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Ein Problem bei TikTok

Ein Scrollytelling, dass TikToks problematische Videos mit depressiven, traurigen und suizidalen Inhalten visuell aufzeigt.

Projektbezug

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Diese Arbeit bezieht sich direkt auf die beiden Beiträge von der Tagesschau und Br24.

In diesen Beiträgen (Stand 27.04.2022) ging es darum, dass der TikTok Algorithmus bestimmte Inhalte vorschlägt, wenn Interesse an traurigen, depressiven oder suizidalen Inhalten besteht.

Ein Augenmerk wurde dabei insbesondere auf Personengruppen geworfen, die anfällig für diese problematischen Inhalte sind und dadurch getriggert werden oder sich aufgrund der Videos sogar selbst verletzen können.

Eine Aussage daraus war, dass der Algorithmus bei Benutzung der App max. 45 min benötigt, um die Person, die die App nutzt, zu „durchschauen”. Danach wurde der For You-Feed vermehrt mit problematischen Videos gefüllt. Jedes dritte Video und bei längerer und intensiverer Benutzung sogar 70 bis 85 Prozent bestand inhaltlich aus traurigen, depressiven oder suizidalen Inhalten. Dabei wurde der Algorithmus durch die Hashtagsuche und längere Anschauen solcher Videos beeinflusst.

Beitrag: Tagesschau 
Beitrag: Br24

 
 

 

Entwurfskonzept und Zielgruppe

Das Scrollytelling beginnt mit einer Einleitung des Themas und fokussiert sich gar nicht so sehr auf die Beiträge. Es ist primär vom Format für den Browser angelegt, sodass die Geräte in der Schule verwendet werden können und eine Nachbesprechung vereinfacht wird, da die Seite auch zusammen angeschaut werden kann.

Ich starte mit einem Beispiel, in dem zwei Videos gegenüber gestellt werden, wobei das erste Video inhaltlich „normal” sein soll und das zweite Video problematisch. In dem Beispiel wird dem zweite Video mehr Aufmerksamkeit geschenkt, womit dann erklärt werden soll, dass TikTok die Themen des zweiten Videos schwerer/wichtiger einstuft. Im weiteren Verlauf werden die Videos mit diesen Inhalten öfter eingespielt. Danach wird noch die Hashtagsuche aufgenommen, da diese ebenfalls die Inhalte im For You-Feed beeinflusst und den Algorithmus füttert.

Im unteren Teil ist eine Timeline, die die Nutzung der App zeigen soll und am Ende bei den 45 min endet, die in den Beiträgen erwähnt wurden. Damit wird der Punkt gezeigt, ab dem TikTok spätestens die genaue Einschätzung des Users oder der Userin hat. 
Wenn die Inhalte jetzt aus problematischen Inhalten bestehen und der User/die Userin aus der gefährdeten Personengruppe kommt, kann TikTok zu PainTok werden, da schon vorhandene Probleme verstärkt werden können.

Am Ende werden noch drei relativ banale Lösungsansätze vorgeschlagen, wie dem Problem entgegengewirkt werden kann, diese würden aber wahrscheinlich nicht wirklich hilfreich sein, wenn man es mit einem ernsteren Problem zu tun hat und TikTok vielleicht auch zu einer Sucht geworden ist.

Die Zielgruppe könnte die Sekundarstufe 1 sein, denn in diesen Klassen wird TikTok schon früh benutzt und Hinweise, welche Probleme auf/mit TikTok auftreten können, sollten dann schon vermittelt werden.

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Finale Umsetzung (Im Vollbild betrachten)

 
 

 

Ausblick

Mögliche nächste Schritte wären die Ergänzung weiterer Probleme, die mit TikTok zu tun haben oder durch TikTok ausgelöst werden, um nicht nur einen Bezug auf die oberen Beiträge zu haben. Die tiefere Auseinandersetzung mit den Nischen, die TikTok für die User erstellt: Sind diese ein Problem, weil die Inhalte nur aus einem Bereich stammen oder auch ein Vorteil, weil sonst für andere Dinge eh kein Interesse besteht?

Ein Projekt von

Fachgruppe

Interfacedesign

Art des Projekts

Studienarbeit im Hauptstudium

Betreuung

foto: Christin Renner

Zugehöriger Workspace

Mit freundlicher Empfehlung

Entstehungszeitraum

Sommersemester 2022

Keywords