Schauspielerin Gesine Cukrowski verfolge ich bereits länger, weshalb mir ihr Engagement bezüglich der Abbildung von Frauen ab 47+, bereits durch ihre Kampagne „Lets Change the Picture“, gemeinsam mit Silke Burmester, bekannt war und inspiriert hat.
Die Inszenierung „Not Fuckable – Sorry Tarzan, wir retten uns selbst!“greift diese Thematik direkt auf und äußert, im Bezug darauf, berechtigterweise Kritik an dem derzeitigen System.
Das Zusammenspiel von Theater und Gesellschaftskritik machte es für mich zu einem spannenden und wichtigen Inhalt, welchen es dokumentarisch festzuhalten gilt. Wichtig deshalb, weil jede Frau zunächst das Recht darauf hat, sich in den Medien repräsentiert zu fühlen. Außerdem sollte ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, wie weibliche Kollegen in Film und Fernsehen auch in der heutigen Zeit noch unfair beziehungsweise anders behandelt werden.
Im weiten Sinne ist es eine Thematik, die alle Frauen betrifft, egal ob vor oder hinter der Kamera, weshalb ich es als dringlich ansehe auf diese, mit Hilfe der Dokumentation, mehr Aufmerksamkeit zu lenken.
Im Voraus habe ich das Buch „Sorry Tarzan, ich rette mich selbst!: Raus aus der Klischeefalle“ von Gesine Cukrowski gelesen, da es unter anderem als Basis für das Stück fundiert. Daraus konnten bereits ihr persönlicher Standpunkt, sowie persönliche Erfahrungen von ihr entnommen werden.
Des Weiteren habe ich mir den Film „Geschlechterkampf - Das Ende des Patriarchats“ mit Margarita Breitkreiz angesehen, da er auch wichtig für die Inszenierung ist und die zentrale Thematik aufgreift. Beides hat es mir möglich gemacht die Fragen für das Interview angepasster und treffender zu formulieren. Bezüglich der Regisseurin Jorinde Dröse habe ich mich im Vorfeld mit vergangen Projekten von ihr beschäftigt.
04.06 - Erste Aufnahme des Stücks
14.06 - Erneute Aufnahme des Stücks, Interview mit Jorinde Dröse
06.07 - Interview mit Gesine Cukrowski und Margarita Breitkreiz
Zu Beginn des Projekts war es mir wichtig erstmal einen Plan zu erstellen und mich zu vergewissern, wie und wo ich mich melde, um diese Dokumentation aufzunehmen.
Das in Kontakt treten mit dem Esemble, sowie mit der Volksbühne stellte sich als simpler heraus als erwartet.
So hieß es nun passende Drehtermine zu finden. Das Aufzeichnen des Stücks war dabei kein Problem, die Spielzeiten waren ja bereits fest gemacht aber den passenden Termin für die Interviews zu finden war für mich dann doch eher herausfordernd.
Da Gesine im geplanten Drehzeitraum beruflich sehr gehindert war, konnte sich ein passender Termin mit ihr und Margarita erst sehr spät finden.
Die Gespräche mit den drei Frauen waren für mich eine sehr bereichernde Erfahrung. Ich hatte einen kleinen Block an Fragen vorbereiten und war positiv von den Antworten und deren Umfang überrascht. Einen solchen Einblick in etwas zu bekommen, dass einer Person sonst verwehrt bleibt war sehr lehrreich und spannend für mich.
Auch die Aufnahme des Stücks war interessant. Die Planung von der Positionierung im Raum, Bewegung der Kamera und der Winkel, die man einfangen möchte, war für mich etwas Neues.
Was die Kameraeinstellungen betrifft wünschte ich, ich hätte mich noch mehr ausprobiert, um Fehler zu vermeiden die mir nun dennoch unterlaufen sind und allgemein ein noch besseres Verständnis von der Technik zu haben.
Die Postproduktion habe ich definitiv unterschätzt. Mir war vorher bewusst, dass es sich um einen zeitintensiven Ablauf handelt, dennoch hätte ich mir auf jeden Fall noch mehr Zeit einplanen sollen.
Insgesamt würde ich sagen, dass es definitiv ein paar Dinge gibt, die ich im Nachhinein anders oder überhaupt nicht machen würde, dennoch kann ich sage, dass das Endergebnis etwas ist mit dem man zufrieden sein kann. Die Möglichkeit ganz selbständig eine solche Arbeit zu verwirklichen und dadurch Erfahrungen in den verschiedensten Bereichen zu sammeln, empfinde ich als sehr wertvoll.