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Entwicklung eines explorativen User-Interface für den digitalen Bibliothekskatalog der Fachhochschule Potsdam

Entwicklung eines explorativen User-Interface für den digitalen Bibliothekskatalog der Fachhochschule Potsdam

ABSTRACT
Die Bibliothek der Fachhochschule Potsdam eröffnet auf zwei Stockwerken eine Vielzahl von leihbaren Medien. Die Räumlichkeiten laden zum Verweilen ein und Besucher können sich nach Belieben umsehen und die gesammelten Werke erkunden. Für Nutzer des Online-Kataloges der Bibliothek hingegen, ist es derzeit nur möglich durch Eingabefelder gezielt nach Literatur zu suchen. Was die Suchmaske nicht ermöglicht, ist ein explorativer Zugang zum literarischen Bestand. Doch gerade dieses Flanieren in Informationsumgebungen bringt oftmals Ergebnisse, deren Fund zwar nicht konkret angestrebt wurde und dennoch von Interesse sind.

Durch die zunehmende Digitalisierung gewinnt auch der digitale Zugang zum Bibliotheksbestand immer mehr an Wichtigkeit. Zeitgenössische Ereignisse wie die Corona-Krise, die zu einer temporären Schließung der analogen Bibliothek führte, unterstützen dieses Bedeutungswachstum. Daher sollen für Studenten und Mitarbeiter der Fachhochschule Potsdam sowie für externe Besucher neue Wege kreiert werden die Bibliothek als Ort der Literatur- und Informationssammlung digital erfahrbar zu machen. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage wie sich ein digitaler Zugang zur Hochschulbibliothek schaffen lässt, der den Bestand visuell erkundbar macht und das Prinzip der Serendipität unterstützt. Dokumentiert wird außerdem die Entwicklung eines Lösungsansatzes in Form eines explorativen User-Interface für den digitalen Bibliothekskatalog der Hochschule. Sowohl die gezielte Literaturrecherche als auch ein spielerisches Erkunden der Bücherlandschaft soll damit ermöglicht und an die Vielfalt seiner Nutzer visuell adressiert werden. Durch die Visualisierung des Bibliotheksbestandes und durch visuelle Filtermethoden wird die Wahrscheinlichkeit für zufällige Funde erhöht. Für Nutzer entstehen dadurch neue Wege Literatur zu entdecken. Darüber hinaus kann das neugestaltete Interface Informationen sichtbar machen, die bei einem Besuch in der analogen Bibliothek verborgen blieben und bietet somit nicht nur eine Übersetzung, sondern auch eine Erweiterung auf eine digitale Ebene für die Bibliothek als Sammlung kulturellen Wissens.

Arbeit von Corinna Allwang, Studiengang Interfacedesign

1. EINLEITUNG

Serendipität bedeutet

»Prinzip der Zufälligkeit einer ursprünglich nicht angestrebten, aber bedeutenden Entdeckung; auch die zufällige Entdeckung selbst« (Dudenredaktion, o. J.).

Dieses Prinzip kann bei einem Besuch in der Bibliothek der Fachhochschule Potsdam Anwendung finden. Dort kann nach Belieben in der Literaturlandschaft gestöbert werden, ohne dabei nach einem bestimmten Werk zu suchen. So entstehen zufällige Funde, die nicht angestrebt waren und trotzdem im Interessengebiet des Besuchers liegen. Auch im digitalen Raum kann Serendipität vorteilhaft sein. Ein spielerischer Zugang zu komplexen Datenbanken und -strukturen lässt es zu, unerwartete Entdeckungen zu machen. Allerdings dominiert bei der Recherche in digitalen Datenbanken nach wie vor die Methodik der gezielten Suche über ein Eingabefeld. So auch im Online-Katalog der Bibliothek der Fachhochschule Potsdam. Mit der Entwicklung eines Entwurfs für ein exploratives Interface für den digitalen Hochschulkatalog soll ein visueller Zugang zum Bibliotheksbestand gestaltet werden, der inspirierende Literaturentdeckungen ermöglicht.

Dieses Prinzip kann bei einem Besuch in der Bibliothek der Fachhochschule Potsdam Anwendung finden. Dort kann nach Belieben in der Literaturlandschaft gestöbert werden, ohne dabei nach einem bestimmten Werk zu suchen. So entstehen zufällige Funde, die nicht angestrebt waren und trotzdem im Interessengebiet des Besuchers liegen. Auch im digitalen Raum kann Serendipität vorteilhaft sein. Ein spielerischer Zugang zu komplexen Datenbanken und -strukturen lässt es zu, unerwartete Entdeckungen zu machen. Allerdings dominiert bei der Recherche in digitalen Datenbanken nach wie vor die Methodik der gezielten Suche über ein Eingabefeld. So auch im Online-Katalog der Bibliothek der Fachhochschule Potsdam. Mit der Entwicklung eines Entwurfs für ein exploratives Interface für den digitalen Hochschulkatalog soll ein visueller Zugang zum Bibliotheksbestand gestaltet werden, der inspirierende Literaturentdeckungen ermöglicht.

2. Historischer Kontext

In den 1960er Jahren erfolgte die Kommunikation mit Computern primär in textlicher Form. Programmierer gaben die Kommandos in die Konsole oder das Terminal des Rechners ein (Hellige, 2008, S. 32). In den 1970er Jahren wurde mit Einzug der Rechenmaschinen in die Bürowelt ein großzügiger, visueller Zugang zu den Interaktionsmöglichkeiten geschaffen. Die Bedienung sollte nicht länger Informatikern vorbehalten sein, sondern auch für Nutzer ohne Hintergrundwissen möglich sein. Die »Desktop-Metapher« entstand: Eine Vergegenständlichung des Interface mit Metaphern aus dem Büroalltag wie Schreibtisch, Fenstern, Papierkorb, Icons und Menüs (Hellige, 2008, S. 48).

Bei den meisten Suchinterfaces für große Datenbanken oder das Internet dominierte nach wie vor die textliche Schlagworteingabe. Komplexe Datenstrukturen blieben hinter Suchmasken verborgen und konnten nur durch gezielte Suchbegriffe erreicht werden. Perfektioniert wurde diese Methode von Internet Suchmaschinen wie Yahoo! und Google, die in den 1990er Jahren gegründet wurden.

In den vergangenen Jahren wuchs jedoch das Interesse an explorativen Suchinterfaces. Der FilmFinder aus dem Jahr 1994 war eines der ersten Interfaces, das dynamische Anfragen ermöglicht. Nutzer können dabei ihre Abfragen mit Slidern, Buttons und anderen Filtern schrittweise anpassen. Die dadurch veränderten Ergebnisse werden unmittelbar ersichtlich (siehe 4.1). Anfang der 2000er Jahre fanden in den USA mehrere Veranstaltungen für Forscher, Psychologen, Informationswissenschaftler sowie Führungskräfte der Industrie statt, die zum Ziel hatten die Anforderungen der zukünftigen Informationssuche zu definieren. Der Schwerpunkt sollte dabei auf einer explorativen Suche liegen, deren Entwicklung damit entscheidend vorangetrieben wurde (White und Roth, 2009, S. 7 – 8). Flamenco aus dem Jahr 2003 ist eine Kombination von mehreren Interfaces, die es ermöglichen nach bestimmten Kategorien zu suchen und die Ergebnisse damit zu filtern. 2008 führte Google die Funktion »Google Suggest« ein. Dabei werden Nutzern beim Eintippen von Suchbegriffen Vorschläge zum Vervollständigen der Anfrage in einem Drop-Down Menü angezeigt. Dadurch können Nutzer schneller zum gewünschten Suchergebnis gelangen, ohne dabei eine neue Anfrage stellen zu müssen (Ryte, 2020). 

Mit digitalen Visualisierungen konnten sich Nutzer erstmals Überblick über abstrakte Datensammlungen verschaffen. Durch den technischen Fortschritt konnten diese mit dreidimensionalen Ansichten und Animationen weiterentwickelt werden.

3. Suchmethoden & Zielgruppen

Bei der Suche in digitalen Informationsumgebungen können zwei Vorgehensweisen voneinander abgegrenzt werden:

Explorative Suche: Die Nutzer bewegen sich in digitalen Informationsräumen ohne dabei eine konkrete Frage beantworten zu wollen und ein bestimmtes Ziel zu verfolgen. Oftmals sind sie (noch) nicht in der Lage ihr Ziel klar zu formulieren und wissen nicht wie sie vorgehen sollen, um an benötigte Informationen zu kommen. Während sie sich in Informationsumgebungen bewegen, können unerwartete und überraschende Entdeckungen gemacht werden. Sie gehen kritisch, kreativ und spielerisch vor. Ein Nutzer, der nach dieser Methodik vorgeht, beschreiben Dörk, Carpendale & Williamson (2011, S. 1 ff.) als »Information Flaneur«.

Studien zeigten, dass die facettierte Suche bei Nutzern ein höheres Maß an Zufriedenheit schafft und ihnen hilft, sich in unbekannten Informationsräumen zurecht zu finden (Yee et al., 2003). Die Nutzer haben mehr Vertrauen zu der Informationsquelle und behalten die Suche und die daraus resultierenden Ergebnisse besser im Gedächtnis. Entscheidend bei dem Explorationsprozess ist die gebotene Auswahl an Facetten (Kules et al., 2009).

Fokussierte Suche: Bei dieser Methode gehen Nutzer gezielt vor und suchen nach einer speziellen Information. Mit Hilfe einer Datenbank-Abfrage in Form von Schlagworteingabe soll diese auf direktem Weg erreicht werden.

Beide Methoden können von der selben Person je nach Bedarf verwendet werden. Die vorliegende Arbeit soll zwar auch die gezielte Suche ermöglichen, jedoch primär an Literatursuchende adressiert werden, die kein bestimmtes Werk finden möchten, sondern den Bibliotheksbestand explorativ erkunden möchten. Anvisierte Personengruppen sind Studenten und Mitarbeiter der Fachhochschule Potsdam sowie Studieninteressierte und Menschen mit Interesse an wissenschaftlicher Literatur und Affinität zu digitalen Medien.

4. Verwandte Arbeiten

Die folgenden Arbeiten geben einen Überblick über bestehende Methoden zur Visualisierung komplexer Datenstrukturen sowie über visuelle Filtermethoden. Zur Analyse dienten sowohl digitale Darstellungen von Bibliotheksbeständen als auch anderer Objekt- und Mediensammlungen.

4.1 FilmFinder

Der FilmFinder ist ein frühes Interface zur Erkundung von Filmen. Entwickelt wurde es von Ben Shneiderman und Christopher Ahlberg im Jahr 1994. Es bietet Zugang zu 1.838 Filmtiteln, 5.468 Schauspielern und 1.463 Regisseuren. Suchergebnisse werden in einem Zwei-Achsen-System dargestellt, das eine Einordnung nach Produktionsjahr des Films und dessen Bekanntheit ermöglicht. Durch eine Farbcodierung können Filmgenres differenziert werden wie beispielsweise Drama, Mystery oder Comedy. Der Suchende kann nach Titel, Schauspieler und Schauspielerin sowie nach Regisseur und Länge des Films suchen. Eine Detailansicht bietet nähere Informationen zu dem gewählten Film.

4.3 Bohemian Bookshelf

»The Bohemian Bookshelf«-Visualisierung wurde im Jahr 2012 von Alice Thudt, Uta Hinrichs und Sheelagh Carpendale von der University of Calgary entwickelt. Die Umsetzung ist in der Universitätsbibliothek von Calgary zu finden. Ein Prototyp kann über die Website http://www.alicethudt.de/BohemianBookshelf/ getestet werden. Durch die Kombination von fünf verschieden Interfaces wird Zugang zu 250 Büchern geboten. Thudt schreibt über das Projekt unter anderem:

»With the Bohemian Bookshelf our intention was to create a digital parallel to the open-ended 'browsing the shelves' experience that has been shown to encourage serendipitous discoveries in libraries or bookstores« 
(Thudt, o. J.).

Herausstechend bei dieser Arbeit sind die verschiedenen Durchsuchungsmöglichkeiten: Neben rein inhaltlichen Faktoren wie Titel, Autor, Schlagwörter, Veröffentlichungsjahr und referenzierter Zeit eines Buches lässt sich auch nach physischen Merkmalen eines Buches suchen wie Seitenzahl, Cover und Coverfarbe. Dadurch entsteht eine Annäherung zwischen dem analogen Buch und seinem digitalen Repräsentanten. Bei einer verhältnismäßig kleinen Datenbank funktioniert diese Informationsvisualisierung sehr gut, kann jedoch bei einer größeren Menge an Daten unübersichtlich werden. Ferner sind die Vorschaubilder der Bücher und der dazugehörige Text sehr klein und schlecht erkennbar. Fehlend ist außerdem eine Möglichkeit direkte Eingaben vorzunehmen und gezielt nach einem Werk zu suchen.

4.2 Sitterwerk Katalog

Der Online-Katalog der Stiftung Sitterwerk (https://sitterwerk-katalog.ch) umfasst insgesamt rund 24.000 Objekte, bestehend aus Büchern, die sich in der Kunstbibliothek der Stiftung befinden, sowie Materialien aus dem Werkstoffarchiv. Die Besonderheit dieser Bibliothek ist das Prinzip der dynamischen Ordnung. Bücher haben keinen festen Platz, sondern können an einem beliebigen Ort innerhalb der Räumlichkeiten abgelegt werden. Jedes Buch ist statt mit einer Signaturetikette mit einem RFID-Chip versehen. Mit Hilfe dieser Technologie findet durch das tägliche Scannen des kompletten Bestandes eine permanente Inventur statt. Die dadurch gewonnen Standortinformationen werden in den Online-Katalog übertragen, wodurch Nutzer jederzeit den aktuellen Standort jedes einzelnen Buches erfahren können. Diese innovative Ordnungsstrategie soll die Individualität und das Prinzip der Serendipität fördern.

Der digitale Katalog wurde im Jahr 2010 entwickelt und acht Jahre später von dem Grafiker István Scheibler neu gestaltet. Er visualisiert den Sammlungsbestand auf räumliche Weise und listet nicht nur Resultate auf, sondern gibt darüber hinaus Auskunft über den Standort des gesuchten Objektes. Durch die digitale Abbildung von Buchrücken und -cover, sowie den benachbarten Werken, kann das gesuchte Buch in den Regalen schneller gefunden werden. Auf diese Weise wird die Suche über ein konventionelles Eingabefeld um eine innovative und intuitive Ebene erweitert, die das Prinzip der dynamischen Ordnung in den digitalen Raum überträgt und die Grenzen zwischen der analogen und digitalen Bibliothek verschwimmen lässt.

Fehlend bei der Durchsuchbarkeit des Online-Kataloges sind Möglichkeiten die Suche einzugrenzen. Es lässt sich ausschließlich durch den kompletten Bestand navigieren, was bei der großen Anzahl an Objekten unvorteilhaft ist. Die Suche nach Literatur, ohne dabei nach einem speziellen Titel zu recherchieren, kann somit erschwert werden.

4.4 VIKUS Viewer

Der VIKUS Viewer (https://vikusviewer.fh-potsdam.de/) ist eine Open-Source-Software zur Visualisierung großer Datenmengen und kommt vorrangig bei kulturellen Sammlungen zum Einsatz. Entwickelt wurde die webbasierte Anwendung von Christopher Pietsch, Marian Dörk und Katrin Glinka. Das Interface bietet unterschiedliche Perspektiven zum Betrachten einzelner Objekte. Auf der Startseite wird zunächst eine chronologische Übersicht des kompletten Sammlungsbestandes in Form von Miniaturbildern gezeigt. Dabei kann unter anderem nach Schlagwörtern, die sich auf Themen und Techniken der Kunstwerke beziehen, gefiltert werden. Durch Scrollen lassen sich die Artefakte heranzoomen, was die Visualisierung lebendig wirken lässt und einen räumlichen Eindruck erweckt. Bei der Auswahl eines bestimmten Artefakts wird dieses für eine Detailansicht mit zusätzlichen Informationen vergrößert. Hier kann das Werk in hochauflösender Form betrachtet werden.

4.5 Silk Memory

Diese digitale Visualisierung (https://www.silkmemory.ch) der Archivdatenbank zur Züricher Seidenindustrie ermöglicht einen explorativen Zugang zu 5.520 digitalen Abbildungen von Textilien, Bildern und Büchern. Entwickelt wurde sie von der Forschungsgruppe Produkt & Textil der Hochschule Luzern - Design & Kunst. Einzelne Artefakte können mit Hilfe von Stichworteingabe und durch visuelle Filter erkundet werden. Gefiltert werden kann nach Firma, Funktion, Ikonografie, Technik, Farbe, Produktion, Ort und Partner. Die durch den Einsatz eines Filters entstandenen Ergebnisse dienen gleichzeitig als Ausgangsmenge für weitere Selektionsbefehle. Die Suche kann dadurch Schritt für Schritt verfeinert werden. Wird zum Beispiel nach der Firma »Camenzind« gefiltert, kann nicht gleichzeitig nach der Firma »Testex« gefiltert werden. Die nach »Camenzind« gefilterte Ergebnismenge kann weiterverarbeitet und nach anderen Attributen selektiert werden, beispielsweise nach Technik. Hier stehen folglich nur noch die Techniken zur Auswahl, die von der Firma »Camenzind« unterstützt werden. Der Suchende erhält weiterhin Informationen zu der Anzahl an Objekten, die sich in einer Kategorie befinden, was der Übersichtlichkeit dient. Insgesamt unterstützt das Webportal das Browsing sehr gut. Da es zusätzlich ein Eingabefeld für konkrete Suchbegriffe bietet, ist diese Visualisierung eine gelungene Kombination aus gezielten und explorativen Suchmöglichkeiten.

5. Problemstellung

5.1 Bibliothek der FH Potsdam

Die 1992 gegründete wissenschaftliche Bibliothek der Fachhochschule Potsdam erstreckt sich auf zwei Stockwerken und einer Fläche von insgesamt 2.600 qm. Seit April 2009 ist ihr Sitz im Hauptgebäude Kiepenheuerallee 5 in Potsdam und ist öffentlich zugänglich. Ihr Bestand umfasst analoge und digitale Medien wie Bücher, Zeitschriften, DVDs, e-Books und e-Journals und ist in die Fachbibliotheken Sozialwissenschaften, Bau.Kunst.Gestaltung und Informationswissenschaften gegliedert. Zur visuellen Orientierung ist jeder Fachbibliothek eine andere Farbe zugeordnet. Die Aufstellung der Medien erfolgt primär nach der GHB-Systematik, wobei den Informationswissenschaften zusätzlich die Systematik des Informationszentrums für Informationswissenschaft und -praxis zugrunde liegt. Bei der GHB-Systematik werden Medien nach Wissenschaften klassifiziert. Es handelt sich dabei um eine enumerative Systematik. Diese Methode eignet sich für einen großen Bibliotheksbestand, der aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen besteht und ermöglicht das Stöbern darin. Nachteilig daran ist, dass in der Konsequenz andere Möglichkeiten der explorativen Literaturrecherche ausgeschlossen werden, wie beispielsweise die Suche nach einem bestimmten Verfasser oder nach ausschließlich aktueller Literatur eines Themengebietes.

5.2 Digitaler Bibliothekskatalog der FH Potsdam

Die Analyse des gegenwärtigen Webinterface konzentriert sich ausschließlich auf die gebotene Darstellung der Such- und Filtermöglichkeiten. Auf eine ausführliche Beschreibung des gesamten Interfaces wird verzichtet.

Beim Öffnen des Online-Kataloges (https://opac.fh-potsdam.de/InfoGuideClient.bfpsis/start.do?Login=wobfp01) gelangen Nutzer auf die Seite zur Literatursuche. Hier kann zwischen den Menüpunkten Einfache Suche und Erweiterte Suche unterschieden werden. Die einfache Suche kann über ein Eingabefeld vorgenommen werden. Für die erweiterte Suche werden insgesamt vier Eingabefelder geboten, die über ein Dropdown-Menü mit einem der Attribute Freie Suche, Verfasser, Titel, ISBN, ISSN, Schlagwort, Jahr und Verlag definiert werden können. Zusätzlich können bis zu drei und, oder sowie und nicht Bedingungen ausgewählt werden. Diese werden ebenfalls in einem Dropdown-Menü angezeigt.

Unter der Sucheingabe befinden sich drei Reiter. Hier kann die Suche durch Eingabe und Dropdown-Listen weiter eingegrenzt werden. Weiterhin können Sucheinstellungen vorgenommen werden und mit Hilfe von Checkboxen Datenbanken gewählt werden.

Die Suchergebnisse werden in linearen Listen präsentiert, welche auf auf zehn Einträge pro Seite begrenzt sind. Innerhalb einer Listenzeile erscheinen Titel, Verfasser, Veröffentlichungsjahr, Signatur und der Ausleihstatus eines Titels in Textform. Durch Icons wird die Medienart visuell repräsentiert. Jeder Titel kann über einen Link zur Merkliste hinzugefügt werden, welche über einen entsprechenden Menüpunkt in der Navigationsleiste eingesehen werden kann.

Nach der Auswahl eines Titels gelangen Nutzer zu einer Detailansicht. Hier können nähere Informationen, wie beispielsweise Angaben zum Verlag oder der genaue Standort in der Bibliothek, erfahren werden.

Insgesamt wird die Benutzeroberfläche von einem großen Anteil an Text dominiert und und bietet wenig visuelle Reize. Dadurch wirkt sie veraltet und wenig einladend. Darüber hinaus bietet der Online-Katalog Nutzern keine Möglichkeiten für eine explorative Suche, sondern nur eine gezielte Literatursuche durch Schlagworteingabe.

5.3 Zusammenfassung

Bei der analogen Bibliothek wird die Wahrscheinlichkeit für zufällige Entdeckungen durch die strenge Aufstellungssystematik beschränkt. Der Online-Katalog unterstützt ausschließlich die standardisierte Suche über Stichworteingabe.

Daraus ergibt sich folgende Fragestellung: Wie kann ein großzügiger Zugang zum digitalen Bibliotheksbestand der Fachhochschule Potsdam geschaffen werden, der den Bestand visuell erkundbar macht und ein hohes Potential an Serendipität bietet?

6. Lösungsansatz

Nutzer sollen einen explorativen Zugang zum digitalen Bibliotheksbestand erhalten und dort autonom handeln können. Eine interaktive und dynamische Bestandsvisualisierung mit facettierten Filterwerkzeugen ist das Ziel der Arbeit. Bei der Wahl der Filterfacetten sollen sowohl inhaltliche als auch physische Attribute eines Werkes berücksichtigt werden. Ausgangspunkt der Entwurfsentwicklung sind insgesamt 47 repräsentative Datensätze aus den verschiedenen Fachbibliotheken. Daher soll ein skalierbares Design geschaffen werden. Den Nutzern sollen verschiedene Perspektiven zur Erkundung des Bestandes offeriert werden. Der Fokus soll dabei auf einer benutzerfreundlichen Facettensuche liegen. Die Eingabe soll primär über die Maus oder das Trackpad erfolgen und sekundär über die Tastatur. Umgesetzt werden soll das Design als Web-Anwendung und für die Desktop-Ansicht optimiert werden.

7. Entwurf

Nachfolgend werden getroffene Designentscheidungen beschrieben und erläutert. Zur Entwurfsentwicklung wurden ausschließlich Datensätze von Büchern des lokalen Kataloges der FH Potsdam verwendet. Auf eine Berücksichtigung sämtlicher Medienarten und Datenbanken, die über den Online-Katalog zugänglich sind, wurde an dieser Stelle verzichtet.

7.1 Layout & Anwendung

Eine grundlegende Flächeneinteilung erfolgt durch eine fixierte Seitenleiste (1), einen Hauptbereich (2) und die Navigationsleiste (3). Innerhalb der Seitenleiste befinden sich die Filterwerkzeuge. Dem Hauptbereich wird der größte Flächenanteil eingeräumt, da er durch die visuelle Präsentation des Bibliotheksbestandes über die höchste Priorität verfügt. Die Navigationsleiste bietet eine Auswahl an Menüpunkten sowie ein Sucheingabefeld. Nutzer können darüber gezielt nach Literatur suchen. Erweiterte Suchoptionen lassen sich über das Pluszeichen definieren. So unterstützt das Design in erster Linie die explorative Suche, ermöglicht aber auch eine zielgerichtete Eingabe.

Nachfolgend werden getroffene Designentscheidungen beschrieben und erläutert. Zur Entwurfsentwicklung wurden ausschließlich Datensätze von Büchern des lokalen Kataloges der FH Potsdam verwendet. Auf eine Berücksichtigung sämtlicher Medienarten und Datenbanken, die über den Online-Katalog zugänglich sind, wurde an dieser Stelle verzichtet.

7.1 Skalierbare Übersicht

Beim Öffnen der Website wird der Bestand aus einer Makroperspektive inszeniert und Bücher als verkleinerte Abbildungen des Covers (Thumbnails) präsentiert. Die Übersicht soll den Umfang des Bestandes ersichtlich machen und eine umfassende, überblicksartige Interaktion damit ermöglichen. Die Sortierung einzelner Objekte, sollten keine Filter angewendet worden sein, unterliegt einem programmierten Zufallsprinzip, das bei jedem Aufruf der Seite eine neue Anordnung erzwingt. Mit Hilfe der Pfeilelemente können Nutzer durch den vollständigen Bestand navigieren. Die Ansicht kann durch Scrollen oder durch die dafür vorgesehenen Steuerungselemente am rechten Bildschirmrand gezoomt werden. Die dynamische Visualisierung ermöglicht damit eine Fokussierung einzelner Werke. Diese sind in linearen Reihen angeordnet und an der Unterkante ausgerichtet, um den Eindruck von im Regal stehenden Büchern zu suggerieren. Die Maße (Breite und Höhe) eines Buches werden durch die Abbildung des Covers maßstabsgetreu in den digitalen Raum übersetzt, wodurch Größenverhältnisse sichtbar werden. Ein optischer Bezug zum physischen Exemplar entsteht, welches sich bei der Suche in der analogen Bibliothek dadurch schneller identifizieren lässt. Über die Menge der dargestellten Reihen und damit auch über die Größe der Abbildungen, können Nutzer selbst entscheiden. Es werden jedoch immer mindestens eine Reihe und maximal 50 Reihen angezeigt. Für die Anwendung eignen sich Ansichten mit 14 Reihen und weniger. Bei einer höheren Anzahl an Reihen erscheinen Vorschaubilder in einem kleinen Pop-up Fenster neben dem Mauszeiger, wenn dieser über ein Cover bewegt wird. 

7.2 Facettierte Suche

Bei der Wahl der Facetten wurden verschiedene Aspekte eines Buches berücksichtigt. Einige davon können bei einem Besuch in der analogen Bibliothek gefunden werden wie beispielsweise die Farbe des Covers oder die Buchgröße. Die Facette Fachbibliothek wurde gewählt, um die für Bibliotheksbesucher gewohnte Aufstellungssystematik in den digitalen Raum zu transferieren. Da bei der Literatursuche auch der Verfasser oder das Erscheinungsjahr eines Titels entscheidend sein können, wird zusätzlich die Selektion nach diesen Faktoren angeboten. Die Anordnung der Facetten unterliegt keiner hierarchischen Struktur und ermöglicht Nutzern so autonom die Ergebnisse zu verfeinern. 

Fachbibliothek: Hier können Nutzer zwischen den Kategorien Informationswissenschaften, Sozialwissenschaften und Bau.Kunst.Gestaltung sowie deren Unterkategorien wählen.

Verfasser, Verfasserin, Autor, Autorin, Herausgeber, Herausgeberin, Mensch: Ein intervallisch wechselnder Facettentitel nimmt Bezug zur aktuellen Diskussion über eine gendergerechte Schreibweise. Der Titel wechselt nachdem die Seite viermal neu geladen wurde, das heißt Nutzern wird bei jedem vierten Besuch des Webinterface and dieser Stelle eine andere Schreibweise präsentiert. 

Der Filter bietet Einsicht in eine alphabetische Auflistung sämtlicher Verfassernamen und ermöglicht deren Selektion. Innerhalb der Liste kann gescrollt werden. Zur Übersicht dient eine vertikale Auflistung des Alphabets, das sich links neben den Verfassernamen befindet. Es verdeutlicht in welchem Buchstabenbereich sich Nutzer aktuell befinden. Durch Mausklick kann zu einem bestimmten Schriftzeichen gesprungen werden.

Größe: Die Bücher sind in drei Abmessungskategorien geteilt: Small (S), Medium (M) und Large (L). Dabei sind Werke, die das Maß 10 cm × 17 cm nicht überschreiten der Größe Small zugeordnet, was dem Umfang eines durchschnittlichen Taschenbuches entspricht. Darüber liegende Maße bis 22 cm × 30 cm sind mit Medium definiert. Die meisten Bücher des Bibliotheksbestandes entsprechen diesem Abmessungsbereich. Bei einem Umfang von mehr als 22 cm × 30 cm, was in etwa dem Format DIN A4 entspricht, sind Bücher der Kategorie Large zugeordnet. Dabei handelt es sich oft um Werke mit einem hohen Bildanteil, die durch ein größeres Format an Ausdruckskraft gewinnen wie Kunst-, Design-, Architektur- und Fotografiebücher.

Cover Farbe: Ein Farbwähler dient zur Bestimmung einer gewünschten Coverfarbe. Mit Farbreglern kann erst ein Farbton aus dem vorhandenen Spektrum gewählt werden und danach dessen Helligkeit und Sättigung mit einem weiteren Regler in einem Farbfeld bestimmt werden. Entsprechend gefiltert werden die Ergebnisse nach Verschiebung des zweitgenannten Reglers.

Jahr: Der Filter zur Selektion nach Erscheinungsjahr eines Titels trennt sich optisch von den restlichen Filterwerkzeugen. Um ihm einen visuellen Charakter zu verleihen, wird er in Form einer Zeitleiste bestehend aus Jahreszahlen dargestellt. Eine Auswahl kann durch Mausklick auf eine Jahreszahl getätigt werden. Durch erneutes Klicken wird diese wieder aufgehoben.

Der Einsatz von Filtern bewirkt eine schrittweise Verfeinerung der Ergebnismenge nach gewünschten Vorgaben. Die Auswahlmöglichkeiten innerhalb eines Filters hängen davon ab, nach welchen Attributen eine Ergebnismenge weiterverarbeitet werden kann. Zur Verdeutlichung dieses Prinzips ein Anwendungsbeispiel: Werden die Bücher zunächst nach Informationswissenschaften gefiltert, sind bei der Facette Verfasser nur noch die Namen wählbar, die Bücher im Bereich Informationswissenschaften veröffentlicht haben.

7.3 Detailansicht

Durch Mausklick auf ein Objekt wird dieses zu einer Einzelansicht geöffnet. Das Cover wird vergrößert und hochauflösend dargestellt. Über Pfeiltasten können Nutzer in den ersten Seiten des Buches blättern und somit auch das Inhaltsverzeichnis einsehen.

Eine von rechts einfahrende Seitenleiste bietet ausführliche Informationen zum Werk wie Titel, Verfasser, Verlag, ISBN, Signatur, Schlagwort sowie eine Kurzbeschreibung. Zusätzlich zu diesen traditionellen Angaben werden weitere Bucheigenschaften, die für Literatursuchende von Interesse sein können und sie darin unterstützen sich einen umfassenden Eindruck des Werkes zu machen, berücksichtigt. Beispielsweise wird das Verhältnis von Text, Bild und Weißraum in Form von drei vertikal angeordneten Balken visuell repräsentiert. Jedem Anteil ist dabei eine Farbe zugeordnet: Der Textanteil entspricht der Farbe Dunkelblau, der Bildanteil der Farbe Hellblau und der Weißraum der Farbe Weiß. Die Länge eines Balkens richtet sich nach dem entsprechenden prozentualen Anteil innerhalb des Buches. Dieses Prinzip der Informationsvisualisierung erklärt sich Nutzern in einem kleinen Pop-up Fenster, das erscheint, wenn sie den Mauszeiger über einen der Balken bewegen. Die dadurch gewonnenen Informationen ermöglichen Rückschlüsse darauf, ob es sich um einen Bildband oder ein Textbuch handelt und wie dicht dieses bedruckt ist.

Eine maßstabsgetreue, dreidimensionale Liniengrafik visualisiert die genauen Abmessungen (Höhe, Breite, Tiefe) des Buches. Dadurch werden seine Form und Dicke ersichtlich. Ergänzend dazu werden Angaben zu Größe und Seitenzahl textlich zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus unterscheiden sich Bücher darin, wie häufig sie in der Vergangenheit ausgeliehen wurden. Manche Werke sind stets vergriffen, wohingegen andere nur sehr selten geliehen werden. Diese Eigenschaft wird in der Detailansicht als Beliebtheit beschrieben, dessen Bewertung durch drei mögliche Sterne erfolgt. Als Messwert zur Sternvergabe dient die Wochenanzahl, die ein Buch in den letzten 12 Monaten entliehen war.

Eine weitere wichtige Information für Nutzer kann auch der Zustand eines Werkes sein. Viele Bücher sind erst seit kurzem im Bestand, werden selten ausgeliehen oder stets sorgsam behandelt. Sie weisen daher keine Gebrauchsspuren auf und wirken wie neu. Andere haben bereits deutliche Spuren der Abgegriffenheit wie Verfärbungen, Knicke, Einträge, Markierungen sowie gerissene, lose oder sogar fehlende Seiten. Einzelne Exemplare können in die Zustände Gut, Abgegriffen, Deutliche Gebrauchsspuren und Stark abgenutzt eingestuft werden.

Auch der genaue Standort eines Exemplars und dessen Ausleihstatus kann in der Detailansicht erfahren werden. Das Werk kann bei Interesse über einen Link zur Merkliste hinzugefügt werden, wo es für eventuelle spätere Aufrufe gespeichert wird. Sollten sehr viele Daten über ein Werk vorliegen, lässt sich innerhalb der Seitenleiste scrollen. Geschlossen werden kann diese durch Klicken auf das rechts oben befindliche Kreuz, wodurch Nutzer zur vorherigen Übersicht zurückgelangen.

7.4 Farben

Mit der farblichen Gestaltung der Visualisierung soll der Bezug zur Fachhochschule Potsdam kommuniziert und gleichzeitig die Eigenschaft eines eigenständigen Interface unterstrichen werden. Daher wurden zum einen die Farben Schwarz und Blau aus dem Corporate Design der FH Potsdam übernommen. Zum anderen wurde ein zusätzliches Blau kreirt, das auf Grundlage der im Styleguide definierten Blautöne AnyBlue (Fachhochschule Potsdam, 2018, S. 8) basiert, jedoch heller und weniger gesättigt ist. Verwendet wird es als Hintergrundfarbe für den Hauptbereich, wodurch eine optische Trennung zur fixierten Seitenleiste entsteht. Durch seine geringe Farbintensität erhalten die Abbildungen der Buchcover eine höhere Wirkkraft und treten in den Vordergrund.

8. Grafische Benutzeroberfläche

9. Fazit

Die grafische Benutzeroberfläche befähigt Nutzer den Bibliotheksbestand auf kreative und spielerische Weise zu erkunden. Frei nach Shneidermans Mantra „Overview first, zoom and filter, then details-on-demand“ (Shneiderman, 1996, S. 2) werden dazu verschieden Perspektiven geboten. Die Bücherlandschaft kann aus der Nähe und von Weitem betrachtet werden. Facettierte Suchfilter ermöglichen die Selektion nach inhaltlichen und physischen Attributen eines Buches. Ausgewählte Werke können in einer Einzelansicht hochauflösend betrachtet werden. Detaillierte Informationsangebote auf verschiedenen Darstellungsebenen beleuchten das Werk aus unterschiedlichen Winkeln und helfen Nutzern sich einen umfassenden Eindruck darüber zu verschaffen. Ein unaufdringliches Design und schnell erschließbare Interaktionsmethoden stellen die Bücher als Informationsobjekte in den Mittelpunkt.

Durch eine Vielzahl an visuellen Zugangsmöglichkeiten wird der Bestand digital erfahrbar gemacht und die Wahrscheinlichkeit für glückliche Entdeckungen (Serendipität) erhöht. Die entwickelte Arbeit eröffnet zudem Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit der Literatur, die in der analogen Bibliothek verborgen bleiben. Dazu zählt beispielsweise die Bewertung eines Buches nach Beliebtheit. Ein breites Spektrum an Informationen wird zur Verfügung gestellt, das durchaus über die analoge Bibliothek und den zugehörigen digitalen Katalog hinausgeht und diese begleitend ergänzt.

Der vorliegende Entwurf dient als skalierbare Grundlage und lässt sich um viele Dimensionen erweitern. Das Design kann unter anderem durch Hinzunahme weiterer Medienarten, Datenbanken und Filterfacetten ausgebaut werden.

10. Literaturverzeichnis

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Ein Projekt von

Fachgruppe

Interfacedesign

Art des Projekts

Bachelorarbeit

Betreuung

Prof. Constanze Langer Prof. Dr. Frank Heidmann

Entstehungszeitraum

Wintersemester 2020 / 2021

zusätzliches Material