Incom ist die Kommunikations-Plattform der Fachhochschule Potsdam

In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre

Incom ist die Kommunikations-Plattform der Fachhochschule Potsdam mehr erfahren

Usability Basics

Im Interfacedesign-Grundlagenkurs »Usability Basics« haben wir relevante Theorien und Methoden zur Benutzungsfreundlichkeit behandelt und erprobt.

Die zentralen Methoden, mit denen wir uns in diesem Kurs befasst haben, sind die Heuristische Evaluation, der Cognitive Walkthrough, das Usability Testing sowie die Entwicklung von Fragebögen.

Unser Ziel im Rahmen des Kurses war es, eine Usability-Evaluation durchzuführen, bei der wir die passenden Methoden auswählen, sie nachvollziehbar anwenden und die Ergebnisse plausibel interpretieren und verständlich aufbereiten.

Heuristische Evaluation

In dieser Übung haben Lisa und ich zu zweit eine Heuristische Evaluation der Website der FH Potsdam durchgeführt. Mithilfe der 10 Heuristics for User Interface Design von Nielsen & Molich haben wir die Seite systematisch auf ihre Benutzerfreundlichkeit hin evaluiert.

Unsere detaillierten Ergebnisse und die Analyse der Usability-Probleme befinden sich auf unserem Miro-Board als auch in der Präsentation nachzulesen.

Cognitive Walkthrough

Für diese Übung haben wir einen Cognitive Walkthrough vorbereitet und durchgeführt. Das Ziel war es, die Website der FH Potsdam aus der Perspektive eines neuen Nutzers zu analysieren, indem wir eine Reihe von Schritten durchgehen, die für die Zielerreichung notwendig sind.

Dafür haben wir detaillierte Personas entwickelt, die potenzielle Nutzer repräsentieren, sowie spezifische Szenarien mit expliziten Aufgaben formuliert. Wir haben uns in die Rolle dieser Personas hineinversetzt und sind die Aufgaben Schritt für Schritt durchgegangen, um mögliche Usability-Hürden zu identifizieren.

Unsere erstellten Personas und Szenarien sowie die Präsentation unserer Ergebnisse sind hier beigefügt.

Personas & Szenarien.pdf PDF Personas & Szenarien.pdf

Fragebogen-Entwicklung

Im Rahmen dieser Aufgabe haben wir einen Fragebogen zur Usability der Studienplattform incom erstellt. Dieser richtet sich gezielt an Studierende des Fachbereichs Designs der FHP, um ihre Erfahrungen mit der Plattform zu erfassen.

Unser Ziel war es, herauszufinden, wie Studierende die Plattform im Alltag nutzen, was gut funktioniert und wo es Verbesserungspotenzial besteht.

Lisa_Svenja_fragebogen_zur_studienplattform_incom.pdf PDF Lisa_Svenja_fragebogen_zur_studienplattform_incom.pdf

Das Finale Projekt: Testdesign

Forschungsfrage für die FHP-Website:

Wie gut können potenzielle Studienanfänger ohne Vorkenntnisse über Studiengänge oder den Bewerbungsprozess die relevanten Informationen zur Studienorientierung, Bewerbung und zum studentischen Leben (z.B. Wohnungssuche) auf der Website der FH Potsdam finden und verstehen?

konkretes Nutzungsszenario:

„Lea (26 Jahre alt) hat nach ihrer Ausbildung ein paar Jahre gearbeitet und gemerkt, dass sie sich beruflich verändern möchte. Sie spielt mit dem Gedanken, ein Studium zu beginnen, hat aber noch keine konkrete Vorstellung, welcher Studiengang oder welche Hochschule zu ihr passen könnte. Auf der Suche nach Inspiration ist Lea auf die Website der FH Potsdam gestoßen. Sie möchte sich dort über verschiedene Studienbereiche informieren, herausfinden, ob ein Studium an der FHP ihren Interessen und Zielen entspricht, wie der Bewerbungsprozess für Quereinsteiger oder Studienanfänger nach längerer Pause aussieht und welche Unterstützungsangebote oder Informationen zum studentischen Leben (z.B. Finanzierung, Wohnmöglichkeiten, Vereinbarkeit mit Berufserfahrung) für sie relevant sein könnten.“

Forschungsthesen:

Thesen:

These 1 (Studienorientierung): Potenzielle Studienanfänger finden auf der FHP-Website intuitiv und schnell eine Übersicht über die angebotenen Studiengänge und können sich einen ersten Eindruck von den Inhalten verschaffen.

These 2 (Bewerbungsprozess): Der Prozess von der Informationssuche zur vollständigen Bewerbung (Voraussetzungen, Fristen, benötigte Dokumente) ist auf der FHP-Website klar und verständlich dargestellt.

These 3 (Informationen zum studentischen Leben): Informationen zur Wohnungssuche, Finanzierung oder zum studentischen Alltag sind für Studieninteressierte auf der Website leicht zugänglich und hilfreich.

These 4 (Orientierung & Navigation): Die allgemeine Navigation und Informationsarchitektur der FHP-Website ermöglicht es einem „Frischling“ ohne Vorkenntnisse, sich effizient zurechtzufinden, ohne sich überfordert oder verloren zu fühlen.

These 5 (Karriereperspektiven & Internationale Möglichkeiten): Informationen zu Karrieremöglichkeiten nach dem Studium, Weiterbildungsangeboten und Optionen für Auslandssemester sind für potenzielle Studienanfänger auf der FHP-Website leicht auffindbar, verständlich und ansprechend präsentiert.


Moderierter Usability-Test mit Thinking Aloud (Primärmethode)

Diese Methode ist ideal, um das tatsächliche Nutzerverhalten zu beobachten und gleichzeitig tiefe Einblicke in die Gedanken und Wahrnehmungen der Nutzer zu gewinnen. Durch das „Thinking Aloud“ können wir verstehen, warum Nutzer bestimmte Entscheidungen treffen, wo sie Schwierigkeiten haben und was sie erwarten. Der Moderator kann bei Bedarf eingreifen, um Fragen zu stellen oder den Nutzer zu ermutigen, seine Gedanken zu äußern.

Protokoll & Einverständniserklärung zum Ausfüllen

Usability Basics_Testdesign_zumAusfüllen.pdf PDF Usability Basics_Testdesign_zumAusfüllen.pdf

Online-Fragebogen (Sekundärmethode)

Diese Methode ist ideal, um die subjektive Wahrnehmung einer breiteren Stichprobe von potenziellen Studienanfängerinnen zu erfassen. Mit dem Fragebogen können wir quantitative Daten sammeln, um die Ergebnisse aus den beobachteten Tests statistisch zu untermauern. Wir können feststellen, ob die im Usability-Test beobachteten Probleme oder positiven Erfahrungen auch von einer größeren Gruppe von Nutzerinnen als relevant wahrgenommen werden. Der Online-Fragebogen dient somit dazu, die Tiefenblicke aus den Tests zu validieren und zu verallgemeinern.

Abschließend:

Die Konzeption dieses Testdesigns hat mir gezeigt, wie eine Usability-Evaluation von Grund auf geplant werden muss. Es war eine Herausforderung, die im Kurs erlernten theoretischen Methoden wie die Heuristische Evaluation und den Cognitive Walkthrough in ein kohärentes, praktisches Testdesign zu überführen. Die Kombination aus einem qualitativen Usability-Test und einem quantitativen Fragebogen erlaubt es mir, die Usability der FHP-Website von mehreren Seiten zu beleuchten und so eine umfassende Datenbasis für potenzielle Optimierungen zu schaffen. Mit diesem Testdesign habe ich nun alle notwendigen Werkzeuge in der Hand, um die Benutzerfreundlichkeit der Website für Studieninteressierte gezielt zu untersuchen und fundierte Empfehlungen abzuleiten.

Fazit

Der Kurs „Usability Basics“ hat mir gezeigt, dass Usability-Evaluation mehr ist als nur das Durchführen von Tests. Ich habe gelernt, wie man ein Testdesign strategisch plant, indem man die richtigen Methoden auswählt. Die Anwendung der Heuristischen Evaluation und des Cognitive Walkthroughs hat mir ein tieferes Verständnis für die Praxis vermittelt. Besonders wertvoll war die finale Aufgabe, die mir gezeigt hat, wie man qualitative und quantitative Methoden intelligent miteinander verknüpfen kann, um eine professionelle Analyse zu erstellen.

Ein Projekt von

Fachgruppe

Interfacedesign

Art des Projekts

Keine Angabe

Zugehöriger Workspace

Usability Basics

Entstehungszeitraum

Sommersemester 2025