In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Nachdem wir uns alle drei schon im Rahmen der Projektwochen mit dem bestehenden Leitsystem auseinandergesetzt haben, haben wir uns im regulären Semester wieder zusammengefunden um unsere Ideen weiter auszuarbeiten. Ziel war es das bestehende Leitsystem zu verbessern und um die Komponente Augmented Reality (AR) zu erweitern, da unserer Meinung nach - sowohl für Campusfremde BesucherInnen als auch Menschen die täglich am Campus sind - hier großes Potenzial liegt. Wir wollen das Erlebnis der Navigation nicht rein digital umsetzen sondern ein analoges Leitsystem mit digitalen Möglichkeiten erweitern und zugänglicher machen.
Heutzutage ist AR ein großer Teil von Navigation-Apps wie Google Maps oder Apple Karten. Unsere Grundidee war, für die FH Potsdam ein internes AR Leitsystem zu entwickeln, um sich man erstmal zu verschiedenen Gebäuden orientieren zu können. Diese Idee hat sich weiterentwickelt und als zusätzliche Funktion wurden die Namen der Häuser als große Typos an der Fassaden der Häuser umgesetzt.
Scavengar ist ein Tool im Bereich AR und es bietet die Möglichkeit die AR Projekte und Ideen ohne Programmierungskenntnisse umzusetzen.
Scavengar wurde durch zwei Ex-Studenten von FH;P, „Arthur Schiller“ und „Marc Wicht“ entwickelt und bisher wurden mit Scavengar viele interessante Projekte umgesetzt. Der Grund, warum wir für Scavengar entschieden haben, war die einfache und User-freundliche Bedienung des Apps, aber auch gute Funktionen für Umsetzung der komplexen Projekte.
In unserem Projekt spielte die Genauigkeit der Koordinationsdaten der Users wie bei andere Navigations-App sehr wichtige Rolle, weil es immer sehr wichtig ist, dass die Users genau zu ihre Ziele geführt werden.
Ein großer Vorteil von Scavengar war die Kombination von Location basierten Daten mit einem visuellen Orientierungsmittel (Bildanker) und diese Kombination ermöglicht eine genaue Wegbeschreibung von Punkt A nach Punkt B.
Wir finden bei jedem Projekt sollte man das gesamte Projekt konzeptionieren und Ziele setzen. Es hilft dabei, im Laufe des Projekts Schritt für Schritt das Konzept zu realisieren und den Faden nicht zu verlieren.
Für unser Projekt war es erstmal wichtig, die Funktionen von Scavengar kennenzulernen. Deswegen spielt hier Testen eine sehr wichtige Rolle.
Für die Modellierung der Objekte haben wir Blender benutzt. Blender bietet Profi Einstellungen, damit man sowohl alles passend modellieren, als auch mit dem Texturen und Licht gut arbeiten kann.
Aktuell ist es leider nicht möglich, die Modelle als USDZ zu exportieren, deshalb mussten alle Objekte, die in Blender modelliert wurde als GLB exportiert und danach mit Reality Converter konvertiert werden.
Bei der Umsetzung des Projektes kamen ab und zu Probleme oder Momente, die alles nicht ganz gut funktionierte, wie es sein sollte. Z.B. als wir die Typos für die Fassaden modelliert haben, haben wir ich beim Testen gemerkt, dass die Hausnamen wegen der Lichtverhältnisses in AR nicht ganz lesbar sind und deswegen sollten sie ein Hintergrund haben, damit die Lesbarkeit der Typos nicht negativ beeinflusst werden.
Während des Projektes hatten wir die Möglichkeit, wöchentlich Feedback und gutes Kritik von Prof. Christina Poth und Prof. Dufke zu holen um unser Projekt weiterzuentwickeln. Es gab auch die Möglichkeit über meine Fragen mit Scavengar Team zusammenzusitzen und die beste Lösungen und Raten zu holen.
Bei der Umsetzung des Wegeleitsystems mussten wir vor Ort, bzw. an der FH Gelände arbeiten, damit alles realtime getestet wird.
Wegeleitsystem sollte für alle User nützlich sein und wir haben versucht bei der Umsetzung alle Faktoren auf dem Schirm zu haben, die für ein barrierefreies Wegeleitsystem notwendig sind.
Bei der Modellieren war es wichtig, dass die Texte genug Kontrast mit dem Hintergrund haben, dass die Inhalte für die menschen mit der Farbschwäche auch gut lesbar wäre.
Als eine zusätzliche Funktion habe ich für eine Audio-Ausgabe entschieden. Dass heißt, wenn man während der Orientierung die Checkpoints erreicht, erläutert die Audio-Ausgabe den Abstand bis zu nächstem Checkpoint und auch die Richtung, die man weiterlaufen sollte. Die Audio-Ausgabe wäre für die Menschen mit der Seheinschränkungen sehr hilfreich.
Wir haben auch ein analoges Wegeleitsystem entwickelt und es war uns von Anfang an wichtig, dass wir das digitale und analoge Leitsystem miteinander verknüpfen können. Nicht nur aus Gestaltungssicht gleichen sich die beiden Versionen, sie arbeiten auch miteinander. Das heißt im analogen Leitsystem gibt es immer wieder Verknüpfungen ins digitale. QR-Codes um eine Live-Navigation zu starten oder NFC-Sticker die die analogen Steelen mit Zusatzinfos erweitern (Mensaplan, Öffnungszeiten, etc.).
Die NutzerInnen können sich auf den Außenflächen mit der AR-Navigation und in den Innenräumen mit dem analogen System leiten lassen. Dadurch umgehen wir auch das Problem der schwächeren Ortung in Innenräumen bei der Nutzung eines AR-Systems.
Alles in allem war uns von Anfang an wichtig auch ein funktionierendes analoges System zu gestalten um es für möglichst viele problemlos zugänglich zu machen.
(* Mehr Infos über analoges Leitsystem in der Präsentation im Anhang.)