Incom ist die Kommunikations-Plattform der Fachhochschule Potsdam

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ANALYSE – Poster Interaktionsprotokoll

ANALYSE – Poster Interaktionsprotokoll

Poster zur Visualisierung eines Kontaktprotokolls mit anderen Menschen

Aufgabe

Sammeln Sie Ideen zu Daten zum Thema »Ich und meine Daten«, z.B. Daten eines Tages aus Ihrem Leben wie Mobilitätsdaten, Kommunikationsdaten, Persönliche Daten. Überlegen Sie dabei Fragen, nach denen Sie Daten suchen können. Überlegen Sie Kategorien, wie Sie die Daten ordnen können. Skizzieren Sie unterschiedliche Darstellungsformen, wie Sie Ihre Daten darstellen können. Entwerfen sie ein Poster im A1 Format zur Visualisierung der Daten.

Ideenfindung

Naheliegend war es, Daten zu nehmen, welche durch die Nutzung von Laptop, Smartphone und Smartwatch bereits anfallen. Als spannender erwies es sich dann aber, neue Daten zu einem Thema zu sammeln, um damit etwas bisher nicht getracktes besser verstehen zu können. Aus der ursprünglichen Idee, jede Art von Kontakt mit anderen Menschen festzuhalten, wurde dann der Plan, nur Interaktionen mit anderen Menschen festzuhalten, da dies interessanter ist, als z.B. ein bloßer Sichtkontakt auf der Straße, und da es sich besser im Alltag tracken lässt. Mit der andauernden Corona-Pandemie erhielten solche Daten auch noch einmal besondere Relevanz, da jeder Kontakt eine Infektionsgefahr birgt, und da es unter einem „Lockdown“ Kontaktbeschränkung gab.

Datenerfassung

Ich habe eine Woche lang ein paar Mal am Tag reflektiert, mit 1. welchen Personen 2. an welchem Ort und 3. auf welche Weise ich Kontakt bzw. Interaktion hatte. Jede Interaktion habe ich so in einer Notiz auf dem Smartphone eingetragen. Dazu, wie eine Interaktion erfolgte, gehörte z.B. ob es Blickkontakt gab, ob es Körperkontakt gab, oder ob Gesprochen wurde. Auch digitale Interaktionen habe ich notiert, wie z.B. Anrufe, Video-Chats, Text-Chats und E-Mails.

Zeitlich habe ich nur notiert, ob eine Interaktion tags oder nachts stattfand. Die chronologische Reihenfolge der Interaktionen ergab sich mit dem Tracking.

Ich habe ebenfalls notiert, ob ich eine Maske (Mund- und Nasenbedeckung) getragen habe. Diese Daten habe ich jedoch nach ein paar Tagen des Tracken verworfen, da die Interaktionen, bei denen ich eine Maske trug, sehr selten waren, und da ich finde, dass das Tragen der Maske in einem anderen Kontext untersucht werden müsste.

Analyse

Mein Ziel war nicht eine vollständige Repräsentation aller Daten, sondern das Aufzeigen von Mustern und Zusammenhängen. Deswegen habe ich für alle Interaktionen Kategorien gefunden, zu denen sie sich zuordnen lassen. Die Spezifikationen (Mit wem? Wie? Wo?) der Interaktionen ließen sich auf einige wenige Gruppierungen zusammenfassen. Wo viele Interaktionen angefallen sind, wie mit meiner Freundin, habe ich diese Person als eigene Kategorie visualisiert. Andere Personen wurden z.B. unter „Freunde“ zusammengefasst.

Mit wem ich interagierte, ließ sich in folgende Gruppen einteilen: Fachhochschule, Berufliche Kontakte, Mitbewohner (meiner WG), Freunde, Freundin, Verwandte. 

Wie ich interagierte, ließ sich einteilen in: Anruf, Videochat, Text (z.B. Messenger, WhatsApp, Telegram, Mail), ein analoges Treffen aus Blickkontakt und Gesprochenem, ein analoges Treffen aus Blickkontakt und Gesprochenem und zusätzlich Körperkontakt.

Wo eine Interaktion stattfand, ließ sich einteilen in: Meine WG, bei Freundin, Unterwegs (unter freiem Himmel), Fachhochschule, Auto und andere Transportmittel (Straßenbahn).

Visualisierung

Mein ursprüngliches Ziel war es, jede Interaktion visuell in einem kleinem, quadratischem Element festzuhalten. Diese Elemente sollten in einem rechteckigen Raster so angeordnet sein, dass es ein detailreiches Mosaik/Muster ergab. Dafür war die Zahl der Interaktionen jedoch nicht groß genug, weshalb ich zur besseren „Lesbarkeit“ jedes Element mit einer Lücke neben ein anderes in ein Raster setze. So ist jede Interaktion gut erkennbar und unterscheidbar.

Jede Spezifikation der Daten habe ich visuell mit einer Form oder Farbe dargestellt. Eine Legende ordnet diese Formen und Farben den Kategorien zu. Schaut man also welche Form/Farbe was bedeutet, sollte man auf einen Blick einen Eindruck davon bekommen, wie oft und in welchen Zeiträumen so eine Interaktion stattfand. Durch zwei Farbebenen und zwei Formebenen konnte ich so alle aufgezeichneten Aspekte einer Interaktion gut vereint darstellen.

Mein Ziel war außerdem, eine schlichte, und fast schon minimalistische Ästhetik. Deshalb habe ich mich auf einfache Formen und eine schlichte Gestaltung des Posters beschränkt.

Fertiges Poster

Fazit

Ich bin mit der Ästhetik des Posters zufrieden. Die einzelnen Interaktionen sind als Element aus zwei farbigen Formen gut unterscheidbar. Alle Farben/Formen sind auf einen Blick gut erkennbar. Noch interessanter wäre gewesen, mehr Daten, vielleicht von einem Monat darzustellen. Dann hätte man die Tage auch als einzelne Quadrate darstellen können, um die chronologische Reihenfolge besser erkennbar zu machen. Denn dieser Aspekt ist durch die Darstellung Zeilenweise nicht so gut auf einen Blick erkennbar. Die Visualisierung würde sich auch gut für andere Daten eigenen. Der Druck des A1 Posters erfolgte über Reprocenter GmbH in Halle auf mattes Papier, womit ich sehr zufrieden bin, da ein mattes Schwarz hochwertig wirkt und sich von typischen Hochglanz Postern unterscheidet.

Ein Projekt von

Fachgruppe

Interfacedesign

Art des Projekts

Studienarbeit im Grundstudium

Betreuung

Prof. Constanze Langer

Zugehöriger Workspace

Analysemethoden im Interfacedesign — Mensch + Kontext

Entstehungszeitraum

Wintersemester 2020 / 2021

Keywords