In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Deep Blue ist ein Kurzfilm der auf Grundlage eines Schachspiels die hierarchischen Strukturen im Büroalltag untersucht. Mein Bachelorprojekt versteht Schach in erster Linie als performatives Material. Es soll das Spiel selbst – seine Figuren, Bewegungen und Regeln – auf einer performativen Ebene abstrahieren und visualisieren.
Betreut wurde diese Arbeit von Prof. Hermann Weizenegger, FH;P und Sen.lect. Caroline Heider, Lektorin für Angewandte Fotografie & zeitbasierte Medien der Universität für angewandte Kunst Wien
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Seit Jahrhunderten wird das Schachspiel nicht nur als strategischer Wettkampf, sondern auch als Spiegel gesellschaftlicher Ordnung verstanden. Die unterschiedlichen Rollen der Figuren und ihre begrenzten Handlungsmöglichkeiten lassen Parallelen zu sozialen Hierarchien, Machtverhältnissen und individuellen Handlungsspielräumen erkennen. Ausgehend von dieser Beobachtung untersucht die vorliegende Bachelorarbeit, inwiefern die Strukturen des Schachspiels genutzt werden können, um gesellschaftliche Beziehungen und Hierarchien künstlerisch sichtbar zu machen.
Ausgehend von historischen und philosophischen Betrachtungen des Schachs als Spiegel menschlicher Ordnung untersucht diese Bachelorarbeit, inwiefern sich die Strukturen des Spiels in eine performative und visuelle Form übertragen lassen. Im Mittelpunkt steht dabei das dramaturgische Potenzial des Regelwerks selbst.
Methodisch verbindet die Arbeit theoretische Analyse mit künstlerischer Praxis. Zunächst werden gesellschaftliche Hierarchien sowie dramaturgische Grundprinzipien untersucht und mit den Strukturen des Schachspiels in Beziehung gesetzt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden anschließend in einer praktischen Erprobung überprüft und weiterentwickelt. Auf dieser Grundlage entsteht ein künstlerisches Konzept für einen etwa zehnminütigen Kurzfilm, der den praktischen Teil der Bachelorarbeit bildet.
Ziel der Arbeit ist die Entwicklung eines Konzept für einen künstlerischen Kurzfilm, der die Logik des Schachspiels subtil in den Kontext eines Büroalltags übersetzt. Schach fungiert dabei nicht als sichtbares Motiv, sondern als verborgene Struktur, die Beziehungen, Handlungsspielräume und Hierarchien innerhalb des dargestellten Raums bestimmt. Die Arbeit zeigt, wie ein abstraktes Regelwerk als dramaturgische Grundlage genutzt werden kann, um gesellschaftliche Ordnungen zu reflektieren und durch audiovisuelle Mittel erfahrbar zu machen.
For centuries, the game of chess has been understood not only as a strategic competition but also as a reflection of social order. The different roles of the pieces and their limited range of moves reveal parallels to social hierarchies, power dynamics, and individual scope for action. Building on this observation, this bachelor’s thesis examines the extent to which the structures of the game of chess can be used to artistically visualize social relationships and hierarchies.
Drawing on historical and philosophical reflections on chess as a mirror of human order, this bachelor’s thesis explores the extent to which the game’s structures can be translated into a performative and visual form. The focus is on the dramaturgical potential of the rules themselves.
Methodologically, the thesis combines theoretical analysis with artistic practice. First, social hierarchies and basic dramaturgical principles are examined and related to the structures of the game of chess. The insights gained from this are then tested and further developed through practical experimentation. Based on this, an artistic concept is developed for a short film lasting approximately ten minutes, which constitutes the practical component of the bachelor’s thesis.
The aim of this thesis is to develop a concept for a short art film that subtly translates the logic of chess into the context of everyday office life. Chess does not function as a visible motif here, but rather as a hidden structure that determines relationships, scope for action, and hierarchies within the depicted space. This project demonstrates how an abstract set of rules can be used as a dramaturgical foundation to reflect on social orders and make them tangible through audiovisual means.