In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
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In diesem Kurs lernten wir die Bedeutung und Unterschiede von Icons und Piktogrammen. Wie und warum entstanden sie und was gilt es bei der Gestaltung eigener Icons zu beachten?
In der ersten Stunde ging es bereits an die erste (kleine) Aufgabe, wir sollten uns anhand von 3-4 Icons vorstellen.
Woher kommst du? Was machst du gern in deiner Freizeit? Hast du bereits mit Icons gearbeitet?
Die Aufgabe war sehr lustig und doch schwerer als gedacht (wie zeichnet man den Fernsehturm als Icon? Wie stelle ich einen Lebenslauf dar?)
Materialien waren ein schwarzer Marker und kleine quadratische Papiere.
Zu meinen Icons:
Ich bin Anina, wohne in Berlin und studiere Interfacedesign. In meiner Freizeit zeichne und male ich gern. Das erste Mal mit Icons habe ich im Lebenslauf gearbeitet.
In der ersten Aufgabe sollten wir 10 Icons zu einem Thema, dass uns interessiert/ im Alltag beschäftigt, gestalten. Dafür erhielten wir 10 Unterthemen (Objekt, Funktion, Hinweis, Pflicht, Verbot, Ort, Merkmal, Geste/Emotion, Handlung, Person), zu denen jeweils ein Icon entworfen wird.
Vor allem sollten wir uns darauf konzentrieren, zu erforschen, wieviel man zeichnen muss und wieviel man reduzieren kann, damit das Icon noch verständlich ist. Deswegen zeichneten wir jedes Icon in zwei Stufen: 1x detailreich und 1x vereinfacht.
Bei den Materialien blieb es beim schwarzen Maker und kleinen Papierquadraten.
Als Star Wars-Fan konnte ich nicht anders und wählte dies als mein Thema. Ich bin täglich in Berührung mit Star Wars, sei es durch Bücher, Audiobooks oder Serien. Vor allem die Begriffe Verbote und Pflichten erinnerten mich doch sehr an die Jedi in Star Wars, weshalb ich mich genauer auf den Jedi-Orden fokussierte.
Der Jedi-Orden besteht aus einem Zusammenschluss von Machtnutzer*innen, die der hellen Seite folgten und den Frieden in der Galaktischen Republik zu wahren zu versuchen.
Ich begann zuerst meine Entwürfe mit Procreate zu zeichnen und sie dann auf das Blatt zu bringen. Dadurch viel es mir wesentlich leichter Änderungen vorzunehmen, als wie auf dem Papier.
Die Herausforderung war für mich die Icons, mit diesem schon sehr spezifischem Thema, trotzdem verständlich und deutbar zu machen. Besonders der „Padawanzopf„ erwies sich als schwierig.
In der Feedbackrunde wurde dann klar, dass eben der Padwanzopf (Hinweis) schwer zu erkennen ist und ich ihn ersetzen sollte. Dies tat ich dann mit einem eher herkömmlichen geflochtenem Zopf, der auch dafür bekannter ist.
Das Icon für Verbot habe ich komplett ersetzt, weil es vorher das Falsche war. Außerdem habe ich eines der Lichtschwerter bei Handlung schwarz eingefärbt, um den Kontrast zwischen Gut und Böse deutlicher zu machen.
In der zweiten Aufgabe ging es nun um die digitale Gestaltung von Icons und das in Gruppenarbeit.
Ich arbeitete hierfür mit Anja Linke und Gina Marie Sommer und gemeinsam bildeten wir die Gruppe 4.
Thema dieser Aufgabe war es, ca. 10-20 Icons für den Fachbereich Design zu gestalten. Allerdings waren bereits all unseren möglichen Themen vergriffen und parallel zu einer Gruppe wollten wir nicht gestalten. Deswegen haben wir nach Absprache mit Thomas entschieden, Icons zu einem anderen Thema zu gestalten.
Wir einigten uns auf das Thema Friedhof.
Bei jedem Friedhof-Besuch ging es uns ähnlich, wo finde ich was? Gießkannen? Wo finde ich die Friedhofsverwaltung? Darf ich meinen Hund mitbringen? In Friedhöfen fehlt ein Leitsystem und ein klarer Hinweis auf Verhaltensregeln -Also fokussierten wir uns auf genau darauf.
Zuerst erstellen wir Mindmaps mit allen Objekten, die man auf dem Friedhof finden kann, beispielsweise die Kapelle oder eine Mülltonne. Wir wollten Icons erstellen, die sowohl für Besucher*innen, als auch für Mitarbeiter*innen funktionieren. Deswegen schlossen wir auch Grabarten (Urne, Sarg, anonymes Grab ect.) oder die Sammelstelle für aussortierte Gräber ein.
Anschließend diskutierten wir über erste Ideen für die Umsetzung der Icons, beispielsweise wie man eine Laubtonne darstellen kann? Da Personen jedes Alters den Friedhof besuchen, war es hierbei besonders wichtig, einfache und verständliche Icons für jede(n) zu entwerfen.
Zuerst wollten wir die Icons „persönlicher“ gestalten, beispielsweise durch Frisuren oder Kleidung bei Personen. Allerdings wurde uns schnell bewusst, dass dies zu Stereotypisierung führen könnte, und vor allem bei der Trauerbegleitung (zwei Personen auf Icon) sollte sich jede(r) eingeschlossen fühlen. Also blieben wir bei anonymen Personen und einfachen Objekt-Icons.
Unsere größte Hürde war die einheitliche Gestaltung unserer Icons, da jede von uns mit einem anderen Programm arbeitete. Ich nutzte Inkscape und war mit dem Programm zu Beginn nicht sonderlich vertraut. Zum Einen war die Strichstärke von 0,5px nicht dieselbe in jedem unserer Programme (Inkscape, Affinity und Illustrator). Zum Anderen konnten wir uns gegenseitig nicht unterstützen, weil Shortcuts oder Funktionen sich unterschieden. Das erschwerte uns die Arbeit enorm. Der einzige Weg war für uns der wirklich kontinuierliche Austausch untereinander, wodurch wir dann alle Icons wirklich aufeinander abstimmen konnten und das Set nahezu einheitlich aussieht.
Ich verwendete Icons bereits ab und zu, aber niemals hätte ich erahnt, wieviel Arbeit und auch Kopfschmerzen hinter solch kleinen Pixel-Werken liegen können.
Während des Semesters konnte ich bereits das Wissen, was ich in diesem Kurs gewonnen habe, in einem anderen Interface-Kurs anwenden. Allein aus diesem Grund hat sich der Kurs gelohnt und ich werde in Zukunft ganz anders auf Icons blicken.
Ich fand toll, wieviel Freiheit uns Thomas in unsere Gestaltung gegeben hat. Auch seine Tipps und Erfahrungen waren sehr wertvoll und ich hatte viel Freude an diesem Kurs.
Ich hätte mir jedoch gewünscht, dass wir mehr zur Icon-Gestaltung mit unterschiedlichen Programmen (nicht nur Adobe Illustrator) lernen, weil sich da doch große Unterschiede bemerkbar gemacht haben.