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ViruScan

Ein AR-Scanner für Viren.
Gruppenarbeit aus dem Projektwochenkurs „UNWOHL“

UNWOHL

Die Gruppenarbeit ist im Rahmen des Projektwochenkurses „UNWOHL“ entstanden. Der Kurs beschäftigte sich mit Unwohlsein und den verschiedensten Situationen, Orten oder Interaktionen, welche dieses auslösen können. Anhand verschiedener Unwohl-Themenbereiche sollten Lösungsansätze oder Hacks für Unwohl-Auslöser überlegt und geprototyped werden.

Unsere Gruppe beschäftigte sich mit dem Thema Unwohl & Corona.

Viren und Bakterien stellen zur Zeit eine größere Unwohlsein-Quelle dar als noch vor einem Jahr. Das Problem: Man kann sie nicht sehen. Das kann zwei Extreme zur Folge haben: entweder, dass man die Viren in seiner Umgebung nicht ernst genug nimmt, was fatale Folgen haben kann - oder, dass man in ständiger Angst vor Infektionen in seinem Umfeld lebt. Beides führt früher oder später zu Unwohlsein.

Unser Lösungsansatz ist ein AR-Virenscanner für das Handy, mit dem die Umgebung des Nutzers nach Viren und Bakterien abgescannt werden kann, damit einem Ungewissheit und ein Großteil des daraus resultierenden Unwohls genommen werden kann.

Das Konzept

Die App besteht aus einem Scanner-Screen , einem Karten-Screen und Information-Screen.

Wenn man die App öffnet, wird zunächst der Scanner-Screen angezeigt, mit dem man per AR Viren auf verschiedenen Oberflächen erkennen kann. Mit einem Filter kann man zusätzlich die verschiedenen Viren und Bakterien anzeigen und ausblenden.
Wenn man anschließend nach rechts swiped, kommt man auf die Kartenansicht. Hier werden verschiedene Orte angezeigt und man sieht, wie viele Viren und Bakterien sich jeweils dort befinden, auch dort kann man die Ansicht filtern. Anschließend kann man in der Viren- und Bakteriensammlung seine bisher gesammelten Viren und Bakterien finden und Näheres über diese erfahren.

Beobachtungsphase

Durch den intensiven Einsatz unseres Prototypen “ViruScan“ konnten einige Unwohl-Situationen im Alltag erfolgreich bewältigt werden. Das Ziel bestand darin, seine Umwelt bewusster wahrzunehmen und durch den “Scan“ Gewissheit zu bekommen, welche Orte und Objekte problematisch oder gefahrlos sind.

Durch das eindeutige Ergebnis konnten wir uns entweder dazu entscheiden, den Ort zu verlassen oder uns diesementsprechend zu verhalten. Fand der Scan mal keine oder ungefährliche Viren, ließ er uns entspannen und vertrieb das Unwohl-Gefühl, Viren ausgesetzt zu sein.

Nachfolgend schildern wir 2 Beispiele im Einsatz mit unserem Prototyp:

Diese unangenehme Situation, wenn wir uns auf einer öffentlichen Toilette befinden und nach dem Händewaschen die Türklinke anfassen müssen, kennen wir alle. Durch unseren Scanner konnten hier diverse Viren und Bakterien festgestellt werden, sodass wir uns dazu entschieden, die Türklinke mit dem Ellenbogen zu öffnen und den Viren zu “entkommen“.

Eine weitere Unwohl-Situation ist ein Handlauf an einer Treppe. Dieser wird oft gemieden, da man hier leicht in Kontakt mit Viren gerät. Durch einen kurzen Scan bekamen wir angezeigt, dass sich hier keine oder ungefährliche Viren befanden. Nun konnten wir den Handlauf gefahrlos und ohne ein schlechtes Gefühl benutzen. Besonders für unsere älteren Mitmenschen ist dies nützlich, da diese auf so einen Handlauf angewiesen sind.

Dadurch, dass jeder Scan auf der integrierten Karte verzeichnet und mit der Community synchronisiert wird, entsteht ein Gemeinschaftsgefühl und ein klarer Mehrwert für die User. Möchten wir einen Trip unternehmen, genügt vorab ein Blick auf die Karte um das Risiko einzuschätzen. Außerdem befassten wir uns wegen der Viren und Bakteriensammlung bewusster mit den Viren in unserer Umgebung.

Fazit der Beobachtungsphase mit ViruScan:

- Die Umwelt wird bewusst wahrgenommen

- Verhalten kann nach Scan angepasst werden

- Unwohl Gefühl wird genommen durch Scan ohne Viren

- Bewusste Auseinandersetzung mit Viren durch Infos und Sammlungen

Fazit

Eine App wie ViruScan hätte vielerlei Vorteile: Man kann mit einem sicheren Gefühl aus dem Haus, ist aufmerksamer, solidarischer... Jedoch ist es auch möglich, dass sie nicht nur Gutes mit sich bringt: Man könnte eventuell überfordert von der Menge an Viren und Bakterien in seiner Umwelt werden oder Ängste entwickeln.

Trotzdem wäre solch ein technologischer Fortschritt mit Sicherheit hilfreich und spannend, wir 3 würden VirusScan auf jeden Fall verwenden, sollte die App denn tatsächlich funktionieren :)

Fachgruppe

Perspektiven und Social Skills

Art des Projekts

Studienarbeit im Grundstudium

Betreuung

M.A. Jordi Tost Rahel Flechtner

Zugehöriger Workspace

UNWOHL

Entstehungszeitraum

Wintersemester 2020 / 2021