Incom ist die Kommunikations-Plattform der Fachhochschule Potsdam

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Parallelraum | Space Base VR

Pünktlich zur Werkschau 2021 sollte innerhalb von zwei Projektwochen eine Virtual Reality (VR) Ausstellung in der Interfacewerkstatt realisiert werden. Dazu wurden verschiedene Szenarien entwickelt, die den Werkstattraum an der Fachhochschule in fiktionale Parallelwelten verwandelten und erfahrbar machten.

Ergebnis

Szenario

Ein Countdown mit sich erhellenden Bildschirm symbolisierte die Raketen Landung auf den Planeten. Die Forschenden befinden sich dann in der Raumstation und erhalten folgende Orientierungshilfe (textlich/auditiv):

Den Menschen ist es möglich, Exoplaneten zu besiedeln. Sie haben dich als Forschende:n vorausgeschickt, damit du dir einen ersten Eindruck des neu entdeckten Planeten KOI-7016.01 machen kannst. Du wurdest damit beauftragt die Basis zu errichten.

Damit der Text nicht dauerhaft sichtbar ist, wurde dieser auch an eine Zeit gekoppelt geknüpft. Gleiches gilt auch für den Abschlusstext, der nach ca. 3 Minuten erscheint.

Super, dank dir können die Transporter der Erde sicher landen. Du kannst den Raumstation durch diese Tür wieder verlassen.

Prozess

Bei der Ideenfindung zu Beginn wandelten sich unsere Ideen noch sehr viel. Dabei mussten wir diese leider oft aufgrund der technischen Vorgaben bzw. der mangelnden Zeit wieder verwerfen.

Als wir dann bei der Mechanik von „Ein kleines Objekt auf einen Tisch stellen und dieses erscheint vergrößert an anderer Stelle nochmal“ angekommen waren, kam schnell die Frage auf inwiefern man diese in einen thematischen Zusammenhang einbauen könnte.

Am Anfang hatten wir alle sehr viele einzelne Ideen und Ansätze, einigten uns dann jedoch relativ schnell darauf, dass unser Szenario eine Weltraumstation sein soll. Interessanterweise hatten wir dabei alle sehr ähnliche Bilder im Kopf, wie das folgende Moodboard zeigt.

Als die Grundidee stand machten wir uns viele Gedanken darum, wie wir in die Szene einführen könnten um den User*innen die Mechanik und das Setting zu erleichtern. Nach einigem Überlegen (siehe Skizzen) kamen wir schließlich zu einem Einführungstext, der zu Beginn die Grundidee erklären sollte (siehe oben).

Ein großer Teil der Arbeit bestand darin, die Basis in Blender zu modellieren und vor Allem auf die gegebenen Maße des Raums anzupassen.

Nachdem unser Raumplan feststand und die Weltraumbasis und das Interieur größtenteils fertig in Blender moduliert war, setzten wir die einzelnen Bestandteile in Unity zusammen, fügten Beleuchtungseffekte und Sounds hinzu. Besonders viel Zeit hat die Programmierung der verschiedenen Interaktionen mit C# in Anspruch genommen.

Herausforderungen

Eine der größten Herausforderungen war es, die physischen Grenzen des realen Raumes zu berücksichtigen und sich mit den anderen Gruppen abzusprechen, an welchen Stellen reale Objekte wie beispielsweise Tische platziert werden müssen. Bei der Konzeption musste auch darauf geachtet werden, dass sich bei der Ausstellung mehrere BesucherInnen gleichzeitig in unterschiedlichen virtuellen Räumen befinden können und diese möglichst nicht zusammenstoßen sollten. Um die Erfahrung so immersiv wie möglich zu gestalten, wurde statt den Controllern das eingebaute Handtracking der Quest2 benutzt, im späteren Verlauf stellte sich jedoch fest, das diese Technologie noch nicht komplett ausgereift ist, problematisch ist beispielsweise, das teilweise die Hände anderer im Raum befindlichen Personen als die eigenen erkannt werden.

Fazit

Milan:

Für mich bot die Projektwoche eine gute Möglichkeit, weiter an meinen Unity- und Programmierkenntnissen zu arbeiten. Ich hatte zwar schon etwas Vorerfahrung im Bezug auf VR, doch etwas auf Basis eines physischen Raumes zu entwickeln war auch für mich neu. Besonders interessant an Roomscale-VR finde ich, wie selbstverständlich man sich durch den echten Raum bewegen kann, ohne ihn wirklich zu sehen. Die physischen Grenzen der echten Welt bringen einen zusätzlichen Grad an Immersion. Das Projekt hat mich darin bestärkt, mich weiter mit der Thematik zu beschäftigen.

Sabrina:

Dieses Projekt bot mir die Möglichkeit, einen ersten Eindruck und ein Gefühl für VR zu bekommen. Ich hatte zwar immer Interesse, aber bis dato noch keinen Kurs besucht. Ohne große Vorerfahrung in Blender und Unity war der Kurs eine Herausforderung für mich. Deswegen habe ich mich in unserer Gruppe darauf konzentriert, eine Geschichte um unser Projekt zu spannen und deren Elemente zu integrieren. Sowie einige Feinheiten wie Hintergrundmusik, Effektsound und Spielereinen wie Staubpartikel einzufügen. Ich habe auf jeden Fall gefallen daran gefunden und werde sicherlich noch mindestens einen weiteren Kurs besuchen, um das hier gelernte auch weiter vertiefen zu können. Es war ein tolles Gefühl während der Werkschau die Menschen zu beobachten, die sich in unseren Raum aufhalten und sie die reale Welt herum vergasen.

Hannah:

Durch dieses Projekt habe ich einige Dinge zum ersten Mal kennengelernt: Selbst eine VR Anwendung zu gestalten, Unity, auch Grundlagen in C# (nur mit viel Hilfe und auch immer noch sehr dürftig). Aber es war wirklich ein super Einstieg in all diese Themen. Auch konnte ich mehr Erfahrung auf Themengebieten sammeln, die ich schon kannte, dabei vor Allem Blender und Storytelling. Alles in allem hatte ich leider eher mangelnde Vorkenntnisse auf dem Gebiet, weshalb ich vor Allem für die Skybox und einzelne 3D-Objekte zuständig war.

Auf der Werkschau dann zu beobachten wie Menschen mit unserer gebauten Welt interagieren war super. Von sehr zaghaftem Verhalten bis hin zu zwei Usern die versuchten das Mobiliar zu besteigen war alles dabei. Auch zu sehen, wie wir dachten dass mit dem Projekt interagiert wird im Kontrast dazu, was tatsächlich getan wurde war sehr interessant.

Ich persönlich habe unheimlich Lust, XR näher kennenzulernen.

Benjamin:

Ich bin in diesen Projektkurs gegangen um den Frust den ich in meinem Gehirn mit Unity verknüpft hatte zu beseitigen, denn leider hatte ich in einem vergangenem Kurs nur schlechte Erfahrungen mit Unity gemacht. Spoiler... es hat funktioniert! Klar Unity ist nicht perfekt und VR ist immer noch Neuland (nicht nur für Deutschland sondern für die ganze Welt) jedoch verspüre ich gerade deswegen einen ungemeinem Reiz dabei VR,AR oder XR mitzugestalten. Der Ansatz einer Roomscale-VR ist genial und dürfte vermutlich auch große Zweifler davon überzeugen das VR nicht tot ist. Durch meine Vorkenntnisse in Blender konnte ich unser Team tatkräftig unterstützen, indem ich mich um das Modeling der Spacebase gekümmert habe. 

Ich bin sehr stolz auf das Endergebnis und denke das es, gerade wenn man bedenkt das wir nur zwei Wochen zeit hatten, unglaublich immersiv ist. Also, tolles Team, toller Kurs, tolle Projektwochen!

Fachgruppe

Interfacedesign

Art des Projekts

Keine Angabe

Betreuung

Tim Ebert Sebastian Wloch

Zugehöriger Workspace

Parallelraum – Eine fiktionale VR-Experience

Entstehungszeitraum

Wintersemester 2021 / 2022

Keywords