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AD HOC

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Eine App zur Verbindungssuche mit integrierter Turn-By-Turn Navigation im Öffentlichen Nahverkehr. Entstanden im Kurs Map Interfaces bei Marcus Paeschke und Sebastian Meier im Wintersemester 2012/13 an der Fh Potsdam.

Die Wahl des Namens begründet sich im reduzierten Funktionsumfang der App. Die Verbindungssuche ist immer nur zum aktuellen Zeitpunkt und vom aktuellen Standort aus möglich. Man hat die Möglichkeit, bestimmte Ziele als Favorit hinzuzufügen und diese direkt nach dem Start der App auszuwählen. Per Turn-By-Turn Navigation wird der User von seinem aktuellen Standpunkt bis zum Ziel geführt.

Im Rahmen des BVG-Entwicklertages Apps and the City, am 29.11.2012 in Berlin, entwickelten wir das Konzept für eine App zur Verbindungssuche, die neben den gängigen öffentlichen Verkehrsmitteln auch Services wie Car2Go, Call A Bike und sogar Taxifahrten mit in die Verbindungssuche integriert.

Es entstanden erste Skizzen und ein Papierprototyp:

Bei der Recherche zu Referenzprojekten mussten wir feststellen, dass die App Moovel, mit nahezu dem gleichen Konzept, schon im AppStore vertreten ist. www.moovel.com

Moovel bietet – bisher nur für Berlin und Stuttgart – eine Verbindungssuche, die verschiedene Verkehrsmittel und -wege zusammenführt.

Moovel im AppStore

FahrInfo Berlin ist eine aktuelle Fahrplanauskunft für Berlins S- und U-Bahnen, Busse und Trams. Nach Eingabe der Abfahrts- und Ankunftshaltestelle, erhält man eine Liste mit den drei nächstbesten Verbindungen zum Ziel.

FahrInfo Berlin im Appstore

DB Navigator ist der Routenplaner der Deutschen Bahn. Es können Buchungsprofile angelegt, nächstgelegene Haltestellen per Augmented Reality oder Google Maps angezeigt, und Ziele oder Verbindungen als Favoriten hinzugefügt werden.

DB Navigator im Appstore

Nach Analyse der Referenzprojekte Moovel, FahrInfo Berlin und DB Navigator entschieden wir uns dazu, von unserer ursprünglichen Idee, der intermodalen Verbindungssuche, Abstand zu nehmen.

Was uns bei allen Referenzprojekten fehlte, war die Tatsache, dass die Wegstrecken zu und zwischen den Haltestellen nur sehr ungenau erklärt, bzw. dargestellt werden (siehe Beispiel DB Navigator). Dies brachte uns auf die Idee eine Turn-By-Turn Navigation in unsere Anwendung zu integrieren.

Um uns noch weiter von den gängigen Anwendungen abzugrenzen, suchten wir nach neuen Darstellungsformen für die Anzeige der Verbindungen und experimentierten mit Kreiselementen.

Zu Beginn arbeiteten wir an der Entwicklung einer neuen Darstellungsform für die Anzeige der Verbindungen. Die Entscheidung für das Kreiselement begründet sich durch folgende Eigenschaften:

  • Verschafft einen guten Überblick über die Verbindung ohne scrollen zu müssen
  • Der zeitliche Ablauf einer Verbingung wird nicht linear sondern geschlossen visualisiert
  • Visuelle Anlehnung an einen Kompass
  • Abgrenzung zu der gängigen Darstellung in Form von Balken
Es war uns besonders wichtig, dass der Fokus auf der Karte liegt und versuchten deshalb alle Elemente als Layer über die Karte zu legen.

Nachdem der User ein Ziel bestimmt hat werden ihm die drei nächstmöglichen Verbindungen angezeigt.

Der aktuelle Standort des Users wird in der Mitte der Kreiselemente angezeigt, der bunte Ring stellt die gewählte Verbindung mit den einzelnen Teilstrecken dar.

Da die Kreiselemente zu viel von der unmittelbaren Umgebung des Benutzers auf der Karte verdeckten, entscheiden wir uns dazu das Element größer darzustellen.

Der äußere graue Ring dient dazu einen zeitlichen Bezug herzustellen. Die Unterteilung erfolgt entweder in gleichmäßigen Abständen, oder entsprechend der Dauer der Teilstrecken.

Verschiedene Möglichkeiten zur visualisierung der verstrichenen Zeit, bzw. der zurückgelegten Strecke.

Details zu Teilstrecken. Zu kleine Schriftgrößen bei zu vielen Infos oder bei langen Haltestellen-Namen stellten hier ein großes Problem dar.

Verschiedene Möglichkeiten zur Darstellung der Turn-By-Turn Navigation.

Um das Kreiselement auch für die Navigation innerhalb der App nutzen zu können, entwickelten wir verschiedene Ansätze zur Steuerung der Menüs:

Da sich die Ansätze in der Praxis als eher umständlich erwiesen, verfolgten wir diese nicht weiter.


Mit der Darstellung der Kreiselemente waren wir im Prinzip schon sehr zufrieden. Für die eigentliche Suche – also der Eingabemaske für Start, Ziel und Zeit – hatten wir aber bisher noch keine zufriedenstellende Darstellungsform gefunden, die sich von der der Referenzprojekte unterschied.

Wir begannen unser Konzept noch einmal komplett zu überdenken und entschieden uns dazu, den Funktionsumfang drastisch einzuschränken:

  • Verbindungssuche nur vom aktuellen Standpunkt und zur aktuellen Zeit möglich
  • Möglichkeit zum Speichern von Favoriten (häufige Ziele)
  • Turn-By-Turn Navigation
Durch die Navigation über Gesten innerhalb der App, war es uns möglich, auf eine umständliche Menüführung zu verzichten. Favoriten werden beispielsweise durch Ziehen des Kreiselements in den unteren Bildschirmbereich gespeichert. Durch das Ziehen in den oberen Bereich wird die Navigation abgebrochen.


Usecase 1
User ohne, oder nur mit sehr geringen Ortskenntnissen, der von seinem aktuellen Standort aus zu einem bestimmten Ziel möchte, beispielsweise ein Tourist.

Usecase 2
User, der viel mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist und oft spontan von A nach B muss, beispielsweise ein Journalist oder ein Reporter. Er ist darauf angewiesen, dass er Wege zu und zwischen Haltestellen schnell findet.

Unser Ziel ist es weiter an der Entwicklung unserer App zu arbeiten und mit einem funktionsfähigen Prototypen auf dem iPhone User-Tests durchzuführen um unser System zu evaluieren.

Wir können uns gut vorstellen, dass unsere Anwendung bei vielen Benutzern Anklang finden würde und streben deshalb eine Veröffentlichung im AppStore an.

Art des Projekts

Studienarbeit im Hauptstudium

Betreuung

Marcus Paeschke

Zugehöriger Workspace

Map Interfaces

Entstehungszeitraum

Wintersemester 2012/2013