In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Das Konzept von Träumen fasziniert mich, seit ich denken kann. Das Reden über das darin Erlebte ist ein fester Bestandteil meines Lebens geworden und irgendwann habe ich auch angefangen, ein Traumtagebuch zu führen. Daraus entstand die Idee, ein visuelles Traumtagebuch zu erstellen, das sich fragmenthaft an echten Träumen orientiert.
Im Laufe der Jahre hat sich bei mir ein umfangreiches Bildkonvolut angesammelt, egal ob analog, digital oder in Form von Renderings. Über den Kursverlauf hinweg hat sich herrauskristallisiert das ich aus meinen knapp 1500 Renderings neue Zusammenhänge herstellen kann.
Eine Grundrichtung, welche den Prozess ständig begleitet hat, war der Gedanke, dass sich der Zuschauer von einem Szenario zum nächsten springen soll, ohne dabei sich zu sehr ausruhen zu können, was vielleicht als Nächstes um die Ecke kommt.
Das Layout, das mit vielen Rahmen und Pausen angefangen hatte, wurde mit jeder Version ein Stück dichter. Einzelseiten wurden zu Paaren und selbst Doppelseiten wurden schließlich komplett randabfallend angelegt. Generell musste nicht alles logisch zusammenhängen, sondern nur einen guten Flow bekommen.
Themen, welche teilweise stark den Gestaltungsprozess geprägt haben, waren z.B.: rätselhafte Welten, Rendering Technik, Informationsverarbeitung im Gehirn, Schlafforschung, Bildwarheiten, Medienphilosophie & was Bilder bedeuten.
Generelle Photobuch-Guidelines, welche mir im Kurs viel geholfen haben, sind folgende:
- keine wilden Aspect ratios
- Nicht zu viele unterschiedliche Bildgrößen/Formate
- Am Anfang immer engere Regeln haben und dann später vielleicht ausbrechen (hab ich mehr formate, layouts, mood breaker, etc.)
- Bilder physisch Aufhängen, halten es die Bilde aus länger zu hängen?
- pairs/solos/Abfolgen finden (physisch Bilder nehmen und neben andere Halten)
- Mini-dummy buch um layout/Reihenfolge zu testen
- Langlebig machen: Man muss nicht alle Register ziehen/Möglichkeiten nutzen sondern sich auch zurücknehmen, wenn es dem Buch gut tut
Ein Learning, das mich vermutlich am meisten in Zukunft begleiten wird, hat mit dem Format der Serie zu tun. Mich selbst hat das ganz schön überrascht, zu sehen, wie schnell man durch die richtige Sequenz ganz andere Aspekte hervorheben und formen kann. Aus Ausstellungen und Fotobüchern war mir das zwar irgendwie auch bewusst, aber in meiner eigenen Arbeit habe ich diesen Aspekt bisher stark unterschätzt.