In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Projektdokutmentation meines Entwurfs für die Werkschau 2026
Den ersten Termin des Workshops mit Sascia von Short-Notice habe ich leider verpasst, daher erarbeitete ich für den zweiten Termin ein paar Entwürfe und mixte diese spontan auch mit denen von Fidelis. Am Ende arbeite ich mehr mit Texturen was für mich frischen Wind bedeutete.
Zu Beginn arbeitete ich an zwei Konzepten, die beide die Möglichkeiten der Werkstätten zeigen sollten. Das erste wurde durch Gefahrenzeichen der Maschinen getragen und sollte so durch die technische Bildsprache, den handwerklichen Aspekt unseres Stuidums hervorheben. Die visuellen Elemente wollte ich in verschiedenen Techniken, wie Lasergravur, 3D-Druck, Siebdruck etc. umsetzen. Dazu probierte ich sehr viel aus. Die Materialtests fand ich auch gut, am Ende war jedoch nicht Schlüssig, wie ich diese zu einem Plakat vereinen sollte.
Der zweite Entwurf sollte ebenfalls die Werkstätten repräsentieren und dabei jedem Studiengang ein Objekt zuordnen. Für Produktdesign war das relativ easy. Sägeblatt, Filament-Spule, Handwerkzeuge etc. bieten sich alle gut an. Für KD und ID war das Ganze schon ein bisschen schwieriger. Ich wollte auf gar keinen Fall einen Computer oder eine Maus draufpacken. Für KD fand ich dann die RISO-Farbpatronen. Für Interface-Design half mir letztlich eine Computer-Rauswurf-Aktion vor Haus 4. Darin fand ich viele Kabel, die zum Teil auch schicke Mikro-Grafiken daruaf hatten. Diese konnten dann repräsentativ für den Prototyping-Anteil im Interface-Labor stehen.
Mir war von Beginn an klar, dass das Plakat fotografiert werden soll. Die Typo auf den Werkzeugen habe ich geplottet. An sich hat das auch wunderbar funktioniert, es war natürlich aber auch ein größerer Aufwand als bspw. ein Rendering.
Das Fotografieren hat dann auch nochmal ein bisschen Nerven gekostet. Für die Jurysitzung habe ich alles zusammen fotografiert und real komponiert. Ebenso war der Hintergrund real. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an Ragnar für seine fotografische Unterstützung.
Nachdem die Entscheidung für das Plakat gefallen war, fing die Arbeit aber quasi von vorne an. Ich komponierte das Plakat nochmal aus (zum Teil neuen) Einzelaufnahmen und retuschierte den Hintergrund digital rein. Das erlaubte mehr Freiheit und machte das ganze Plakat lebendiger.
Vielen Dank an Tilmann für die Fotos!
Ich bin in diesen Kurs mit recht hohen Ambitionen gegangen und hatte ehrlicherweise schon das Ziel zu gewinnen. Demenstprechend habe ich mir auch einen gewissen Druck gemacht, was den Gestaltungsprozess natürlich beeinflusst hat. Ich habe versucht in meinem letzten Semester nochmal etwas neues auszuprobieren. Das hat mit der Fotografie schon ein Stück weit geklappt, in der Ausgestaltung der dargestellten Inhalte bin ich aber weitesgehend bei dem geblieben, was ich schon kann. Damit bin ich weder richtig unglücklich, noch denke ich, dass ich irgendwie über mich hinausgewachsen bin. Ist aber finde ich auch ganz okay so.
Den Prozess nachdem ich die Juryentscheidung gewonnen habe, habe ich als ziemlich großen Druck empfunden. Insbesondere durch die Plakatänderungen, war ich mir die ganze Zeit sehr unsicher, ob ich es noch zur „Zufriedenheit der Jury“ schaffe. Ich hab mich zwar gefreut gewonnen zu haben, so richtig froh war ich danach aber nicht. Nicht falsch verstehen, ich bin super happy, diese Chance bekommen zu haben und auch mit dem Ergebnis sehr zufrieden, mich hat nur rückwirkend ein bisschen gestört, wie sehr ich mich gestresst habe, weil ich gedacht habe alle schauen darauf und haben super hohe Erwartungen. Am Ende natürlich Quatsch, denn die Werkschau ist auch nur ein Wochenende und eine Veranstaltung von Studierenden. Das Feedback von meinen Komiliton*innen war dafür umso schöner zu hören. Wirklich alle waren sehr supportive und haben mir gesagt dass es ihnen gefällt. All in All bin ich also sehr happy mit dem Ergebnis des Kurses und was ich, gerade auch als Einzelperson, schaffen konnte. Ich habe durch den Prozess der Umsetzung aber auch gelernt, eine gewisse Resilienz gegenüber meinen Empfindungen im Umgang mit Feedback zu haben und einfach auch mal auf mich selbst zu vertrauen.
Noch ein paar Worte zum Konstrukt des Kurses: Ich fände es besser, den Kurs im Wintersemester zu machen. Dann könnte man in der Umsetzung Dinge richtig ausarbeiten und alles könnte ein bisschen koordinierter Ablaufen. Man könnte mehr Werbung auf Social Media machen und es müssten keine Druckdaten für Sachen erstellt werden, die dann im Stress doch nicht bestellt werden. Das bedeutet aber finde ich auch, dass der Fachbereich sich klar werden muss, was man von der Werkschau eigentlich will. Gerade fühlt es sich nämlich an, als ob die Erwartzungshaltung wäre, dass halb Potsdam an die FH pilgert, dabei wird nur das Nötigste an Außenwerbung gemacht/finanziert. Ebenso kann es nicht sein, dass ein Zweit-Semester Orga-Team bis 2 Tage vor der Werkschau den Raumplan ständig umwerfen muss, obwohl die das schon Anfang des semesters in die Wege geleitet haben. Ich finde es ehrlicherweise schade, wie viel Zeit und Energie in die Werkchau, vor allem von Studis fließt und am Ende ist es dann so mager besucht wie an der Eröffnung. Man könnte glaube ich so viel mehr rausholen, wenn dafür alle an einem Strang ziehen würden.