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Service Design Basics [WiSe 25/26]

Service Design Basics [WiSe 25/26]

Im Moduls Service Design Basics von Prof. Reto Wettach erhielten wir zunächst eine Einführung in zentrale Methoden des Service Designs. Zu Beginn des Kurses erstellten wir eine Customer Journey Map zum Thema Studienwahl, basierend auf eigenen Erfahrungen. Ziel dieser Übung war es, ein grundlegendes Verständnis für Nutzerperspektiven und die Visualisierung von Prozessen zu entwickeln.

Im weiteren Verlauf des Kurses arbeiteten wir in Gruppen an einem eigenen Thema. Unsere Gruppe entschied sich für den Bereich „Studierende auf Jobsuche“, mit einem besonderen Fokus auf Design-Studierende. Ziel war es, die Herausforderungen in diesem Kontext zu verstehen und darauf aufbauend eine passende Service-Lösung zu entwickeln.

Forschungsphase (Research)

Zu Beginn des Kurses erstellte ich eine Customer Journey Map zum Thema Studienwahl, basierend auf eigenen Erfahrungen. Ziel dieser Übung war es, ein grundlegendes Verständnis für Nutzerperspektiven und die Visualisierung von Prozessen zu entwickeln.

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Im weiteren Verlauf des Kurses arbeiteten wir in Gruppen an einem eigenen Thema. Unsere Gruppe entschied sich für den Bereich „Studierende auf Jobsuche“, mit einem besonderen Fokus auf Design-Studierende. Ziel war es, die Herausforderungen in diesem Kontext zu verstehen und darauf aufbauend eine passende Service-Lösung zu entwickeln.

Zu Beginn unserer inhaltlichen Arbeit erstellten wir eine Stakeholder Map, um einen Überblick über alle relevanten Akteure im Kontext der studentischen Jobsuche zu erhalten. Dazu gehörten unter anderem Studierende, Arbeitgeber, Jobplattformen und Hochschulen. Diese half uns, das System ganzheitlich zu betrachten und erste Zusammenhänge zu erkennen.

Darauf aufbauend führten wir qualitative Interviews mit Studierenden durch, um persönliche Erfahrungen, Bedürfnisse und Herausforderungen besser zu verstehen. Ziel war es, echte Einblicke in die Jobsuche zu gewinnen und nicht nur auf Annahmen zu basieren.

Ergänzend nutzten wir Cultural Probes, sowohl in analoger als auch in digitaler Form. Die digitale Probe „Experience Snippet“ ermöglichte es den Teilnehmenden, ihre Interaktion mit Jobplattformen direkt festzuhalten und zu reflektieren. Dadurch konnten konkrete Nutzungssituationen und Probleme im Moment der Erfahrung sichtbar gemacht werden.

Diese Kombination aus Methoden half uns, sowohl das Verhalten als auch die Emotionen und Bedürfnisse der Nutzer*innen besser zu verstehen.

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Wichtiger.pngWichtiger.png
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Digitale Cultural Probe Seite.pngDigitale Cultural Probe Seite.png

Insights

Aus der Research-Phase konnten mehrere zentrale Erkenntnisse abgeleitet werden:

Studierende suchen Nebenjobs nicht nur zur Finanzierung ihres Lebensunterhalts, sondern auch, um relevante Berufserfahrung zu sammeln und sich fachlich weiterzuentwickeln.

Viele Jobplattformen bieten zu wenig relevante oder gut gefilterte Angebote, was die Suche ineffizient und frustrierend macht.

Wichtige Informationen wie Gehalt, Aufgabenbereiche oder Unternehmensstrukturen sind oft nicht transparent dargestellt.

Zusätzlich entsteht Unsicherheit durch fehlende Rückmeldungen und mangelnde Kommunikation im Bewerbungsprozess.

Problemdefinition & "How Might We"

Die bestehende Jobsuche ist für Studierende häufig unübersichtlich und wenig zielführend. Relevante Angebote sind schwer zu finden, und wichtige Informationen fehlen oder sind unklar. Dadurch entsteht Frustration und Unsicherheit im Bewerbungsprozess.

Auf Basis der Erkenntnisse formulierten wir mehrere „How Might We“-Fragen. Der Fokus lag schließlich auf folgender Fragestellung:

„Wie können wir Studierende, die sich im Bewerbungsprozess unsicher fühlen, dabei unterstützen Jobs zu finden, die Sicherheit, Sinn und gute Führung bieten?“

Ideation Workshop

Zur Entwicklung von Lösungsansätzen führten wir einen Ideation-Workshop durch. Dabei nutzten wir Methoden wie Inspirationseinheiten, „Crazy 8“ zur schnellen Ideenfindung, Clustering zur Strukturierung sowie Dot-Voting zur Priorisierung.

Im Verlauf des Workshops wurde deutlich, dass nicht nur Studierende Schwierigkeiten bei der Jobsuche haben, sondern auch Unternehmen oft nicht genau wissen, welchen Designbedarf sie haben. Daraus entwickelte sich ein neuer Ansatz, der beide Seiten stärker miteinander verbindet.

Konzeptentwicklung & Finale Idee

Die finale Idee ist eine App, die Design-Studierende und Arbeitgeber gezielt miteinander verbindet. Dabei gibt es zwei Perspektiven: eine für Studierende und eine für Unternehmen.

Die zentrale Idee besteht darin, dass Unternehmen ihren eigenen Workflow analysieren und dadurch Design-Schwächen identifizieren. Auf Basis dieser Analyse werden passende Werkstudierende vorgeschlagen, die genau zu diesen Anforderungen passen. 

Hauptfunktionen

Arbeitgeber-Seite: - Eingabe und Analyse des eigenen Unternehmensflows

- Visualisierung von Design-Schwächen
(z. B. im Bereich Social Media oder Marketing)

- Automatisches Matching mit geeigneten Studierenden

- Direkter Chat mit zeitlicher Begrenzung

Studierenden-Seite: - Kontaktaufnahme durch Arbeitgeber

- Upload von Portfolio und relevanten Dokumenten

- Vereinfachter Bewerbungsprozess

- Fokus ausschließlich auf Design-Jobs

Abschlusspräsentation.pdf PDF Abschlusspräsentation.pdf

Prototyping & Testings

Die Idee wurde in Form eines  Mid-Fidelity-Prototyps in Figma umgesetzt. Ziel war es, die grundlegende Funktionsweise und Nutzerführung der App darzustellen und frühzeitig Feedback zu erhalten, ohne sich auf visuelle Details zu konzentrieren.

Arbeitgeber.pngArbeitgeber.png
Arbeitnehmer.pngArbeitnehmer.png

Im anschließenden User Testing wurde der Prototyp mit potenziellen Nutzer*innen getestet.

Positive Aspekte:

Die Grundidee des Matchings wurde gut verstanden.

Die Analysefunktion wurde als sinnvoller Mehrwert wahrgenommen.

Die zeitlich begrenzte Chatfunktion wurde als hilfreich eingeschätzt.

Verbesserungspotenziale:

Die Analyse für Arbeitgeber sollte verständlicher gestaltet werden, da viele Schwierigkeiten haben, Designaspekte selbst einzuschätzen.

Profilseiten für Studierende und Unternehmen sollten stärker ausgebaut werden, um Vertrauen zu schaffen.

Studierende sollten nicht nur passiv kontaktiert werden, sondern auch aktiv nach Jobs suchen können.

Standort, Remote-Arbeit und Jobdauer sollten klarer dargestellt werden.

Die Seriosität von Arbeitgebern sollte durch mehr Transparenz erhöht werden.

Diese Ergebnisse zeigen, dass das Konzept grundsätzlich funktioniert, jedoch in Bezug auf Verständlichkeit, Transparenz und Kontrolle weiter optimiert werden muss.

Reflexion

Im Verlauf des Projekts wurde deutlich, wie wichtig eine fundierte Research-Phase für den gesamten Designprozess ist. Viele anfängliche Annahmen erwiesen sich als zu oberflächlich und konnten erst durch Interviews und Tests konkretisiert werden.

Besonders wertvoll war die iterative Arbeitsweise. Durch die verschiedenen Research-Methoden, konnten Painpoints schnell erkannt identifiziert werden.

Darüber hinaus wurde klar, dass Service Design nicht nur darin besteht, eine Lösung zu entwickeln, sondern vor allem darin, Probleme ganzheitlich zu verstehen und verschiedene Perspektiven zu berücksichtigen.

Fazit & Ausblick

Im Verlauf des Projekts wurde deutlich, wie wichtig eine fundierte Research-Phase für den gesamten Designprozess ist. Viele anfängliche Annahmen erwiesen sich als zu oberflächlich und konnten erst durch Interviews und Tests konkretisiert werden.

Besonders wertvoll war die iterative Arbeitsweise. Durch die verschiedenen Research-Methoden, konnten Painpoints schnell erkannt identifiziert werden.

Darüber hinaus wurde klar, dass Service Design nicht nur darin besteht, eine Lösung zu entwickeln, sondern vor allem darin, Probleme ganzheitlich zu verstehen und verschiedene Perspektiven zu berücksichtigen.

Das entwickelte Konzept zeigt einen neuen Ansatz für die Jobsuche im Designbereich, indem nicht nur Studierende nach Jobs suchen, sondern Unternehmen aktiv ihren Bedarf analysieren und passende Kandidat*innen finden.

Für die Zukunft könnte die Plattform weiter ausgebaut werden, beispielsweise durch ein Bewertungssystem, detailliertere Profile oder eine Erweiterung auf andere Fachbereiche.

Insgesamt bietet das Projekt eine solide Grundlage für die Weiterentwicklung eines nutzerzentrierten Services im Bereich der studentischen Jobsuche.

Fachgruppe

Interfacedesign

Art des Projekts

Keine Angabe

Betreuer_in

foto: Prof. Reto Wettach

Zugehöriger Workspace

Service Design Basics

Entstehungszeitraum

Wintersemester 2025 / 2026