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Oderbruch - Archive of the Ordinary

In diesem Projekt dokumentiere ich meinen Prozess zur Erstellung des „Archives of the Ordinary“ innerhalb des Kurses „If now is forever“ bei Prof. Susanne Stahl.

Digitale Zeitkapsel eines Ortes, Hauses und Zuhauses.

Durch die verschiedenen Möglichkeiten des Archivierens erschaffe ich
Teile eines Orts-, sowie Generationenbildes und konserviere damit die
Landschaft meiner Kindheit.
Die Archivarbeit über das Zuhause meiner Großeltern im Oderbruch soll
Erinnerungen, sowie den Ort digital erfahrbar machen.
Woran man sich erinnert, kann sich verändern.
Lücken, Fehler, Kratzer und Teile. Unscharf oder
überdetailliert un verkantet. So wie es jetzt ist,
wird es nie wieder sein.

Idee und Konzept

∞ Meine Archivarbeit möchte ich dem auf den ersten Blick unaufgeregten Ort Zollbrücke im Oderbruch widmen. Ich möchte betonen, dass auch die scheinbare Gewöhnlichkeit ein Archiv wert ist.

∞ Ich konserviere das Leben und das Haus meiner Großeltern, sowie auch den Ort durch verschiedene mediale Darstellungen und Methoden und erstelle aus dem gewonnenen Material ein Archiv. Durch die Konservierung wird das Haus zur Zeitkapsel.

Umsetzung

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∞ Konservieren mithilfe eines 3D-Scans.

Das Medium des 3D-Scans habe ich eingesetzt, um das Haus meiner Großeltern von Außen und Innen zu scannen und so für immer begehbar zu machen. Das Haus steht schon seit der Geburt meiner Großmutter vor 82 Jahren und ist so quasi eine Zeitkapsel.

Den Scan habe ich dann in Blender zusammengesetzt und durch mehrere Versuche in verschiedene Formen einer Point Cloud umgewandelt.

Während des Prozesses habe ich die entstandenen Bilder gerendert und abfotografiert.

Es war meine erste Arbeit mit dem Programm, und ich habe durch den Prozess viel Inspiration gefunden, da der Umgang mit Einzelteilen, Fragmenten und visuellen Bearbeitungsmöglichkeiten neu für mich war.

∞ Um das Archiv ganzheitlicher und umfangreicher zu gestalten, habe ich dank Google Maps den genauen Standpunkt des Hauses im Oderbruch lokalisiert und die mediale Darstellung in Google Street View und Google Bildern recherchiert.

∞ Im Fotoarchiv meiner Großmutter habe ich Bilder des Oderbruchs, des Ortes Zollbrücke und auch des Hauses aus den letzten Jahrzehnten gefunden. So konnte ich dieses bereits bestehende Archiv einbinden und auch einen Blick in die Vergangenheit zeigen.

∞ Zu den entstandenen Bildern habe ich jeweils Texte geschrieben, die in verschiedenen Textsatz- und Schriftarten einerseits den Ort beschreiben und Informationen zu dem Abgebildeten schildern und andererseits von meinen persönlichen Kindheitserinnerungen zu meinen Großeltern und dem Haus handeln.

∞ Im dritten Teil, neben dem ersten Google Maps-Teil und dem zweiten 3D-Scan-Rundgang-Teil, habe ich mich mit dem Konzept von Erinnerungen beschäftigt. Die Darstellung einer Point Cloud hat mich dazu inspiriert, mehr zu recherchieren, wie sich Erinnerungen zusammensetzen und wie veränderbar und manipulierbar sie sind. Ich finde es wichtig, auch darauf einzugehen, da ein Archiv das Faktische und Objektive archivieren kann, doch die Erinnerungen sich trotz aller Fakten verändern können.

Prozess und Gestaltung

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Ich habe auch mit dem Programm Unreal Engine eine Simulation eines Videospiels programmiert und wollte umsetzen, mit einem Charakter durch das Haus zu laufen, habe dies dann allerdings verworfen und weiter mit Blender gearbeitet.

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Mit Archivfotos meiner Großmutter konnte ich einen Blick in die Vergangenheit zeigen und so die Zeitkapsel noch mehr konservieren lassen. Die Fotos waren auch für mich neu und haben mir gezeigt wie wenig sich verändert hat und wie besonders die Fotos daher sind.

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Mit dem Material des Hauses in verschiedenen Zuständen und den Bildern von Google Maps und aus dem Archiv, habe ich die Publikation gelayoutet.

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∞ Die Gestaltung besteht aus mehreren Elementen, die sich wiederholen und so dazu beitragen, eine wissenschaftliche Aufbereitung anzudeuten. Die Gestaltung soll, wie auch der Inhalt, einerseits informieren und andererseits eine neue Art der Darstellung aufzeigen.

∞ In mehreren Feedbackrunden, durch Vorschläge, Hilfe innerhalb des Kurses und inspiriert durch Charles Eams' „Power of Ten“, bin ich zu dem jetzigen Ergebnis gelangt.

∞ Die Publikation ist als Magazin mit 104 Seiten auf 105g glossy Papier gedruckt.

∞ Der Umschlag ist auf 240g Papier gedruckt und mit UV Lack versiegelt.

∞ Die  Heftung ist eine Klammerheftung.

Oderbruch - Archive of the Ordinary

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Video

Hier ist ein kleiner Film der die Publikation begleitet und die gesehen Bilder als Film zeigt. Die Musik ist aus dem Album Oderbruch- Shed, von Ostgut Ton.

Fazit

Als Fazit für dieses Projekt kann ich sagen, dass es für mich etwas Neues war, ein Thema auf diese dokumentarische und genaue Art und Weise zu gestalten.

Das Programm Blender habe ich durch dieses Semester besser kennengelernt und kann nun auch eine Point Cloud erstellen :) Darüber bin ich froh. Das Arbeiten mit den verschiedenen Darstellungen in unterschiedlichen Medien hat mir viel Spaß gemacht, und es gefiel mir, mit verschiedenen Sichtweisen zu spielen.

Ebenso würde ich gerne noch weiter mit Blender arbeiten und das Video, welches ich geschnitten habe nochmal erweitern und mich mehr mit Kameraperspektiven beschäftigen.

Ich bedanke mich sehr beim Kurs und bei Susanne für das intensive Arbeiten und das umfangreiche Feedback.

Ein Projekt von

Fachgruppe

Kommunikationsdesign

Art des Projekts

Keine Angabe

Betreuung

foto: Prof. Susanne Stahl

Zugehöriger Workspace

If now is forever

Entstehungszeitraum

Wintersemester 2023 / 2024