In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
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Die Bachelorarbeit widmet sich der Erstellung einer Publikation mit dem Titel Korean Diaspora.
Bachelorarbeit 2024–2025
Betreuung: Prof. Christina Poth, Prof. Dr. Marion Godau
Diese Bachelorarbeit widmet sich der Erstellung einer Publikation mit dem Titel Korean Diaspora. Die Geschichte der koreanischen Diaspora ist eng mit historischen Traumata wie Kolonialherrschaft und Kriegen verknüpft, die dazu führten, dass mehr als sieben Millionen Menschen die koreanische Halbinsel verließen. Diese global verstreute Gemeinschaft hat nur selten die Gelegenheit, einander zu begegnen. Als selbst eine Angehörige der koreanischen Diaspora in Japan war mein Ausgangspunkt für diese Forschung der Wunsch, mehr über die Identitäten und Lebensrealitäten der Diaspora an verschiedenen Orten der Welt zu erfahren: Welche Sprachen sprechen sie? Wie bewahren und erinnern sie die Geschichte unseres Volkes?
Die Arbeit gliedert sich in vier Hauptabschnitte. Im ersten Abschnitt wird die Geschichte der koreanischen Halbinsel erläutert, da die Auswanderungsbewegungen von dort in engem Zusammenhang mit der Geschichte von Kolonialherrschaft und Kriegen stehen. Anschließend wird ein globaler Überblick über die koreanische Diaspora gegeben, wobei auch die Definition des Begriffs „Diaspora“ und dessen Verwendung diskutiert werden.
Der zweite Abschnitt präsentiert die Ergebnisse von Interviews mit drei Mitgliederinnen der Diaspora. Zuvor wird die Bedeutung des Zuhörens von persönlichen Lebensgeschichten untersucht. Zudem werden die Methoden zur Auswahl der Interviewpartner sowie zur Durchführung der Interviews erläutert. Um die Inhalte der Interviews in ihren jeweiligen Kontexten besser nachvollziehen zu können, werden die Minderheitengemeinschaften, denen die drei Interviewpartner angehören, analysiert und vor den jeweiligen Interviewtexten vorgestellt. Am Ende dieses Kapitels erfolgt eine Analyse der Interviews, in der die Bedeutung des intertextuellen Lesens der drei Interviewartikel hervorgehoben wird.
Im dritten Abschnitt wird die Wahl des Mediums Publikation untersucht. Dabei wird die Relevanz analoger Medien im digitalen Zeitalter reflektiert und deren Bedeutung innerhalb von Einwanderergemeinschaften analysiert. Darüber hinaus werden Publikationen der koreanischen Diaspora untersucht.
Der vierte Abschnitt konzentriert sich auf die praktische Umsetzung der Publikation. Es werden Zielgruppen definiert, die redaktionelle Arbeit sowie Designkonzepte dargestellt und die Produktionsschritte erläutert. Die Publikation Korean Diaspora hat zum Ziel, die individuellen Lebensgeschichten von Koreaner*innen in der Diaspora dokumentieren und realistisch darzustellen. Durch die Interviews mit drei Koreanerinnen, die jeweils aus unterschiedlichen Hintergründen stammen, soll die Vielfalt ihrer Lebensrealitäten und die Kontinuität ihrer Geschichten sichtbar gemacht werden.
This bachelor’s thesis focuses on the creation of a publication titled Korean Diaspora. The history of the Korean diaspora is deeply intertwined with historical traumas such as colonial rule and war, events that led to the displacement of more than seven million individuals from the Korean peninsula. Despite the global dispersal of this community, opportunities for members of the diaspora to connect with one another remain rare. As a member of the Korean diaspora in Japan, my research was motivated by a desire to explore the identities and lived experiences of diaspora members across different regions of the world: What languages do they speak? How do they preserve and commemorate the shared history of our people?
The thesis is organized into four primary sections. The first section explains the history of the Korean peninsula, as the patterns of emigration are closely tied to historical periods of colonial domination and war. This section also provides a global overview of the Korean diaspora, discussing the definition and application of the term “diaspora” in this context.
The second section presents findings from interviews conducted with three members of the diaspora. It begins by addressing the importance of documenting personal narratives and outlines the methodological framework for selecting interview participants and conducting interviews. In order to better understand the content of the interviews in their respective contexts, the minority communities to which the three interview partners belong are analyzed and presented before the respective interview texts. At the end of this chapter, an analysis of the interviews is provided, highlighting the importance of the intertextual reading of the three interview articles.
The third section explores the choice of publication medium. It reflects on the continued relevance of analog media in the digital age and its role within immigrant communities. Furthermore, the section analyzes existing publications produced about the Korean diaspora.
The fourth and final section details the practical realization of the publication. It identifies the target audience, outlines the editorial and design processes, and describes the production stages. The overarching aim of Korean Diaspora is to document and authentically present the individual life stories of Koreans in the diaspora. By featuring interviews with three Korean women, each from a distinct background, this publication seeks to illuminate the diversity of their experiences and the continuities within their collective narratives.