Incom ist die Kommunikations-Plattform der Fachhochschule Potsdam

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My Home, My Office

Seit Beginn der Pandemie 2020, sitzen immer mehr Menschen im Home Office. Der Zuwachs an fleißigen Arbeiter*innen zuhause wird immer größer. Auf der ein Seite ist es gut zu wissen das die Arbeit die man ausübt auch an anderen Orten vollbracht werden kann. Wir sind also nicht mehr an unser Büro gebunden. Das Home Office bringt nicht nur gute Seiten zum Vorschein, denn die meisten Menschen arrangieren sich mit der Situation. Schon aus dem Grund das es für alle Menschen zur Zeit sicherer ist. Einige davon konnten auch vor der Pandemie das Home Office nutzen. Allerdings eher aus freiwilligen Gründen. Wenn wir in Situationen hineingezwungen werden, bekommt das Ganze einen Faden bei Geschmack. Nun sind wir gerade in so einer Situation wo wir schon seid Monaten von zuhause aus arbeiten müssen. Die meisten von uns mussten sich ihren Arbeitsplatz zuhause erstmal einrichten. Die wenigsten von ihnen besitzen ein separates Zimmer, wo sie ihrer Arbeit nachgehen können. Viele von uns sitzen mitten in ihrem Wohnraum, sprich in dem Raum wo entweder gekocht oder wo geschlafen wird. Die Abgrenzung vom Privaten und Arbeit wird uns dadurch erschwert. Normalerweise gehen wir aus der Bürotür raus, verlassen das Gebäude und können somit unseren Arbeitsalltag hinter uns lassen doch wie funktioniert es wenn der Arbeitsplatz in unsere privaten Räumen ist? Das einfache zuklappen des Laptops klappt nicht für jeden. Pflanzen werden vor dem Arbeitsplatz positioniert oder gar ein Raumtrenner wird aufgestellt.
Doch gibt es viele Menschen denen es erheblich schwerer fällt und die räumliche Trennung brauchen um abschalten zu können

In meiner Studie bin ich dem Thema : Wie ergeht es den Menschen im Home Office, auf dem Grund gegangen. Ich wollte wissen was das Home Office mit dem Mensch macht, was die positiven und negativen Dinge daran sind , was für Produkte am Arbeitsplatz nicht fehlen dürfen und wie der Traumarbeitsplatz ausschaut.

Im Grunde genommen geht es allen Menschen doch recht ähnlich, sie haben sich mittlerweile an die Situation gewöhnt (50% der Befragtinnen). Es gibt nur kleine Unterschiede zwischen dem 1. und dem 2.Lockdown, wie zum Beispiel, das 50% der Teilnehmerinnen den 2.Lockdown unangenehmer fanden, was allerdings daran liegen könnte das die Situation für alle schon sehr lange anhält und wir uns nach einer Veränderung sehen. Besonders weil der Sommer dazwischen lag, wir uns mit mehr Menschen treffen konnten, die Sonne uns mehr Kraft gegeben hat und wir durchatmen konnten. Eigentlich könnte behauptet werden, das der 2.Lockdown angenehmer sein sollte. Eben weil wir nochmal Kraft tanken konnten doch unsere Nerven liegen so langsam blank. Was am meisten vermisst wird, sind die Menschen die mit uns den Arbeitsalltag teilen. Wir merken alle, wie Goldwert die Gespräche bei der Arbeit von Angesicht zu Angesicht sind. Wieviel Freude es uns bereitet ein kleinen Plausch auf dem Flur zu haben, die Mittagspause gemeinsam zu verbringen oder Fragen in Windeseile beantwortet zu bekommen ohne jemanden eine Email schreiben zu müssen oder den Telefonhörer in die Hand zunehmen. Schon alleine der Weg zur Arbeit und von der Arbeit weg und die damit verbundene Abgrenzung. Das Gute an dem erneuten Lockdown ist das wir alle schon geübt sind,
unsere vorherige Struktur und Routinen können wir wieder aufgreifen. Natürlich lassen wir uns nach wie vor gerne von anderen Dingen die um uns rumschwirren, wie z.B. aufs Handy schauen, Haushalt, ein kleiner Plausch mit den Mitbewohner*innen oder Sreaming-Diensten ablenken und dem/der einen fällt es leichter sich auf die Arbeit zu konzentrieren. Die wenigsten haben das Gefühl das sie im Home Office mehr arbeiten als im Büro. Was wir alle doch zu 100% vermissen sind unsere Mitmenschen die uns den Arbeitsalltag erleichtern und versüßen. Wir versuchen so gut es geht uns das Home Office schön zu machen. Der Arbeitsplatz wird neu gestaltet, erweitert und doch nochmal umgestellt oder die ganze Wohnung bekommt einen neuen Anstrich um neuen frischen Schwung in die Bude zu bringen.

Es ist fast egal in was für einen Bereich wir tätig sind, ob Öffentlichkeitsarbeit, Studium, Webentwicklung, Rechtliche Berufsberatung, Designstudio usw., auch in was für einer beruflichen Position wir uns befinden, denn uns alle verbindet eins: „das Home Office“. Bei uns allen schaut der Arbeitsplatz doch recht ähnlich aus. Zu der Grundausstattung gehört ein Tisch, Stuhl, Computer, Stift, Papier und etwas zu trinken. Das ist natürlich noch nicht längst alles was den Arbeitsplatz 2020/2021 ausmacht. Ich wollte etwas genauer in die Tiefe und habe deshalb meine Teilnehmerinnen gefragt was ihr Arbeitsplatz ausmacht und wo er sich befindet. 70% der Befragtinnen haben ihren Schreibtisch in der nähe eines Fensters oder sogar direkt davor. In die Ferne schauen vermittelt uns ein gutes Gefühl, wir können besser nachdenken, vor allem wenn der Raum in dem wir uns befinden recht klein ist. Denn „der Mensch braucht Raum um denken zu können“. Die andern 30% gaben an, das ihr Schreibtisch entweder in ihrem Schlafzimmer, Wohnzimmer oder im Gästezimmer sich befindet.
Das schöne am Home Office ist, das wir unser Homeoffice so gestalten können wie es uns passt. Keiner macht einem Vorschriften wie etwas zu sein hat. Die einen genießen im Home Office ihre eigenen Kaffeemaschine zu nutzen, viel Licht zu haben, unordentlich sein zu können, den Blick nach draußen, zwei Bildschirme oder einfach nur die gemütliche Atmosphäre. Was auf keinen Fall am Arbeitsplatz neben der Grundausstattung fehlen darf, da sind wir uns alle einig, ist etwas zu trinken. Doch sind wir alles Individuum die unterschiedliche Bedürfnisse haben und daher gibt es neben dem Glas Wasser oder der Tasse Kaffee/Tee noch mehr was den Arbeitsplatz zu seinem persönlich Platz macht. Von Tageslichtlampe, Terminkalender, Post its, Duftstäbchen, Musik, Scrapbook, Handy, Headset über Pflanzen ist alles dabei. Wenn man aber in die Runde fragt wie der Traumarbeitsplatz aussehen soll, werden all die Kleinigkeiten die doch so besonders an unserem Arbeitsplatz sind, nicht aufgezählt. Viel mehr wird deutlich, das wir unser zuhause für uns haben wollen und es nicht mit der Arbeit verbinden möchten. Hin und wieder im Home Office zu sein scheint für jeden von uns eine Möglichkeit, doch brauchen wir die Abwechslung und vor allem die Abgrenzung.

Ein Projekt von

Fachgruppe

Theorie

Art des Projekts

Studienarbeit im Hauptstudium

Betreuung

Prof. Marion Godau Prof. Jörg Hundertpfund

Zugehöriger Workspace

My Home is my Office? Büroarbeit der Zukunft

Entstehungszeitraum

Wintersemester 2020 / 2021