Incom ist die Kommunikations-Plattform der Fachhochschule Potsdam

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Type and Print I

Projektdokumentation des Kurses Type and Print I

Im ersten Teil bei Christina Poth ging es darum, erste typografische Grundlagen, verschiedene gestalterische Mittel und deren Wirkung kennen zu lernen. Welche wir dann in kleinen Aufgaben gestalterisch umsetzen durften.

Im zweiten Teil bei Philipp Koller & Giulia Schelm, konnten wir dann unser erstes typografisches Wissen in die Praxis umsetzen, indem wir unser erstes eigenes Zine gestalten durften, welches aus einem Chatverlauf unserer Wahl bestehen sollte.

Referate

Jan Tschichold.pdf PDF Jan Tschichold.pdf

In dem ersten Abschnitt des Kurses haben wir uns verschiedener Persönlichkeiten aus der Typografie-Geschichte gewidmet und diese in Form von Kurzreferaten gehalten. Dabei haben Tessa und ich uns mit Jan Tschichold beschäftigt. Diese visuellen Impulse ermöglichten uns einen ersten Einblick in die typografische Geschichte und gaben uns erste Einblicke in die Vielfältigkeit der beruflichen Orientierung eines Kommunikationsdesigners.

Teil 1

In dem ersten Teil, der von Christina Poth geleitet wurde, haben wir uns mit den Grundlagen der Typografie beschäftigt und erste theoretische Basics vermittelt bekommen,  welche wir  in kleinen ersten Übungen anwenden durften. Angefangen bei dem einzelnen Buchstaben bis hin zu dem Wort, Satz und Absatz und dessen Gestaltung.  Dabei lernten wir viele verschiedene Varianten kennen und haben ein erstes Gefühl für typografisches arbeiten erhalten. Wir konnten sehen, wie viele Möglichkeiten es gibt, ein Buchstabe oder ein Wort zu verändern, sei es auch nur mit den kleinsten Veränderungen wie Laufweite, Schriftgröße, Formatfüllen usw.

Aufgabe 1 Der Buchstabe

Die erste Aufgabe drehte sich um den einzelnen Buchstaben, den wir uns ganz genau angeschaut haben, in dem wir in Gruppen einzelne Buchstaben aus mitgebrachten Zeitungen und Magazinen ausgeschnitten, sortiert und geklebt haben.  

Es ging darum sich besonders schön gestaltete oder auffälig anders aussehende Buchstaben rauszusuchen.

Danach sollten wir selbst praktisch loslegen und uns einen Buchstaben unserer Wahl aussuchen und diesen auf ein  Buchstabenblatt in DINA4 bringen und diesen in möglichst unterschiedlichen Variationen zu zeichnen. Ich habe hierzu Eddingstifte mit dünnerer und dickerer Spitze genutzt.

Dabei sollten wir darauf achte, dass alle Buchstaben auf einer Höhe sind.  Ich habe mich mit dem großen Buchstaben B beschäftigt, da ich es interessant fand zu sehen, wie viel Variation in dem doch einfach gehaltenem Buchstaben B möglich ist.

Buchstabe B.pdf PDF Buchstabe B.pdf

Aufgabe 2 Das Wort

In der zweiten Aufgabe haben wir uns mit dem Wort „ZWISCHENRAUM’’ beschäftigt, welche unsere erste typografische Kompositionsaufgabe war. Wir sollten das Wort in seinen unterschiedlichsten typografischen Formen und Variationen ins Format setzen und ein erstes Gespür dafür erhalten, wie sich die Wirkung eines Wortes nur durch die Variation an Gestaltung verändern kann. Wir haben auch die Bedeutung von leisen und lauten Wörtern besprochen und wie diese zum Beispiel auch eine wichtige Rolle im Branding spielt, wenn es um Marken geht.

Durch verändern der Laufweite, Zerteilen, Format füllen oder ein Wort Wiederholen habe ich versucht mich in so breiter Variation wie möglich mit dem Wort auseinander zu setzen.

Hier war es sehr spannend zu sehen, was man mit einem Wort überhaupt alles machen kann und wie dessen Veränderung die gesamte Wirkung beeinflussen kann.

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Aufgabe 3 Die Kolumne

Bei der dritten Aufgabe sollte nun die Typografie den Inhalt formen.Hier lag die Aufgabe darin, den Inhalt  eines Textes  von unserem Kurzreferates in meinem Fall von Jan Tschichold, auf zwei Doppelseiten zu bringen. 

Wir sollten uns hierfür einen Roman unserer Wahl aussuchen. Ich entschied mich für das Taschenbuch ,,Der Traumfänger'' von Marlo Morgan. 

Die erste Doppelseite sollte so nah wie möglich an die Textform unseres ausgewählten Romans herankommen und als klassischer Lesetext in gedruckter Buchform gesetzt werden.  Zu berücksichtigen waren hier z.B  der Formatspiegel, die Ränder, der Zeilenabstand, die Einzüge etc.

Auf den  zweiten Doppelseiten sollten wir dann einzelne Dinge verändern wie z.B die Laufweite, die Ränderabstände  usw. und diese gestalterisch in ein schönes Format setzen.

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Teil 2

Der zweite Teil des Kurses wurde von Philipp Koller und Giulia Schelm übernommen, wo wir nun unser theoretisches Wissen aus dem ersten Teil bei Christina Poth in praktische Anwendung bringen durften. 

Ziel war es, aus einem Chatverlauf unserer Wahl ein gedrucktes Zine zu produzieren, welches aus mindestens 16 Seiten bestehen sollte und auf DINA4 hochformat gedruckt werden sollte.  Das Papier wurde uns gestellt und bestand aus verschieden farbigen Pastelltönen. 

Ich habe mich für die Farbe Gelb entschieden, da mich diese Farbe an das Haus meiner Tante erinnert, in dem meine Cousinen und ich einen großen Teil unserer Kindheit verbracht haben und somit auch zu der Thematik meines Zines passt.

Erste Übung Chatverlauf

Als erste kleine Übung sollten wir einen privaten Chatverlauf von uns mitbringen, ich entschied mich für einen WhatsApp Gruppenchat zwischen meinen zwei Cousinen und mir. 

Diesen sollten wir mit Indesign in ein schon zur Verfügung gestelltes Format setzen und gestalten.

Hierbei  war die erste Herausforderung,  sich zu überlegen, wie man z.B Emojis, GIFS, Bilder und Sprachnachrichten nur mit typografischen Mitteln darstellen kann.

Übung Chatverlauf.pdf PDF Übung Chatverlauf.pdf

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Das Zine

Das Zine sollte mindestens 16 Seiten beinhalten und später auf A4 in Hochformat gedruckt, gefaltet und mit einem speziellem Ösentacker getackert werden. 

Dafür wurde uns pastellfarbiges Papier zur Verfügung gestellt. Das schmale Format wurde uns durch Templates schon vorgegeben genau wie die Schriften. Ich habe für mein Zine zwei Schriften benutzt: Ambiant Meidum & Indicate Mono Regular.

Wir arbeiteten mit einem Grundlinienraster und sollten für wiederkehrende Elemente wie z.B Titel oder Sprecher*in Absatzformate anlegen.

Für Auszeichnungen innerhalb eines Absatzes oder einer Zeile sollten wir Zeichenformate anlegen.

Die Ersten Doppelseiten

Unter diesen Vorgaben berücksichtigte ich meine Formatsetzung und Gestaltung und wir setzten unsere ersten Doppelseiten mit Indesign.

Dabei waren Format, Seitenanzahl und Schriften schon vorgegeben.  Wir sollten uns Gedanken zu einem Vorwort machen, in dem kurz das Thema unseres Zines vorgestellt wird und fingen an gestalterisch zu arbeiten.

Trotz den Vorgaben hatten wir genug Freiheit uns gestalterisch auszuprobieren

Ich bin bei dem Familienchat zwischen meinen beiden Cousinen und mir geblieben  und habe aber zusätzlichen noch einen weiteren Verlauf aus unserer Whatsapp Gruppe hinzugefügt und diesen mit dem ersten Chatverlauf zu einem großem kombiniert.

Mein Zine ist eine Mischung aus Komödie, Drama und  tiefgründigen Gesprächen, die sich um zwei random gestellte Fragen drehen, die mit Gelächter beginnen und in einem Deep-Talk enden.

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Die Covergestaltung

Als nächstes sollten wir mehrere Cover für unser Zine gestalten und folgende Elemente wie Titel,  Autor*in und Vermerk zur Entstehung des Kurses miteinbringen.

Dabei sollten wir auch darauf achten, dass unser Cover zu unserem Inhalt passt und die Stimmung unseres Zines vermittelt.

Ich habe versucht meine prägnanten Auszeichnungen aus meinem Inhalt wie z.B die schwarzen Kästen für meine Bilder, die Kennzeichnung meiner Emojis durch ihre durchgestrichenen Punkteform und die Initialen meiner Sprecher*innen mit auf das Cover zu nehmen.  Das Finale Cover wurde dann eine Mischung aus allen aufgeführten Punkten, welches im Finalen Zine zu sehen ist.

Bei meinem Rückcover habe ich dies genauso beachtet und meine beiden inhaltlichen Fragen mit reingenommen, um die sich mein Zine dreht.

Dadurch wollte ich eine harmonische Gestaltung zwischen Inhalt und Cover schaffen.

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Die Zwischenpräsentation

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Die Abschlusspräsentation

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Das Finale Zine

Mein fertiges Zine in der Farbe gelb besteht aus 24 Seiten mit Vorder und Rückcover, welche die Elemente aus meinem Inhalt wieder aufgreifen wie:  die Schwarzen Kästen, Emoji Kennzeichnung, Initialen der Sprecher*innen und die zwei Fragen um die es im Zine geht.

Das Zine handelt von einem Familienchat zwischen 3 Cousinen,  die ihre Konversationen mit 2 random Fragen beginnen. Es ist humorvoll, dramatisch und tiefgründig.

Folgende Schriften wie Ambiant Medium & Indocate Regular wurden benutzt.

Ich habe Schlagwörter benutzt, die sich immer oben links auf  jeder Seite als Überschrift finden lassen, als auch im Lesetext als einzelne Wörter kenntlich gemacht zum Zweck der inhaltlichen Untermalung.

Die Seitenzahlen und die Überschriften sind mit Absatzformaten erstellt und in der gleichen Schriftart und Schriftgröße gesetzt um ein einheitliches Bild zu schaffen. 

Die markierten Schlagwörter im Lesetext  sind ebenfalls in der gleichen Schriftart und Größe  Ambiant 16  wie die Überschriften und Seitenzahlen gesetzt wurden.

Die Auszeichnung der wiedereinkehrenden Elemente der Emojis wurden mit Zeichenformaten erstellen und  in durchgestrichener Punkteform gestaltet. Ebenso wie die Kennzeichnung der Fotos durch ihre Umrahmung von schwarzen Kästen und durchwürfelten  Anordnung der  Wörtern, die das Foto beschreiben.

Die Initialen der Sprecher*innen sind in der gleichen Schriftart Indicate Mono  und Größe 14  wie der Lesetext gesetzt.

Die Gestaltung meines Zines habe ich eher minimalistisch mit viel Weißraum gehalten.

Mit den Variationen von Kennzeichnung einzelner Elemente habe ich versucht Abwechslung und Kontrast zum Lesetext in die Gestaltung zu bringen.

Die beiden Fragen, um die sich mein Zine dreht, habe ich durch  abwechselnd Bold und Regular Kennzeichnung  einzelner Buchstaben gestaltet um diese von dem normalen Lesetext unterscheiden zu können

Es soll zum einen den etwas spielerischen und kindlichen Stil verdeutlichen um das Thema der Fragen zu unterstreichen und ein Kontraststark gestaltetes Zine hergeben, welches das Interesse der Leser*innen wecken soll.

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Fazit

Aufgrund dessen, dass ich vorher noch nicht wirklich etwas mit Typografie zu tun hatte, konnte ich aus dem Kurs sehr viel für mich mitnehmen. 

Ich habe ein erstes Gefühl für Typografie, Formatsetzung, Zeichensetzung und Gestaltung erhalten können und erste Grundlagen aus der Typografie verfestigt. 

Ich fand den theoretischen Einstieg in den ersten Teil des Kurses sehr hilfreich und die Basis für all die praktische Anwendung im darauf folgendem zweiten Teil des Kurses.

Ich weiß jetzt, welche Vielfalt und Variation in einzelnen Buchstaben und ganzen Wörtern steckt und wie sich diese durch verschiedene Gestaltungsmittel in ihrer Form und Wirkung verändern lassen.

Ich konnte in dem Kurs meine ersten Indesign Erfahrungen sammeln und fühle mich jetzt etwas sicherer im Umgang damit.

Durch den  Druck unseres Zines der Publikation, habe ich auch ein erstes Druckerlebnis erfahren dürfen und bin stolz darauf mein eigenes Zine  in den Händen zu halten. 

In dem Kurs herrschte immer eine  sehr angenehme Atmosphäre die eine gute Mischung von Feedback, Hilfestellungen, Rückfragen und kreativen Arbeitsphasen ergab.

Der Kurs hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich nehme definitiv sehr viel für mich mit und freue mich dieses Wissen auf meine weiteren Projekte anwenden zu können.

Ein Projekt von

Fachgruppe

Kommunikationsdesign

Art des Projekts

Studienarbeit im ersten Studienabschnitt

Betreuung

foto: Giulia Schelm foto: Philipp Koller foto: Prof. Christina Poth

Zugehöriger Workspace

Type + Print I

Entstehungszeitraum

Wintersemester 2023 / 2024

Keywords