In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Diese Bachelorarbeit untersucht, wie Interface Design dazu beitragen kann, KI-Systeme für ältere und digital weniger erfahrene Nutzer:innen verständlicher, vertrauenswürdiger und zugänglicher zu gestalten. Auf Basis theoretischer Analysen und eines praktischen Gestaltungskonzepts wurden Designprinzipien für eine niedrigschwellige Mensch-KI-Interaktion entwickelt.
Künstliche Intelligenz ist zunehmend Teil alltäglicher digitaler Systeme. Dennoch stellt ihre Nutzung insbesondere für digital weniger erfahrene Nutzer:innen häufi g eine Herausforderung dar. Komplexe Interaktionsstrukturen, intransparente Prozesse und unklare Rückmeldungen können Unsicherheit, Misstrauen oder Überforderung auslösen. Gerade in sensiblen Nutzungskontexten beeinfl ussen diese Faktoren maßgeblich, wie KI-basierte Systeme wahrgenommen und eingeordnet werden.
Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, zu explorieren, welche Rolle Interface Design in diesem Spannungsfeld einnehmen kann. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Interaktions- und Interfacekonzepte gestaltet sein können, um Orientierung zu bieten, Verständnis zu fördern und Entscheidungsprozesse zu unterstützen, ohne dabei Nutzer:innen zu überfordern oder zu bevormunden. Dabei wird Interface Design nicht als Lösung im Sinne eines festen Ergebnisses verstanden, sondern als gestalterisches Mittel zur Auseinandersetzung mit komplexen technologischen Systemen.
Methodisch ist die Arbeit als gestaltungsorientierte Untersuchung angelegt. Auf Basis relevanter theoretischer Positionen zu Verständlichkeit, Vertrauen, Barrierefreiheit und ethischen Aspekten der Mensch-Maschine-Interaktion werden unterschiedliche Perspektiven und Gestaltungsansätze herausgearbeitet. Ergänzend fl ießen Beobachtungen aus öff entlichen Ausstellungs- und Vermittlungskontexten ein, in denen KI- oder techniknahe Systeme einer breiten Öff entlichkeit begegnen. Diese verschiedenen Ebenen werden zusammengeführt, um zentrale Fragestellungen und Spannungsfelder für die Gestaltung von KI-Interfaces sichtbar zu machen.
Die gewonnenen Erkenntnisse werden in einem konzeptionellen Prototyp refl ektiert, der als Entwurfsraum dient, um mögliche Interface- und Interaktionsansätze zu untersuchen. Die Arbeit zielt nicht darauf ab, eine abschließende oder normative Lösung zu formulieren, sondern versteht die Gestaltung als off enen Prozess. Abschließend werden die Ergebnisse im Hinblick auf ihre gestalterischen und ethischen Implikationen diskutiert und bewusst als off ene Fragestellung weitergeführt.
Artificial Intelligence is increasingly becoming part of everyday digital systems. However, its use often remains challenging, particularly for users with limited digital experience. Complex interaction structures, opaque processes, and unclear system feedback can lead to uncertainty, mistrust, or feelings of being overwhelmed. Especially in sensitive contexts of use, these factors significantly influence how AI-based systems are perceived and understood.
The aim of this bachelor thesis is to explore the role that interface design can play within this context. The central question is how interaction and interface concepts can be designed to provide orientation, support understanding, and facilitate decision-making processes without overwhelming or patronizing users. Interface design is therefore not understood as a solution in the form of a fixed outcome, but rather as a design tool for engaging with complex technological systems.
Methodologically, the thesis follows a design-oriented research approach. Based on relevant theoretical perspectives on comprehensibility, trust, accessibility, and ethical aspects of human–machine interaction, different viewpoints and design approaches are examined and discussed. In addition, observations from public exhibition and mediation contexts, in which AI-related technologies are presented to a broader audience, are incorporated into the analysis. These different perspectives are brought together in order to identify key questions and tensions relevant to the design of AI interfaces.
The findings are reflected in a conceptual prototype that serves as a design space for exploring possible interface and interaction approaches. Rather than proposing a final or normative solution, the thesis understands design as an open and iterative process. The results are ultimately discussed with regard to their design-related and ethical implications and are deliberately carried forward as an open question for future exploration.