In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Hitze und Trockenheit, heiße Straßen, versiegelte Flächen, zu warm in der eigenen Wohnung? In der Pflanzenstadt werden genau dagegen Maßnahmen ergriffen. Fassadenbegrünung schützt die Gebäude vor dem starken Aufheizen, Bäume sind stark verbreitet, Dachgärten kühlen die Dächer und für alles gibt es auch weitere Möglichkeiten der Nutzung. Technologie wird weiterentwickelt, betroffene Flächen aufgeräumt und angepasst und die Menschen genießen selbst an heißen Tagen die Gemeinschaft.
1. Die faktische Haltung
Die faktenbasierte Haltung geht davon aus, dass Menschen nicht handeln, weil ihnen das Wissen fehlt. Die Lösung hierbei soll sein, dass mehr Fakten und somit mehr Aufklärung verbreitet werden. Der Fokus liegt also auf Zahlen, Einheiten, Infografiken, Berichten etc. Die Annahme ist, dass wenn die Menschen genug wissen, sie auch rational handeln. Das Priblem ist nur, dass es nur begrenzt unktioniert, da das Verhalten nicht nur von Wissen abhängt und viele Menschen mit den genannten Einheiten und Zahlen nichts anfangen können. Es wird zu wissenschaftlich erklärt.
2. Die alarmistische Haltung
Diese Haltung zielt auf Dringlichkeit, Risiken und Katastrophenszenarien ab. Sie versucht den Menschen in einen Zustand der Bedrohung/ des Schocks zu versetzen. Das Ziel hierbei ist Aufmerksamkeit zu erzeugen und Druck aufzubauen. Typisch dafür sind Bilder von Extremwettern, Kipppunkten und „letzte-Chance“-Narrativen. Es besteht eine Chance die Menschen dadurch zu mobilisieren und zum Handeln zu bewegen, allerdings kann es auch zu Angst, Überforderung und somit zur Verdrängung führen.
3. Die lösungsorientierte Haltung
Sie zeigt nicht die Probleme selbst, sondern Möglichkeiten diese zu lösen und setzt den Fokus auf positive Zukunftsbilder, Innovation, Transformation und wirtschaftliche Chancen. Hier geht es nicht um die Aussage „Wir müssen jetzt sofort etwas tun!“, sondern vielmehr um die Frage „Was können wir tun?“. Vorteilig dabei ist die weniger lähmende und stattdessen motivierende Wirkung. Das Ziel ist die Menschen zu ermutigen und zu befähigen. Außerdem wird die Machbarkeit gezeigt und somit Hoffnung gegeben. Das Problem hierbei ist allerdings, dass diese Lösungsansätze oft als unrealistisch abgestuft oder die Probleme verharmlost werden.
4. Die moralische Haltung
Sie stellt die Frage, wer verantwortlch ist. Der Klimawandel ist hierbei ein ethisches Problem. „Es ist unsere Pflicht zu handeln“. Es geht darum, den folgenden Generationen eine „bessere Welt“ zu geben und sie nicht mit den großen Problemen allein zu lassen. Die Haltung nutzt viele Symboliken und Kontraste. Sie spricht grundlegende Werte an und kann starke Emotionen erzeugen. Ssie mobilisiert besonders junge Menschen (Beispiel: Fridays For Future), kann allerdings auch Widerstand auslösen. menschen reagieren unterschiedlich auf moralische Argumente. Es können Konflikte zwischen verschiedenen Gerechtigkeitsvorstellungen entstehen.
5. Die ökonomische Haltung
Die ökonomische Haltung sieht den Klimawandel als ökonomisches Problem. Klimaschutz wird hier als Kosten-Nutzen-Frage eingestuft. Der Fokus liegt auf Innovation, Märkten und Wettbewerbsfähigkeit. „Nichtstun wird teuer“. Die Kosten werden mit der Begründung des Klimawandels in die Höhe getrieben. Allerdings wird er auch als Chance für neue Märkte genutzt, wie zum Beispiel E-Fahrzeuge und regenerative Energien.
6. Die skeptische/verzögernde Haltung
Bei dieser wird die Verantwortung auf andere weitergeleitet und das Handeln wird aufgeschoben. „Wir handeln später, jetzt ist drastisches Handeln noch nicht nötig“. „Spätere Technologien werden es regeln“. „Es gibt wichtigere Probleme“. Die Strategie dieser Haltung ist es Unsicherheit zu betonen und die Verantwortung zu verschieben. Viele Menschen vermeiden ungern Kosten oder Veränderungen, zum Beispiel für Dinge, die sie gerne tun wie Schifffahrten oder Flüge. Diese Haltung geht eher in Richtung „Klimaleugner“.
7. Die narrative/alltagsnahe Haltung
Hier geht es um Geschichten, persönliche Erfahrungen und die Lebenswelt. Es gibt weniger abstrakte Zahlen und viel mehr konkrete Beispiele. Menschen, die nur in den Nachrichten davon hören oder nur Bilder von „irgendwelchen Auswirkungen“ sehen, fühlen sich weniger aufgefordert. Menschen, die direkte Erfahrungen gesammelt haben oder jemanden kennen, der unter den Folgen vom Klimawandel leidet, können eher dazu überredet werden etwas gegen die Klimaerwärmung zu tun.
Diese Grafik ist ein Einstiegsbild in eine Vorlesung, die vom November 2022 bis Februar 2023 an der Hochschule in Bremen mit der Arbeitnehmerkammer Bremen gehalten wurde und hat in mir nicht direkt eine Emotion, aber ein paar Gedanken ausgelöst.
Zum einen sieht es hier aus, als würde die Erde hin und her geschoben werden zwischen der Person links und der jüngeren Person rechts. Es kommt mir so vor, als würde nun die Verantwortung für die Erde/den Klimawandel von der älteren zur jüngeren Generation geschoben werden. Gleichzeitig sieht der Mann aus wie ein Beamter, jemand aus der Regierung oder ein Chef einer großen Firma. Jedenfalls jemand mit hohem Stand. Die andere Person könnte ein junges Mädchen sein, die zur „normalen“ Bevölkerung gehört. Von der Politik wird oft gesagt, dass die Bevölkerung zum Beispiel mehr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren sollte anstatt sich ins Auto zu setzen. Gleichzeitig hört man allerdings ab und zu, dass gerade die Menschen mit viel Geld mit dem Schiff irgendwo hinfahren oder mit ihrem Privat-Jet. Ziemlich ironisch, denn klimafreundlichere Wege gibt es. Trotzdem steht der Punkt im Raum, dass für mehr Klimaneutralität die Bevölkerung verschiedene Dinge tun soll. Das ist an sich nicht verkehrt, allerdings sollte man genau so gut bei den großen Konzernen und der Regierung selber anfangen.
In dem Theorietext „What we think about when we try not to think about global warming“ von Espen Stoknes wird auch über die „höher gestellten“ Personen (also auch wieder die Regierung oder Chefs von großen Unternehmen) gesprochen, die eher/effektiver etwas gegen den Klimawandel tun könnten als die einzelnen Menschen der Bevölkerung. Dadurch entsteht bei dem Einzelnen die Hoffnungslosigkeit, dass man selbst ja gar nicht viel ausrichten kann und somit sinkt die Motivation etwas zu tun.
Ich habe die Grafik gewählt, weil ich sie mit dem Text verbinden konnte und sie einige Gedanken in mir ausgelöst hat. Es gab viele Grafiken, die ich gesehen habe, aber bei denen in mir nicht wirklich etwas ausgelöst wurde.
Der Text von Stoknes untersucht vor allem, warum Menschen trotz ihres Wissens über die Klimakrise oft nicht entsprechend handeln und wie diese Klimakommunikation verbessert werden kann.
Das Problem sein, nach Stoknes, weniger fehlendes Wissen, sondern viel mehr psychologische Abwehrmechanismen, die dazu führen, dass Menschen das Thema Klima meiden oder verdrängen, wenn es für sie bedrohlich, überwältigend oder moralisch belastend anfühlt. Er sagt, die allgemeine Öffentlichkeit kann nicht mit Graphen oder Zahlen (faktenbasierte Haltung) zum Handeln überredet werden. Außerdem gibt es Menschen, die denken, dass es den Klimawandel gar nicht gibt und jene, die sagen „Diese Erwärmungen gab es früher auch schon“. Es fehlt der persönliche Bezug/ die persönliche Erfahrung.
Er bezieht sich auf die 5-D-Barrieren:
Distance - Klimawandel wirkt räumlich und zeitlich entfernt, unsichtbar
Doom - Zu viel Fokus auf apokalyptischen Szenarien führt eher zur Verdrängung als zu Handlung, Klimawandel kann nur durch „Verlust, Verzicht und Opferung“ bekämpft werden -> Menschen wollen Thema vermeiden
Dissonance - Widerspruch zwischen eigenem Lebensstil und Klimawissen erzeugt unbehagen, das oft durch Verdrängung gelöst wird
Denial - Menschen ignorieren oder relativieren Informationen, die unangenehm sind
iDentity - Klimathemen werden abgelehnt, wenn sie als Angriff auf die eigene politische oder soziale Identität wahrgenommen werden
Stoknes betont Lösungsvorschläge:
- weniger Angst- und Katastrophenrhetorik
- mehr positive, handlungsorientierte Botschaften
- stärkere Betonung von sozialem Normen („andere handeln bereits“)
- konkrete, alltagsnahe Lösungen statt abstrakte Probleme
- Fokus auf Chancen (z.B. Gesundheit, Innovation, Lebensqualität)
Nach Stoknes sind also nicht mehr Informationen entscheidend, sondern eine bessere Kommunikation, die die psychologische Abwehr reduziert und die Menschen eher zu aktivem Handeln motiviert.
An diesem Tag haben wir in der Vorlesung über die Theorie von Stoknes gesprochen, aber auch kleinere Aufgaben waren Teil des Kurses. Zum Beispiel sollten wir überlegen, wie wir von der Klimakrise das erste Mal erfahren haben. Bei mir waren es zum Beispiel die Lehrer in der Grundschule, die in ihren Kursen spezifische Themen wie Plastikmüll im Meer mit uns besprochen haben. Aber ansonsten auch viel durch Medien wie die öffentlichen Nachrichten der Tagesschau oder Ähnliches.
An diesem Tag haben wir als Studenten das erste Mal mit Leuten aus dem UBA (Umweltbundesamt) gesprochen. Sie haben uns ihre Klimarisikoanalyse für 2028/29 vorgestellt und mit uns besprochen, was es dort für Aspekte gibt, die für uns spannend sein werden. Für unsere Wimmelbilder wurden uns hauptsächlich die sozioökonomischen Szenarien mitgegeben, von denen wir welche mit einbauen sollten, wie unter anderem Fachkräftemangel, Alterung der Gesellschaft, Neunutzung der Flächen und städtebaulicher Wandel in Großstädten.
Ich habe mich zu einem späteren Zeitpunkt mit dieser Analyse beschäftigt, da ich an diesem Tag nicht da sein konnte.
Die erste Frage ist, welche Haltung der Klimakommunikation ich in meinem Wimmelbild visualisieren möchte. Dazu das folgende Moodboard:
Ich habe mir die lösungsorientierte Haltung ausgesucht. Dabei möchte ich meine verschiedenen Personas sowohl mit den Problemen des Klimawandels zeigen, als auch mit Lösungen. Also so, dass der Landwirt zum Beispiel an einem Feld steht, das überschwemmt/vertrocknet ist, aber er an einer anderen Stelle nochmal auftaucht, wo das Feld modern angepasst ist. Weitere Personas könnten sein: Ein Hotelier, eine Försterin, ein Marktarbeiter und eine junge Studentin, die all die Veränderungen fotografisch, zeichnerisch oder schriftlich festhält.
Feedback: Als Haltung habe ich mir die narrative Haltung ausgesucht, da im Wimmelbild allerdings immer Geschichten erzählt werden, hat man diese Haltung sowieso schon drin. Deswegen muss ich mir eine zweite Haltung aussuchen.
Als ich mir alle nochmal angesehen habe, hat mich neben der narrativen Haltung noch die lösungsorientierte Haltung angesprochen. Als Bezug zu meinen Personas könnte man es so darstellen, dass die Försterin, der Hotelier, der Marktstandbetreiber und der Landwirt ihre Probleme erfahren (mit unterschiedlichen Klimakatastrophen) und das Mädchen alles sieht und mit Lösungsvorschlägen den betroffenen Personen helfen möchte.
Wimmelbilder gibt es schon seit dem Mittelalter. Es waren bereits große, detailreiche Bilder, in denen viele Menschen, Tieren und Alltagsszenen zu sehen sind und bei denen man lang hinsehen muss, um wirklich alles zu sehen. Und selbst dann hat man noch nicht alles gesehen. Ein bekannter Künstler dafür ist der niederländische Maler Pieter Brügel.
Das moderne Wimmelbild wurde erst bekannt durch den deutschen Illustrator Ali Mitgutsch, der ab den 1960er-Jahren große, detailreiche Bilderbücher für Kinder gestaltete. Somit wurden diese in Kinderbüchern besonders populär.
Seitdem werden Wimmelbilder vor allem in Kinderbüchern, Kindergärten und der frühen Bildung gezeigt. Sie fördern unter anderem Beobachtungsgabe, Sprache, Fantasie und Konzentration.
An diesem Tag waren wir wieder an der Universität Potsdam bei einem Kurstag. Zu Besuch war Bernadette Klausberger, eine Film- und Medienproduzentin, zu Besuch. Sie hat uns ein bisschen Input zum Thema „Storytelling“ gegeben, da wir dies für unsere Personas im Wimmelbild brauchen. Es sei schwierig, sich die Zukunft genau vorzustellen. Dafür bat sie uns, dass wir uns das Jahr 2076 vorstellen sollen: Wie wird die Landschaft in Deutschland aussehen? Wie wird meine Familie aussehen? Wie wird die politische Situation in Deutschland sein? Alles Fragen, dessen Antworten man nicht genau wissen kann. Man kann nur Vermutungen anstellen. Besonders bei den Dingen, die nicht in der eigenen Kontrolle liegen.
Um sich die Zukunft vorzustellen kann Szenarien-Denken helfen. Es ist das 'Fahrzeug, um unsere Gedanken zu bewegen'. Um das Szenariendenken zu starten, kann man fragen 'Was passiert, wenn...?'
Moodboard zur Stadt:
Dies ist das Moodboard für meine Stadt. Oben links in der Ecke sieht man das Farbkonzept. Die Hauptfarben werden vermutlich weiß/warmweiß für die Gebäude und grün für die Pflanzen. Blau für das Wasser bzw. den Fluss, der durch die Stadt fließen soll und eventuell für die Personen oder Dinge, die hervorgehoben werden sollen orange. Die Bilder, die rot umrandet sind, zeigen die äußeren Kreise der Stadt bzw. die Gebiete, die vom Klimawandel stark betroffen sind. Vertrocknete Felder, verbrannte Wälder usw. Die Bilder mit grüner Umrandung hingegen sind die Lösungsmöglichkeiten, die zur Mitte des Bildes hin in der gesunden, nicht betroffenen Stadt gezeigt werden. Als Beispiel von Lösungen und grün umrandeten Bildern sind künstliche Bäume/CO2-Filter und begrünte Fassaden.
Konzept:
Der Fokus in meinem Bild liegt auf Hitze, Trockenheit und (eher kleiner gehalten) Überschwemmung. Am Rand des Bildes/der Stadt sollen vertrocknete, überschwemmte und verbrannte Gebiete gezeigt werden. Gebiete, die vom Klima bereits stark betroffen sind. Zur Bildmitte hin wird die Stadt dann wieder bewohnbar und es werden verschiedene Lösungen angezeigt, um der Hitze und Trockenheit entgegenzuwirken. Zum Beispiel weiß gestrichene Häuser, die das Sonnenlicht stärker reflektieren und die Stadt sich somit weniger aufheizt.
Neuer Gedanke: Die verbrannten Gebiete sollen nicht einfach so da stehen. Eine/mehrere Persona(s) (zum Beispiel ein Stadtplaner oder Naturforscher oder beides) befindet sich in diesen Gebieten und versucht dort mit verschiedenen Möglichkeiten die Gebiete wiederzubeleben und bewohnbar zu machen.
Beispiel Persona:
Samira, 24 Jahre alt, studiert Journalismus
Samira erlebte vor ein paar Monaten eine starke Hitzewelle mit 40°C für zwei Wochen. In dem Coffee Shop, in dem sie arbeitet, konnte sie gerade Mal die ersten beiden Stunden normal arbeiten bevor es zu heiß wurde, da die Fenster des Gebäudes viel Hitze reinlassen. Sie war auch besorgt um ihre Oma, weil diese in einem Haus wohnt, das hauptsächlich aus Glas besteht und keine Klimaanlage hat. Als sie nach der Arbeit nach Hause kam, bemerkte sie, dass ihre Pflanzen (nach gerade mal vier Stunden) vertrocknet waren. Ihr Zimmer und ihre Wohnung waren auch total warm und sie musste nachts im Keller schlafen.
Im Bild könnte man sie sehen, wie sie von einem dunklen Haus (aus den heißen, vertrockneten Gebieten) in die Stadt in ein weißes Haus zieht und auch zum Beispiel beim Haus ihrer Oma die Fassade weiß streicht. Außerdem könnte sie den Pflanzen an der Fassade (z.B. wilder Wein) und im Dachgarten beim Wachsen helfen.
Fragen und Ausblick:
Sind Legenden erlaubt?
Ich setze mich nochmal etwas mehr mit den sozioökonomischen Szenarien des UBA auseinander und probiere diese bzw. einen Teil dieser mit einzubauen.
Ansonsten geht es weiter für mich, indem ich die Stadt vorskizziere, schonmal einen Teil ausarbeite, damit mein visuelles Konzept und der Stil klar werden und natürlich müssen noch die restlichen Personas entwickelt werden.
Bis dato habe ich leider nicht viel geschafft. Um zumindest meinen visuellen Stil zeigen zu können, habe ich ein Haus komplett ausgearbeitet. Jedoch hat das ziemlich lange gedauert und ich würde mit dieser Herangehensweise nicht schnell vorankommen.
Als Feedback wurde mir gesagt, dass ich zu verkopft bin und unbedingt lockerer arbeiten muss. Als Hilfe wurde mir gesagt, ich solle mir Vorlagen nehmen und mir davon ein paar Häuser hier und da aussuchen.
Ich muss unbedingt für mich selbst lernen, dass ich bei Projekten einfach lockerer werden muss.
Die folgenden Bilder zeigen zwei Projekte aus Material Knowledge vom WiSe 2023/24 auf. Das erste Projekt ist von meiner damaligen Gruppe und das zweite Projekt ist von einer anderen Gruppe. Die Namen sind in den Bildern unten vermerkt.
Das Projekt „Multifunktionale Überdachung“ befasst sich mit einer Möglichkeit zur Energiegewinnung und Verbesserung des Klimas. In Berlin gibt es zum Beispiel einige Parkplätze, auf denen die Autos ganz in der Sonne ohne Schatten stehen und sich aufheizen, was besonders im Sommer sehr unangenehm ist. Dafür gäbe es eben die Möglichkeit einer Überdachung, die (hier als Plane) über eben diese Plätze gespannt werden kann. Sie spendet Schatten und gleichzeitig sammeln die Solarpanele oben die Energie der Sonneneinstrahlung.
Das ist mein erster Entwurf für die Figuren. Die Farbe Orange wird nur bei meinen Hauptpersonen genutzt. Sie soll dem Betrachter etwas dabei helfen die Personen wiederzuerkennen und ihnen zu folgen. Jede Person hat ein anderes Accessior oder Kleidungsstück, welches orange gefärbt ist.
Dieser Entwurf ist zu detailliert. Im Probedruck geht es zwar einigermaßen, aber für mich ist es auch einfach wichtig innerhalb der letzten 2-3 Wochen nicht zu viel Detail reinzubringen, sondern es einfach etwas abstrakter zu halten. Außerdem hätte dieser Stil vom „suchenden Strich“ sag ich mal nicht zum Rest meiner Stadt gepasst, weil es da eher klare Linien geben wird. Also ein andere Figurentwurf muss her.
Am 29. Juni, zwei Wochen vor der Endpräsentation, habe ich dann auch schonmal meine Stadtansicht. Jetzt geht es ans Weiterarbeiten und ein paar Nachtschichten sind bestimmt auch mit drin, aber ich konnte wenigstens endlich lockerer arbeiten. Das hat schon sehr gut getan, nicht so verkrampft zu versuchen mir etwas zu überlegen. Vorlagen zu nutzen ist mega hilfreich, wenn der Kopf einen Error durchlebt.
Das ist mein Stand zur Abschlusspräsentation. Es ist viel passiert bis dahin und ich bin schon sehr stolz, dass ich innerhalb von 2 Wochen noch so viel schaffen konnte. Die Stadtansicht ist fertig, Farben sind mit drin und auch schon ein paar Menschen. Aber da muss noch mehr passieren, damit es wimmelig(er) wird. Jetzt heißt es bis zur Werkschau weiterarbeiten, weiterarbeiten, weiterarbeiten.
Bis zum 23.7. konnte ich das Wimmelbild für einen letzten Druck nochmal bearbeiten. Es sind noch mehr Menschen und Geschichten dazugekommen. Außerdem noch mehr Details und das Bild sieht jetzt viel gefüllter aus. Es könnte natürlich immernoch mehr sein, aber ich bin damit schon sehr zufrieden.
Es gibt immer wieder Momente, in denen ich mir denke „Ja, das kann man noch hinzufügen und dieses und jenes noch“, aber irgendwann muss man dann auch mal ein bisschen abbremsen, damit man sich nicht übernimmt. Und für die Werkschau reicht es definitiv. Ich freue mich schon drauf es auszustellen :)
Von Anfang an wollte ich die lösungsorientierte Haltung, weil ich Positivität in/mit meinem Wimmelbild verbreiten möchte. Dabei beziehe ich mich besonders auf die Klimafolgen Trockenheit und Hitze. Als sozioökonomische Szenarien aus der Analyse des UBA ziehe ich mir:
den technischen Fortschritt -> mit Hilfe von regenerativen Energien wie Solaranlagen und Windrädern, aber auch einem Energiespielplatz, auf dem die Energie von Kindern als Energie in Batterien gespeichert werden kann, kann Strom produziert werden. Außerdem stehen überall in der Stadt nicht nur natürliche, sondern auch künstliche Bäume als CO2-Filter. Auch diese helfen durch ihre Funktion dabei, dass die Wärme nicht durch den CO2 in der Luft der Stadt 'eingeschlossen' bleibt.
städtebaulicher Wandel in Großstädten -> Die Fassaden der Gebäude werden mit weißer/warmweißer Farbe bemalt sein, damit das Sonnenlicht besser reflektiert werden kann und die Gebäude sich somit weniger aufheizen. Außerdem wird es Dachgärten und Fassadenbegrünung geben, ebenfalls um die Gebäude vor dem Aufheizen zu schützen und die Wohnungen bei Hitze bewohnbarer zu machen.
Flächenneuinanspruchnahme -> am linken Bildrand sollen die Folgen des Klimawandels in Bezug auf Hitze und Trockenheit gezeigt werden. Hier soll der Fokus dann nicht darauf liegen, dass die Flächen bereits neu genutzt wurden, sondern dass es beim verbrannten Wald damit beginnt, dass die Fläche aufgeräumt wird.
Neben diesen Hauptpunkten gibt es in meinem Wimmelbild ebenfalls den Aspekt der Gemeinschaft. Denn trotz der Wärme können die Menschen mit Hilfe der Methoden des Kühlhaltens und Abkühlens die Tage genießen, Dachspaziergänge unternehmen, oder Musikern beim Spielen zuhören und dabei tanzen.
Der Kurs hat mir, trotz meiner Blockade mit dem schnellen Arbeiten, viel Spaß gemacht. Am Anfang war ich mir nicht so ganz sicher, ob mir der Kurs Spaß machen wird, weil ich mich am Thema Klimawandel fast schon überhört/-lesen habe, aber ich konnte viel dazulernen und bin froh diesen Kurs gemacht zu haben. Die Workshops haben mir auch sehr geholfen.
Für mich ist wichtig, dass ich in Zukunft lockerer an Projekte herangehe und mich nicht zu schnell auf etwas festsetze, was mir letztendlich im Prozess im Weg steht. Ich habe gelernt, dass es okay ist Vorlagen zu nutzen, wenn man nicht weiter kommt und trotzdem ein gutes, eigenes Projekt auf die Beine stellen kann.
Ich werde dies auch für die zukünftigen Projekte so beibehalten und mich dahingehend noch verbessern. Danke an Lisa und Yette für diesen Kurs und ihre Inputs und Feedbacks!