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Stadtmuseum Berlin – Ausdauer

»Ausdauer« ist eine Lichtinstallation die zur Partizipation am Diskurs um den Wiederaufbau der Waisenbrücke einlädt. Sie festigt eine Verbindung zwischen Ort und Diskurs und drängt ihn in den Alltag von Besucher:innen, Pendler:innen und Anwohner:innen.

Stadtmuseum Berlin - Personalisierte Wissensräume / Prof. Dr. Sebastian Meier im Wintersemester 2021/22

Kurs

Im Kurs »Stadtmuseum Berlin - Personalisierte Wissensräume« beschäftigten wir uns mit der Thematik der Personalisierung im Kontext der Wissensvermittlung. Was verstehen wir eigentlich unter Personalisierung? Wie steht es um Datenschutz und Privatsphäre im Rahmen der Personalisierung? Und wie kann Personalisierung uns helfen physische und digitale Wissensräume miteinander zu verbinden? Als Anwendungsbeispiel beschäftigen wir uns mit dem Märkischen Museum Berlin.

Museumsbesuche

Zu Beginn des Kurses besuchten wir Ausstellungen und tauchten dabei in die Rolle von verschiedenen Besucher-Personas (nach Dr. John Falk) ein. Den Museumsbesuch strukturierten wir dabei in Pre-Trip, On-Trip, Post-Trip und legten besonderen Fokus auf die persönliche Ansprache und das Einbeziehen der Besucher*innen.

Wir besuchten zunächst das Futurium und danach die Ausstellung Berlin Global im Humboldt Forum.

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Den dritten Museumsbesuch machten wir als Gruppe gemeinsam im Märkischen Museum. Die dortige Führung bildete die Basis für die Ideenentwicklung der individuellen Semesterprojekte bildete.

Prozess

Nach der Führung fiel mein Interesse auf die nicht mehr existierende Waisenbrücke. Meine ersten Überlegungen gingen in Richtung Inszenierung durch Licht und Sound. Zunächst begann ich aber mit einer Recherche vor Ort.

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Da die Geräuschkulisse um die Brücke herum lauter war als ich dachte, entschied ich mich auf die Gestaltung mit Licht zu fokussieren und suchte in dem Bereich nach Inspiration.

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Gleichzeitig begann ich mich mit der Geschichte der Brücke zu beschäftigen.

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Die politische und städtebauliche Dimension am aktuellen Diskurs um den Wiederaufbau einer neuen Waisenbrücke war für mich besonders interessant. Ich sah darin das Potenzial durch Gestaltung und Wissensvermittlung sozialen Einfluss auf die Lebensqualität im Gebiet um die Brücke zu haben und die Aufmerksamkeit auf das Märkische Museum zu stärken.

Deshalb entschied ich mich mit meinem Projekt (vorerst ohne deren Wissen) an die Initiative Allianz Neue Waisenbrücke zu hängen und sie damit zu unterstützen.

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PDF aufruf-allianz-neue-waisenbruecke.pdf

Aus der Führung im Märkischen Museum und durch eigene Recherche identifizierte ich folgende Probleme:

  • Fehlende Aufmerksamkeit über Existenz der Brücke

  • Politik/Verwaltung bleiben inaktiv

  • Märkischem Museum fehlt wichtige Infrastruktur 

  • Städtebaulich fehlt wichtige Verkehrsader

Dazu entwickelte ich Lösungsansätze, die sich hauptsächlich auf die ersten beiden Probleme beziehen, jedoch langfristig auch einen positiven Einfluss auf die anderen Probleme haben: 

  • Aufmerksamkeit schaffen am Ort selbst (Licht)
  • Alltägliche Partizipation am Diskurs und Unterstützung der »Allianz Neue Waisenbrücke« (Interaktion)

Für den Interaktions-Teil meiner Ideen experimentierte ich mit verschiedenen Sensoren (Infrarot-, Bewegungs- und Funksensoren). Am Ende erschien mir die Interaktion über einen Schalter am sinnvollsten an, da sie am besten die aktive Partizipation repräsentiert.

Bei der Gestaltung des Lichtes experimentierte ich mit der Anzahl von Lichtern und versuchte wie man über Lichtsignale Informationen, bspw. aus der Geschichte der Waisenbrücke, vermitteln kann. Für den aktuellen Prototyp entschied ich mich für ein strahlendes Aufleuchten der Lampe und ein darauf folgendes langsames Dimmen des Lichtes. Es repräsentiert das benötige „Dranbleiben“, welches von der »Allianz Neue Waisenbrücke« gefordert wird.

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Projekt

»Ausdauer« ist eine Lichtinstallation die zur Partizipation am Diskurs um den Wiederaufbau der Waisenbrücke einlädt. Sie festigt eine Verbindung zwischen Ort und Diskurs und drängt ihn in den Alltag von Besucher:innen, Pendler:innen und Anwohner:innen.

Die Interaktion der Besucher:innen lässt spielerisch die Verbindung der beiden Ufer wieder sichtbar werden und schafft somit Aufmerksamkeit für alle Personen in Sichtweite.

Das Schwinden des Lichtes erfordert anhaltend die Interaktion der Besucher:innen und repräsentiert die benötigte Ausdauer im Diskurs um den Wiederaufbau der neuen Waisenbrücke.

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Passwort: licht

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Die Box beinhaltet Lampe und technische Komponenten und wird am Geländer des Ufers installiert. Sie dient zusätzlich als Verlinkung (bspw. zur Website des Museums) mit weiterführenden Informationen zur Waisenbrücke.

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Der aktuelle Prototyp besteht aus zwei Arduino Uno's inkl. Funkmodul (NRF24L01) zur kontaktlosen Signalübertragung über Entfernung und dimmbaren LEDs, die über einen der Schalter angeschaltet werden können.

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Ausblick

Nächste Schritte:

  • Umsetzung Box
  • Auswahl Licht
  • Strom Infrastruktur
  • Sinnvoller Zeitraum des Dimmens

Offene Fragen:

  • Was denkt die »Allianz Neue Waisenbrücke« über das Projekt?
  • Sind die Lichtsignale in Konflikt mit Schifffahrt?

Reflexion

Als Einstieg in das Thema waren für mich die Museumsbesuche inkl. deren Analyse sehr hilfreich. Was diesen Kurs für mich besonders gemacht hat, war die Verknüpfung an das Märkische Museum. Für mich war die Balance aus Beschränkung aufgrund des Ortes, und gleichzeitig die Freiheit innerhalb der Projekte sehr angenehm. Es war spannend zu sehen wie unterschiedlich die verschiedenen Projekte  geworden sind aber trotzdem über dieses Ort miteinander verbunden sind. In meinem persönlichen Prozess half es mir immer wieder mich zu orientieren und gab mir eine Richtung vor. 

Gerne hätte ich noch mehr Zeit gehabt um mehr im physischen Teil meines Projekts, also das tatsächliche bauen der Box, zu experimentieren. Leider war dies durch den spontanen Beginn meines Praktikums auch in den Semesterferien nicht mehr möglich. 

Eine wichtige Erkenntnis aus diesem Kurs war für mich, dass auch auf den ersten Blick vielleicht zu simple Konzepte oder Lösungen, gerade in ihrer Einfachheit spannend sein können.

Ein Projekt von

Fachgruppe

Interfacedesign

Art des Projekts

Studienarbeit im Hauptstudium

Betreuung

foto: Prof. Dr. Sebastian Meier

Zugehöriger Workspace

Stadtmuseum Berlin - Personalisierte Wissensräume

Entstehungszeitraum

Wintersemester 2021 / 2022

zusätzliches Material