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Segway Routing

Segway Routing

Segway Routing ist eine iPad App, die es Segway-Touren-Anbietern ermöglicht Gruppen guidelos durch die Stadt fahren zu lassen.

Die Idee

Die Information, dass der Segway-Touren-Anbieter "yoove" eine Möglichkeit sucht seine Kunden auch ohne einen Guide mit dem Segway durch Berlin zu führen, bekamen wir von einer Kommilitonin. Wir setzten uns zusammen und überlegten uns, wie guidelose Touren mit Segways aussehen könnten. Schnell war uns klar, dass es auf eine Art Navigationssystem auf einem mobilen Gerät hinauslaufen wird.
Angesichts der Größe und Bedienbarkeit entschieden wir uns für unser Konzept mit einem iPad zu arbeiten.

Nach mehrmaligen Versuchen mit den Geschäftsführern von Yoove einen Termin zu vereinbaren, die leider immer wieder verschoben wurden, setzten wir unsere Konzepte ohne Branding fort.


Referenzprojekte

Für unseren Ausbau der Konzepte suchten wir natürlich auch andere Anbieter, die sich in irgendeiner Form mit Touren und Führungen auseinandersetzen. Beim Research fanden wir 3 Apps an denen wir uns mehr oder weniger orientierten und gewisse Dinge in unser Konzept einbringen bzw. verbessern konnten.

Die Konzeption

Der User kann zu Beginn zwischen drei Tour-Arten wählen:
Thementour, Individuelle Tour & Entdeckungstour.

Thementour:
Es gibt drei Thementouren (Berlin Highlights, Berlin Inside und Berlin X-Berg) zwischen denen der User auswählen kann. Der Sinn dahinter ist es, dem Kunden vorgefertigte Touren anzubieten, falls er sich z.B. gar nicht in Berlin auskennt.
Er hat die Möglichkeit sich alle Sehenswürdigkeiten in einer Slideshow vorher anzuschauen, um sich inspirieren zu lassen und zu sehen, was ihn bei jeder einzelnen Tour erwartet.

Individuelle Tour:
Wir stellten für diese Tour einen Pool an Sehenswürdigkeiten zusammen, die natürlich immer erweitert werden können.
Der User bekommt eine Karte von Berlin zu sehen und eine Liste aller POIs. Zusätzlich wurden diese auch noch auf der Karte zur besseren Orientierung eingebunden.
Der Sinn dieser individuellen Tour besteht darin, dass sich der Kunde seine eigene Route beliebig zusammenstellen kann. Für jede Sehenswürdigkeit gibt es eine kleine Information und die Möglichkeit diese in den "Warenkorb" in der unteren rechten Ecke mit aufzunehmen. Die App berechnet direkt für die Tour die beste Route.
Im Warenkorb kann der User sofort alle ausgewählten Sehenswürdigkeiten sehen. Zusätzlich bekommt er eine Information für die veranschlagte Zeit und die Distanz die er zurücklegen wird.

Entdeckungstour:
Diese Tour wurde für die sogenannten "Abenteuer" entwickelt, die sich ohne eine vorgegebene Route einfach von der Stadt inspirieren lassen wollen.
Als erste Interaktion in der Entdeckungstour wird die Dauer eingestellt, wie lange der User fahren will.
Während dieser freien Fahrt gibt die App ständig Informationen darüber, ob es in seiner Nähe einen POI vorhanden ist. Diese wird ihm dann sofort angezeigt und er kann sich, sofern er es will, dorthin navigieren lassen.

Bei allen drei Tour-Arten soll der User sich während des Fahrens auf das Fahren konzentrieren, deshalb haben wir die Interaktionsmöglichkeiten sehr reduziert. Sofern ein POI erreicht wird, erscheint ein Pop-Up un der User kann sich Bilder, die er nicht unbedingt von außen sehen kann, anschauen und sich diverse Tonspur anhören. Wenn er das Pop-Up schließt, wir die Tour fortgesetzt.


Entwicklungsprozess, Skizzen, Zwischenschritte

Um eine gewisse Übersicht über alle Funktionen und Möglichkeiten der App zu bekommen erstellten wir eine Struktur für eine bessere Übersichtlichkeit. Damit hatten wir auch einen Workflow geschaffen, wie der User die Anwendung bedienen kann. Anfangs war diese noch für Yoove ausgerichtet war.


Anhand der Struktur entwickelten wir erste Skizzen um die Szenarien, die wir uns ausgesucht haben, genauer durchspielen zu können.


Das Design

Die Startseite mit der Möglichkeit sich über alle Touren zu informieren.

Auswahl der Thementour. Die 3 vorgefertigten Touren Berlin Highlight, Berlin Inside und Berlin X-Berg.

Bei Klick auf einer der Thementour bekommt man eine zusätzliche Slideshow zu sehen, welche alle Sehenswürdigkeiten und eine kurze Information zur Tour anzeigt.

Die individuelle Tour zeigt eine Karte mit allen Sehenswürdigkeiten als Marker und zusätzlich noch einmal in der links positionierten Liste.
Hier im Bild sind schon ein paar Sehenswürdigkeiten in den Warenkorb platziert. Die nötigen Informationen wie die zu fahrende Strecke, die Zeit und die Entfernung werden hier schon sichtbar. Dies dient zur besseren Orientierung.

Während des Routings wird dem User den zu fahrenden Weg angezeigt. Dies funktioniert genauso wie ein normales Navigationsystem.
In der unteren Leiste kann der Nutzer ablesen, welches das nächste Ziel ist und darüber hinaus, was ihn danach erwartet. Im rechten Bereich der Leiste bekommt der Benutzer eine Information über den bisherigen Gesamtverlauf der Strecke.

An der Sehenswürdigkeit angekommen erscheint ein Pop-Up, welches dem Kunden interessante Daten per Bild und Audiospur liefert.

Auswahl der Entdeckungstour, wobei man hier die Möglichkeit hat die Gesamtzeit der Tour auszuwählen.

Während der Entdeckungstour bekommt der Nutzer immer wieder POIs in seiner Informationsleiste zu sehen und hat hier die Möglichkeit dort hin zu navigieren.


Prototyp und Walkthrough

Der Prototyp ist hier zu finden.
den Link am besten direkt im iPad öffnen und eine Verlinkung auf den Homescreen anlegen

Dabei gilt dieser Ablauf:

Einstellungen
- Auswahl der Tour
- Tour spezifische Eingabe (Uhrzeit, Route)
- Tour starten

Navigation
- Segway fahren
- interaktion am nächsten POI


Der Ausblick

  • Videos einbinden
  • Dauer / Euro Rechner
  • Hotline Rückruf Button
  • abgeflachte Bürgersteige
  • Installation am Segway
  • User Tests
  • Statistik - Tool
  • Eventtage

Das Fazit

Der Kurs gab uns einen sehr interessanten Einblick in die Möglichkeit der Kartenvisualisierung. Die Heranführung an das Thema mit kleinen Teilaufgaben war uns sehr wichtig und auch nötig, weil es so viele neue Dinge zu erfahren gab. Auch das Kennenlernen und Umgehen mit neuen, vorher teils unbekannten Diensten wie TileMill, CartoDB oder auch GitHub wird im weiteren Studienverlauf sicherlich immer wieder Anwendung finden können.
Auch wenn die App am Ende mit der GoogleMaps-Api geschrieben wurde, war es auch sehr wichtig sich mit den Möglichkeiten der anderen Kartenanbieter auseinander zu setzen.

Meine (André) Fähigkeiten über das einfache Platzieren von Markern auf einer Karte, wie es so oft auch nur in der Praxis von Kunden auf Webseiten verlangt wird, sind hier erheblich erweitert worden. Es war interessant für mich, was man aus einer einfachen Karte alles herausholen kann, auch wenn der Aufwand teilweise immens war.

Art des Projekts

Studienarbeit im Hauptstudium

Betreuung

Marcus Paeschke Sebastian Meier

Zugehöriger Workspace

Map Interfaces

Entstehungszeitraum

Wintersemester 2012/2013