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Praxissemester      @ THE GOODWINS

Praxissemester @ THE GOODWINS

Während meines Praktikums im Wintersemester 2025/2026 durfte ich Teil der Kreativagentur THE GOODWINS in Berlin sein.

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Über die Agentur

THE GOODWINS hat ihren Sitz im Prenzlauer Berg – genauer gesagt in einem charmanten, ehemaligen Kindergarten mit Garten, den sie sich mit anderen Start-ups teilen.

Die Geschichte der Agentur begann mit einem klaren Ziel: Verantwortung übernehmen. Deshalb arbeitet THE GOODWINS nur mit Unternehmen und Marken, die sich für nachhaltiges Wirtschaften einsetzen oder Potenzial dazu haben. Nachhaltigkeit ist dabei kein leeres Versprechen, sondern durchzieht alle Prozesse – von der Strategie bis zur Umsetzung.

Das Nachhaltigkeitsversprechen war auch einer der Hauptgründe, warum ich mich bei THE GOODWINS beworben habe, da ich dadurch wusste, dass ich für Kund*innen arbeite, deren Werte ich vertreten kann.

Das Kund*innenspektrum der Agentur ist so bunt wie die Aufgaben: von bekannten Unternehmen wie Kleinanzeigen über NGOs wie WWF bis hin zu Parteien wie Bündnis 90/Die Grünen. Die Projekte reichen von Plakatkampagnen und Media Stunts über Webdesign und Publikationen bis zu Werbefilmen.

Mein Alltag

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Anfangs arbeitete ich immer vor Ort, aber als es dann zur Halbzeit meines Praktikums vor Weihnachten im Office immer leerer wurde, habe ich auch immer wieder im Homeoffice gearbeitet.

Montagmorgens begann jede Woche mit einem Kick-Off-Meeting: Zeitpläne, Deadlines, Aufgaben für alle Kund:innen wurden besprochen, neue Pitches und Geschäftsmöglichkeiten vorgestellt.

Am Dienstag traf sich das Kreationsteam, um sich aktuelle Kampagnen anzuschauen. Hier konnte ich viel über die Herangehensweisen anderer Agenturen lernen und neue Impulse für die eigene Arbeit sammeln.

Mittwochs standen entweder interne Projektpräsentationen auf dem Programm, bei denen abgeschlossene Projekte vorgestellt wurden, oder es gab spannende Inputs zu Themen wie Künstlicher Intelligenz oder anderen Innovationen.
Künstliche Intelligenz war generell ein großes Thema: Es wurden ständig neue Tools und Funktionen geteilt, und man wurde dazu motiviert, selbst viel zu prompten – besonders für Pitches, um Kund:innen direkt visuelle Eindrücke zu liefern.

Mein Arbeitsalltag war anfangs noch etwas ruhig, weil ich erst wenige Aufgaben hatte. Das änderte sich aber schnell – spätestens als zum Jahresende neue Projekte anrollten und die Grippewelle das Team dezimierte, wurde jede Unterstützung gebraucht.

Meine Aufgaben waren sehr vielfältig: Ich recherchierte Bilder für Kleinanzeigen, entwickelte Black-Friday-Ideen fürs Konzerthaus Berlin, gestaltete Printprodukte für Bündnis 90/Die Grünen und den WWF, erstellte eine Publikation und Grafiken für das kommunale Wohnungsunternehmen KSG, bereitete Workshops und Pitches für Seeberger und den WWF vor und produzierte den Jahresendfilm – inklusive kreativem Austoben in After Effects. Es wurde also nie langweilig!

Auch in der zweiten Hälfte meines Praktikums durfte ich bei vielen Projekten dabei sein! Ich habe Entwürfe für eine Website gemacht, einen Brand Guide entwickelt und konnte dabei zusehen, wie KI Kampagnen für unterschiedliche Kund*innen erstellt wurden. Es war spannend zu sehen, was sowohl im Bewegtbild als auch mit Bildern mittlerweile möglich ist und wie coole Motive entstehen. 

Mein Highlight war aber auf jeden Fall ein Unternehmensfilm, bei dessen Konzeption und Dreh ich dabei sein konnte. Es war cool, bei einer Zusammenarbeit mit einer Produktionsfirma dabei sein zu dürfen und sehen zu können, wie diese Arbeiten. Ich habe von einigen Mitarbeitenden (u.a. dem CEO) Porträtfotos erstellen dürfen, was sehr aufregend war, aber auch total viel Spaß gemacht hat.

Rahmenbedingungen

Was die Rahmenbedingungen angeht, war mein Praktikum leider ziemlich schlecht bezahlt. Um mich überhaupt finanzieren zu können, musste ich weiterhin in meinem Werkstudi-Job arbeiten. Das war manchmal wirklich frustrierend, weil ich oft das Gefühl hatte, dass ich ohne die ständige Erschöpfung durch die Doppelbelastung noch viel mehr hätte leisten können.

Zum Mittagessen gingen meine Kolleg:innen meistens in die Restaurants in der Umgebung. Für mich war das bei meinem Gehalt und den Preisen im Prenzlauer Berg aber einfach nicht drin. Das hat es mir am Anfang ehrlich gesagt schwerer gemacht, Anschluss zu finden.

Warum ich mich für ein Praktikum in einer Agentur entschieden habe? Ich wollte unbedingt mal erleben, wie es ist, für viele verschiedene Kund:innen mit ganz unterschiedlichen Anforderungen zu arbeiten – und nicht immer nur nach derselben CI, wie in meinen Werkstudi-Jobs. Diese Abwechslung hat mir richtig gut gefallen. Gleichzeitig habe ich aber auch gemerkt, wie hoch das Arbeitspensum in Agenturen ist – Überstunden und Stress gehören da fast schon zum Alltag, weil alles am liebsten sofort fertig sein soll.

Fazit

Alles in allem habe ich im Praktikum viel Neues gelernt und wichtige Erfahrungen gesammelt, die mir bei meiner beruflichen Orientierung nach dem Studium helfen. Vor allem im Bereich KI bin ich sicherer geworden und habe meine Prompting-Skills verbessert. Zusätzlich habe ich einen realistischen Einblick in die Abläufe und die Arbeit mit Kund:innen in einer Agentur bekommen.

Ein Projekt von

Fachgruppe

Sonstiges

Art des Projekts

Keine Angabe

Betreuer_in

foto: Prof. Reto Wettach

Zugehöriger Workspace

2.23-PS (SPO 2019)| 901 (SPO 2025) Praxissemester - Praktikum & Praxisbericht

Entstehungszeitraum

Wintersemester 2025 / 2026