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Vom Zeichen zur Marke

Im Projektkurs „Vom Zeichen zur Marke“ beschäftigten wir uns mit der Analyse und dem Entwurfsprozess einer Corporate Identity. Nach einer theoretischen Einführung sollten wir als Projekt das Re-Design einer vorgegebenen Marke umsetzen.

Ausgangspunkt

Ausgangsgegenstand unseres Re-Design Projektes war die Lebensmittelmarke „wela“, ein Unternehmen aus Hamburg, das 1925 gegründet wurde. Sie ist eine etablierte Marke, welche zunächst auf Wochenmärkten und durch Vertreter angeboten wurde, nun aber auch in Supermärkten kaufbar und über das Internet bestellbar ist. Obgleich sie sich auf Dosensuppen und Instantpulver spezialisiert zu haben scheint, verfügt sie über eine breite Produktpallette welche unter anderem auch Feinkost-Fleischware, Gebäck und tafelfertige Desserts enthält.

Viele Produkte von „wela“ folgen keiner beständigen Packungsgestaltung, weswegen sie nicht sofort als eine Corporate Identity erkennbar sind. So kann sich beispielsweise das Logo der Etiketten unterscheiden und die Farbgebung ist oft nicht einheitlich. Selbst in Produktfamilien gibt es kein konsistentes Ordnungsprinzip, so können Informationen und wichtige Angaben, wie zum Beispiel Zubereitung und Inhalt, von Dose zu Dose unterschiedlich aussehen und angeordnet sein.

Unsere Aufgabe war es das Erscheinungsbild der Marke neu zu konzeptionieren und einen Entwurf umzusetzen. Dabei stand es uns völlig frei wie weit wir uns von den jetzigen Designs entfernen können. So lag es an uns zu entscheiden ob wir einige Aspekte wie Farbe, Typografie und Kontinuität anpassen oder uns ein komplett anderes, neues Konzept überlegen wollten.

Die in den Beispielbildern gezeigten Produkte, sollten von uns überarbeitet werden:

  • „Klare Hühnersupper gekörnt“ (kleine Dose)

  • „ ´Pur` Gemüsesuppe“ (große Dose)

  • „Feine Tomatencremesuppe“ (Instanttüte)

  • „Chinesische Gemüsesuppe“ (Instanttüte)

  • „´Pur` Hühnersuppe Paste“ (großes Glas)

  • „´Pur` Rinderbouillon“ (kleines Glas)

Brainstorming und Idee

Für die Entwicklung von Konzeptideen versuchte ich zu erfassen, für was die Marke „wela“ stehen möchte.

Assoziationen mit Suppen sind zahlreich und können teils natürlich sehr subjektiv sein. Was aber die meisten Instantsuppen zu verbinden scheint, ist, dass sie nach außen hin Einfachheit, Vertrautheit und ein gutes Geschmackserlebnis vermitteln wollen.

Von Anfang an viel es mir sehr viel leichter assosiativ an die Findung eines neuen Zeichens heran zu gehen. Deshalb beschäftigte ich mich vor allem mit Trägerformen aus der Küche, die man in dem Logo verbauen könnte. Ich spielte mit Teller und Spitzendecke als Trägerform und versuchte auch einen möglichst nach „Handschrift“ aussehenden Font zu finden.

Erste Entwürfe

Das neue Zeichen / Die "wela-Oma"

Das Zeichen aus meiner Abgabepräsentation erschien mir jedoch selbst noch viel zu kleinteilig. Der Wela-Schriftzug auf dem Spitzendeckchen wollte nicht so recht funktionieren. Deshalb machte ich mich daran etwas anderes zu finden, was zwar in das Konzept meiner Überlegungen passte, dem aber ein anderer Ansatz voraus ging. Die Großmutter selbst als Trägerform zu nehmen, schien mir in den ersten Überlegungen zu kitschig. Doch nach Kritik und Feedback entschloss ich mich, es auszuprobieren und machte mich daran meiner „Suppenoma“ einen Charakter zu verschaffen.

Auch bei der Typografie im Zeichen entschied ich mich für eine schlichtere Schriftart als zuvor. Diese Wahl schien mir einen modernen Ausgleich zu dem verspielten Zeichen und dem restlichen Layout zu schaffen.

Umsetzung am Produkt

Fazit

Die Qualität meines neuen Zeichens besteht vor allem darin, dass es auf ganz einfache Weise Assoziationen hervorruft und einen großen Wiedererkennungswert hat. Zeichen und Wortmarke sind miteinander verschmolzen. In seiner Reduziertheit bildet es trotzdem eine Einheit.

Ich hab den Eindruck, dass durch das „Oma-Maskottchen“ die Marke viel mehr an Charakter gewinnt.

Auch wenn jedes Produkt eine andere Farbe zugewiesen bekommen hat, gibt es bestimmte Merkmale, die die verschiedenen Produkte zusammengehörig scheinen lassen. Etwa die weiße Trägerform der Schüssel oder des Topfes, des Spitzendeckchen mit den Mengenangaben und der „Verlauf“ der Illustrationen.

Die Verbindung aus Verpackungsorganisation und dem neuen Zeichen  bildet ein rundes Gesamtbild für die Marke „wela“.

Reflektion

Der Kurs stellte mich vor große neue Herausforderungen, bezüglich Layout, des Entwerfens an sich und die Art der Produktpräsentation. Von den anfänglichen theoretischen Vorlesungen in den Produktionsfluss rein zu kommen gestalltete sich für mich schwieriger als gedacht. Jedoch haben mir diese Grundlagen auch einen guten Anhaltspunkt für die Neugestaltung des Zeichens für „wela“ geliefert. Gut war auch das konstruktive Feedback, sowohl bei den eigenen Arbeiten als auch das für die anderen zu hören. Das hat mir nochmal andere Arbeits- und Sichtweisen eröffnet.

Es war für mich eine Premiere mit Illustrator und InDesign zu arbeiten, deshalb bin ich alles in allem zufrieden mit meinem Endergebnis und freue mich in Zukunft meine Fähigkeiten mit den Tools noch zu erweitern.

Ein Projekt von

Fachgruppe

Kommunikationsdesign

Art des Projekts

Keine Angabe

Betreuung

Prof. Matthias Beyrow

Zugehöriger Workspace

Vom Zeichen zur Marke

Entstehungszeitraum

Wintersemester 2019 / 2020

Keywords