In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Farbstudien und Malereien aus dem Kurs „Farbe und Form“ bei Prof. Klaus Keller.
Zur Einleitung und Vorstellung der Kursteilnehmer:innen begann der Kurs mit der Anfertigung eines Selbstportraits:
Mein Ziel war eine möglichst naturalistische Darstellung.
Eine große Herausforderung war für mich der Umgang mit den Farb-und Lichtverhältnissen auf der Haut.
Diese Farben kamen hier zum Einsatz:
Die sogenannte „Fleischfarbe“ aufgehellt mit „Titanweiß“ und schattiert mit „Umbra“,„gebranntem Sienna“ und „Paynesgrau“.
Ansonsten findet man hier „Elfenbeinschwarz,“Cyan„ und ein wenig “Zinnoberrot„.
Abstufungen und Überlagerung der Farben Cyan und Yellow, Paynesgrau und Titanweiß.
Abstufungen und Überlagerung der Farben Cyan und Magenta, Paynegrau und Titanweiß:
Bunte Kugeln, zur Übung der Dreidimensionalität mithilfe von Schattierungen der drei jeweiligen Grundfarben.
Studie zu den Lichtverhältnissen an einer Decken-Wandstütze.
Ein wenig Cyan, lässt den Schatten in den kühlen Hintergrund treten, wohingegen die beleuchtete Seite umso wärmer erscheint.
Untersuchung der Lichtverhältnisse einer Kugel in einer inszenierten Raumsituation. Dazu eine kolorierte Version mit Cyan und Magenta.
Abstrahierte Raumsituation mit poppigen Farbflächen im Kontrast.
Studie zu den Grüntönen einer Zimmerpflanze, mit Blättern zum Licht und im Schatten.
Cyan, Titangelb, Titanweiß und Olivgrün erzeugen die hell-bis leuchtend grünen Töne. Mithilfe von Indigo und Paynesgrau treten diese in den Schatten.
Untersuchung zur Farbe und Struktur einer Zitrone mit verschiedenen Gelbtönen auf Indigoblau. Mit Anlehnung an den Pointillismus, wollte ich die Schalenstruktur imitieren.
Fiktive Wolkensituationenen
Malen nach inszeniertem Modell zur Untersuchung der Glasreflexionen und Farbgebungen des Obstes und der Rose.
Studien an der FHP mit Bleistift/ Fettstift und Kohlestift.
Die folgenden Bilder sind während einer Segelreise durch die Adria auf dem Zweimaster eines Freundes entstanden. Die Bilder dokumentieren einen Teil der Reise von Medulin, über Susak, Mali Lošinj, Unije und Premuda in Kroatien.
Diese Farben habe ich verwendet:
Titanweiß, Elfenbeinschwarz, Paynesgrau, Cyan, Magenta, Umbra, Sienna, Indigoo, Olivgrün, Zitronengelb, Titangelb, Zinnoberrot und Ultramarinblau.
25. August:
Blick vom Cockpit des Schiffes nach Steuerbord auf die Bucht vor Medulin.
Sonnenuntergang bei Medulin mit benachbartem Schiff
27. August:
Nach einer traumhaften Fahrt und Schnorcheltour in einer Bucht bei Unije, hat es in der Nacht sehr stark gestürmt und gewittert.
27. August
Blick auf das Dorf bei einem Landspaziergang auf der wunderschönen Insel Susak.
28. August
Ankunft in einer Bucht der Insel Otocic Koludarac, in der Nähe der Stadt Mali Lošinj.
29.08
Erkundung einer verlassenen, winzigen Insel mit Blick auf die benachbarte Insel
31. August
Blick auf unser Schiff in einer kleinen Bucht mit unglaublich türkis schimmerndem Wasser. Das Wasser in der Bucht war so klar, dass man selbst vom Boot aus jede Pflanze und jeden Fisch unter Wasser sehen konnte.
In der Vergangenheit habe ich viel mit Acryl gemalt. Vor allem in der Bewerbungszeit um einen Studienplatz, habe ich mich auch mit diesem Handwerk auseinandergesetzt. Leider hab ich mir seitdem nie wirklich mehr Zeit genommen, zu malen und die Fähigkeiten zu erweitern.
Dieser Kurs hat mich wieder zu dem Medium der analogen Farbe zurückgeführt und wieder vertraut gemacht. Insbesondere das Feingefühl beim Mischen und der Pinselführung bedarf einer Routine, die „warm gehalten“ werden muss.
Im Laufe der Zeit habe ich ein stärkeres Feingefühl für das Mischen von Farben trainiert und wurde immer schneller und sicherer.
Außerdem habe ich ein höheres Bewusstsein für Farben in meiner Umgebung entwickelt. Vor allem durch die Naturstudien habe ich meine Umwelt auf ihre Farben analysiert und überlegt, wie man dies und jenes wohl mischen würde. Die Sensibilität für Farben und ihre Wirkung ist natürlich auch immens wichtig für die digitale Arbeit.
Mein größter Feind beim Malen ist die Ungeduld. Unüberlegt und überstürzt die Farben zu mischen und aufzutragen, kann experimentell wirken, ist aber weniger sinnvoll beim Lernprozess.
Ein Glück war ich im Urlaub und konnte mal so richtig endschleunigen. Zuhause hat man immer das Gefühl „Wichtigeres“ noch erledigen zu müssen und man nimmt sich weniger Zeit dafür. Durchweg jeden Tag ein Bild zu malen, wie in der Zeit des Urlaubs, hätte ich wahrscheinlich Zuhause nie geschafft. Umso mehr habe ich gelernt, wie wichtig es ist, richtig zu beobachten und gezielt in die Umsetzung zu starten. Malen braucht einfach seine Ruhe und Distanz vom Alltag.
In Zukunft möchte ich mir öfter die Zeit nehmen, analog mit Farbe zu arbeiten. Der regelmäßige Abstand zur digitalen Arbeit und das Endschleunigen der Arbeitsprozesse wird mir bestimmt gut tun.