In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
„Das strassenfegerMAG ist unsere Straßenzeitung – auf Berlins Straßen verkauft, mit Haltung und nah an den Lebensrealitäten unserer Gäste. Es bietet Betroffenen Sichtbarkeit, Teilhabe und eine eigene Stimme im öffentlichen Raum, zugleich stärkt es unsere Projekte in der direkten Hilfe.“
– Strassenfeger e.V.
Das Ms. Magazine ist eine US-amerikanische Zeitschrift, die 1972 von Gloria Steinem und Dorothy Pitman Hughes im Zuge der zweiten Welle des Feminismus gegründet wurde. Sie gilt als eines der einflussreichsten feministischen Magazine ihrer Zeit und bot eine wichtige Plattform für gesellschaftskritische Debatten.
Das Magazin umfasst Essays, Reportagen, persönliche Erfahrungsberichte sowie politische Analysen, die das Ziel haben, insbesondere Frauen und anderen marginalisierten Gruppen eine Stimme zu bieten, deren Perspektiven in den Mainstream-Medien häufig nicht berücksichtigt werden. Darüber hinaus trug das Ms. Magazine maßgeblich dazu bei, Themen wie Gleichberechtigung, reproduktive Rechte, Arbeitsbedingungen und Gewalt gegen Frauen in die öffentliche Diskussion zu bringen.
- Starke Coverart: Symbole & Satire - provokativ? effektiv!
- Illustrationen statt reine Fotografie (Abgrenzung zu traditionellen, herkömmlichen „Frauenzeitschriften“)
- bunt, hohe Kontraste, LAUT, plakativ
- Vielseitigkeit in der Gestaltung, experimentelles Layout
- zu der Zeit gegen den Strom des kommerziellen Editorial Designs
// Takeaways: symbolische, effektive Bildsprache (1) und das Kind beim Namen nennen, Wortwahl und welchen Raum sie einnimmt (2)
„We were going to call it Sojourner, after Sojourner Truth, but that was perceived as a travel magazine. Then we were going to call it Sisters, but that was seen as a religious magazine. We settled on Ms. because it was symbolic, and also, it was short, which is good for a logo.“
– Gloria Steinem, Co-Founder
Sichtbarkeit: Während meinen Überlegungen für eine neue Rubrik im STRASSENFEGER-Magazin, war es mir vor allem wichtig, das Auftreten des Hefts zu stärken und weiterzudenken. Möglicher- und peinlicherweise bin ich vielleicht eine von wenigen Berliner*innen, die das Magazin vorher noch nie bewusst wahrgenommen haben. Genau daraus entstand für mich die Motivation, einen Weg zu finden, wie man die Sichtbarkeit des STRASSENFEGERS noch ein Stückchen weiter erhöhen kann.
Printmedien: Schnell bin ich bei der Idee gelandet, das aussterbende Printmedium genau für das zu nutzen, was es ist und was es ausmacht. Ich habe mit die Frage gestellt, wie man das Papier, also eine Seite im analogen Heft, nicht nur lesbar, sondern auch interaktiv und wirklich „brauchbar“ gestalten kann.
Kritzeln: Mein Konzept beinhaltet eine Mitmach-Aktion, bei der Leser*innen ihre Kritzeleien einsenden können, indem sie die Brief-Vorlage innerhalb der Seiten des Magazins nutzen. Eine Auswahl wird anschließend auf Sticker gedruckt und gemeinsam mit der nächsten Ausgabe verteilt.
Sticker: So entsteht eine direkte Verbindung zwischen Leser*innen und Magazin. Dadurch erhöht sich nicht nur die visuelle Erkennbarkeit des Magazins, sonder auch das Engagement, während gleichzeitig der von der Redaktion gewünschte „handgemachte“ Charakter erfüllt wird.
Weitere Ideen: Berliner-Stereotypen/Kiez-Quiz, Queering the Map: Berlin Edition, What's in my Bag?
Das Konzept des Redesigns baut auf einem wärmeren und direkteren und Charakter auf, durch den die visuelle Identität des STRASSENFEGERs geschärft und insgesamt eigenständiger, lauter und eindrucksvoller kommuniziert wird. Die Gestaltung soll aufgelockert werden und gleichzeitig emotionalisieren, ohne dabei die sachliche Haltung und die Ernsthaftigkeit des Formats zu verlieren. Ziel ist ein visuell effektiver Auftritt, der die soziale Prägung und Wiedererkennbarkeit des STRASSENFEGERs stärkt.
COVER VERSION 1
COVER VERSION 2
Die Gestaltungselemente für das Redesign des STRASSENFEGER orientieren sich am Stil von Collagen und unterstützen damit den handgemachten Charakter, den sich die Redaktion gewünscht hat. Durch ihre aufwendige Herstellung und die unvermeidbaren Makel wirken Collagen sehr menschlich und dadurch nahbar.
Die Illustrationen wurden mit fotografischen Elementen kombiniert, wodurch eine auffällige, eigenständige visuelle Identität entsteht. Die Hände symbolisieren zusätzlich Menschlichkeit und Intimität. Verzerrte Größenverhältnisse erzeugen zusätzlich Spannung und verleihen dem der Gestaltung eine dynamische, expressive Wirkung.
MELDUNGEN
EINTRITT FREI
ELFRIEDE
KREUZWORTRÄTSEL
Das Redesign beabsichtigt vor allem die Leser*innen zu emotionalisieren und Ihnen durch das Gefühlewecken einen engeren Bezug zum Magazin als auch zum Thema und Inhalt zu ermöglichen. Gleichzeitig stärkt es die Wiedererkennbarkeit und entwickelt eine eigenständige, expressive Identität.
Die Cover sind formatfüllend und dadurch eindrucksvoll, laut und überzeugen durch starke Bildsprache. Die Coverfotos sind un-gestellt und zeigen Menschen in ästhetisch-emotionalen Momenten, wodurch dem Magazin eine authentische und persönliche Wirkung verliehen wird.
Die Rubriken sind illustrativ und plakativ gelöst. Durch die neue Rubrik „Flaschenpost“, entsteht bewusst ein sensibilisierender und möglicherweise schockierender Moment, indem sie Alltagskosten der benötigten Menge an Pfandflaschen gegenüberstellt. Das Corporate Design greift die Gestaltung der Cover auf und führt sie konsequent durch das gesamte Magazin.