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Inter...was? Intersektionalität! Eine visuelle Einführung in das Zusammenwirken von Machtstrukturen

Inter...was? Intersektionalität! Eine visuelle Einführung in das Zusammenwirken von Machtstrukturen

Abstract
Intersektionalität erfasst das gleichzeitige Zusammenwirken und die Verwobenheit von Macht- und Herrschaftsstrukturen, wie Rassismus, Sexismus, Klassismus, Ableismus etc., im Rahmen derer Personen und Gruppen unterschiedlich diskriminiert und privilegiert werden. Diese Arbeit erforscht die visuelle Repräsentation von Intersektionalität mit dem Ziel einer anschaulichen und neuartigen Vermittlung und zugänglichen Kommunikation von Intersektionalität. Dabei wird, unter der Verwendung von relevanten Designprinzipien, eine intersektional feministische Visualisierung von Intersektionalität vorgeschlagen. Zunächst wird der thematische Gegenstand Intersektionalität und die häufig verwendete Metapher der Straßenkreuzung von Kimberlé Crenshaw erläutert. Daraufhin erfolgt eine Aufzählung und Beschreibung von relevanten Designprinzipien für eine intersektional feministische Visualisierung. Ausgewählte verwandte Arbeiten und Projekte aus der Praxis, die als Inspiration und Best Practice dienen, werden in einem nächsten Schritt aufgezeigt. Es folgt die Beschreibung und Veranschaulichung des iterativen Visualisierungs- und Gestaltungsprozesses und der entwickelten Visualisierung. Schließlich wird die Arbeit reflektiert, es wird ein Fazit gezogen und weitere mögliche Schritte werden diskutiert.

Abstract English

Intersectionality captures the simultaneous interaction, intersecting and interlocking of systems of power and domination, such as racism, sexism, classism, ableism etc., within which individuals and groups are discriminated against and privileged differently. This thesis explores the visual representation of intersectionality aiming a visual and novel mediation and accessible communication of intersectionality. Using relevant design principles, an intersectional feminist visualization of intersectionality is proposed. First, the subject matter of intersectionality and the metaphor of intersection by Kimberlé Crenshaw will be explained. This is followed by a description of relevant design principles for an intersectional feminist visualization. Selected related work and projects from practice, which serve as inspiration and best practice, are presented in a next step. This is followed by a description and illustration of the visualization and design process and the resulting visualization. Finally, I reflect on the results, draw a conclusion and discuss possible future steps.

Projektbeschreibung

Die interaktive narrative Visualisierung »Inter…was? Intersektionalität! Eine visuelle Einführung in das Zusammenwirken von Machtstrukturen« verfolgt das Ziel einer zugänglichen Vermittlung von Intersektionalität. Intersektionalität erfasst das gleichzeitige Zusammenwirken und die Verwobenheit von Macht- und Herrschaftsstrukturen, wie Rassismus, Sexismus, Klassismus, Ableismus etc., im Rahmen derer Personen und Gruppen unterschiedlich diskriminiert und privilegiert werden.

Mithilfe einer entwickelten themenspezifischen visuellen Sprache und einer begleitenden narrativen Ebene werden die zentralen Elemente von Intersektionalität anschaulich und neuartig vermittelt. Die Visualisierung regt zur Weiterbeschäftigung mit dem Thema und zur Selbstreflexion eigener möglicher Privilegien an.

Die Besonderheit und Komplexität von Intersektionalität liegt unter anderem darin, dass sie sowohl die Eigenständigkeit, als auch den stetigen Zusammenhang, das stetige Zusammenwirken von Macht- und Herrschaftsstrukturen erfasst. Die entwickelte visuelle Repräsentation von Intersektionalität spiegelt dies wider, um daraufhin mithilfe dieser visuellen Sprache, diese Besonderheit und Komplexität wiederum vermitteln zu können.

Die Visualisierung ist mithilfe von intersektional feministischen Designprinzipien – wie sie zum Beispiel von Catherine D’Ignazio und Lauren F. Klein in dem Buch »Data Feminism« vorgeschlagen werden – entwickelt worden. So sind Entscheidungen, wie die Einbeziehung von Expert*innen im Designprozess, die Kontextualisierung von verwendeten Daten aus Studien zu intersektionaler Diskriminierung, die Verwendung nicht-konventioneller Visualisierungsformen, das Offenlegen und Sichtbarmachen von Designentscheidungen und -prozessen und involvierten Perspektiven innerhalb der Visualisierung, der partizipatorische Ansatz in Form einer Kommentarfunktion und der Einbezug von Emotionalität und Verkörperung in Form von individuell gelebten Diskriminierungserfahrungen, der Versuch, eine intersektional feministische Informationsvisualisierung vorzuschlagen.

Prozess

Die Entwicklung der Visualisierung von Intersektionalität war von zwei übergeordneten Phasen geprägt. In einer Recherchephase erfolgte durch das Rezipieren von wissenschaftlichen Arbeiten zu Intersektionalität und Studien zu intersektionaler Diskriminierung zunächst eine Einarbeitung in das Thema. Ebenfalls wurden für die Arbeit relevante Designprinzipien für eine intersektional feministische Visualisierung und Ansätze und verwandte Arbeiten aus der Praxis herangezogen. Auf Grundlage der Ergebnisse dieser Recherchephase folgte schließlich eine iterative Gestaltungsphase. In einem explorativen Ideenfindungsprozess wurden Ideen für ein visuelles Encoding von Intersektionalität mit Hilfe von analogen und digitalen Skizzen generiert und zu Konzepten und Entwürfen weiterentwickelt. Diese wurden mit drei Expert*innen zu Intersektionalität evaluiert, kritisch überprüft und daraufhin überarbeitet und konkretisiert.

Download der Bachelorarbeit als PDF

Die vollständige Bachelorarbeit steht als PDF in den Projekt-Informationen unter »Links« zur Verfügung.

Projektbilder

Prototyp

Ein Klick-Prototyp steht hier zur Verfügung.

Ein Projekt von

Fachgruppe

Interfacedesign

Betreuung

Prof. Dr. Marian Dörk Sandra Cartes

Entstehungszeitraum

Sommersemester 2020