Incom ist die Kommunikations-Plattform der Fachhochschule Potsdam

In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre

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Das zweite Gesicht

Das Gesicht ist neben den Händen, die Körperregion, die wir überwiegend nackt zeigen. Wie kein anderes Körperteil steht das Gesicht für die Person die es trägt und es ist essentiell an der Kommunikation beteiligt. Wen aber zeigen wir bzw. wen sehen wir, wenn wir in ein Gesicht schauen: ein Gesicht kann wie eine Maske sein oder eine Maske wie ein Gesicht.

Entstanden im Rahmen der Projektwochen 2019 des Fachbereichs Design an der Fachhochschule Potsdam.

Entgleisungen

Studie zu den Grenzen des menschlichen Gesichts

Was macht das Gesicht menschlich und bis wohin kann man es entfremden? Wie wirkt sich eine Verzerrung des Gesichts auf dessen Ausdruck aus? Durch das Zerdrücken einzelner Teile des menschlichen Gesichts werden diese Grenzen ausgetestet.

Hierbei handelt es sich jedoch nur zu sehr geringem Grad um natürliche Gesichtsausdrücke, die für ein normales Gesicht ohne äußere Einwirkung ausführbar sind. Selbst wenn der Mensch für einen kurzen Moment seine Fassung und somit auch seine Maske verliert, gelingt es ihm nicht, sein Gesicht auf diese Weise zu verziehen. Vielmehr erinnern die Verzerrungen an partiale Gesichtslähmungen oder gar ewig schlafende, vom dauerhaften Liegen eingedrückte Moorleichen. Dabei gibt es verschiedene Grade von Verzerrungen und Zerknautschungen, die als Erweiterung der natürlichen Gesichtszüge zur Entstellung des Gesichts führen. Die einen sind für den Betrachter erträglich, andere lösen ein Unwohlsein aus. So kann ein eingedrücktes Gesicht das Gefühl von Dauerenttäuschung oder von Schmerz übermitteln, obwohl die Person gar nicht enttäuscht ist, nur weil ihr Gesicht an einer bestimmten Stelle nicht die für uns normalen Züge aufweist.

Wachsmaske

Obwohl es sich bei der Form der Maske um die neutrale Form eines menschlichen Kopfes und somit dessen Idealbild handelt, wirkt sie durch ihre Struktur und Farbe eher abschreckend. Sie erinnert durch ihre leblose Mimik an eine Totenmaske oder gar das Gesicht eines Toten und vermittelt durch den transluzenten, hautfarbenen Grundton, die grünen Sprenkel und die von Bläschen überzogene Oberfläche ein Gefühl von Verwesung oder gar Schimmel.

Ein Projekt von

Fachgruppe

Perspektiven und Social Skills

Art des Projekts

Studienarbeit im Grundstudium

Betreuung

Prof. Jörg Hundertpfund

Zugehöriger Workspace

das zweite Gesicht

Entstehungszeitraum

Wintersemester 2019 / 2020