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Wela Redesign

Ein Corporate Design Kurs mit dem Projekt, das Erscheinungsbild der Suppenmarke „Wela“ zu redesignen.

Das alte Wela

Die Marke Wela hat ein sehr inkonsequentes Design. Schriftart, Schriftgröße, Farben, Verläufe, Informationsaufteilung, Trägerformen, Verwendung von Bildern oder Illustration – all das ist nicht festgelegt und erscheint bei jedem Produkt neu zusammengwürfelt. Einzig allein das Wela-Logo und das auffällige Gelb lassen eine gewisse Zusammengehörigkeit der Wela-Produkte erkennen.

Beim Vergleich mit den Verpackungen anderer Suppenhersteller zeigt sich, dass sich Wela trotzdem nicht sonderlich von seiner Konkurrenz abhebt:

Diese Verpackungen sind sich in Vielem ähnlich:

Es werden hauptsächlich die Farben Grün, Gelb und Rot verwendet (Lila und Blau sind „ungenießbare“ Farben). Die behandelte Suppe wird als Foto auf der Vorderseite abgebildet, dazu kommen meistens eine Wortmarke als Logo, kleine Träger mit Zusatzinformation, im Hintergrund Farbverläufe. Sogar das Gelb von Wela wird im Suppenregal in erster Linie vom Konkurrenten Maggi besetzt.

Unsere Aufgabe war es, das Wela-Design für 6 Suppenarten neu aufzuarbeiten und zu verbessern. Verändert werden konnten das Logo, die Verpackungsgestaltung und Kleinigkeiten in den Texten, im Prinzip alles außer Suppenart, Verpackungsform und -format. Zusätzlich sollten wir einen Rechnungsbrief erstellen.

Der Weg zum neuen Wela

Die Verpackung

Für mich persönlich hatte das alte Wela-Design seine größte Schwäche bei der Verpackung. In einem Supermarktregal kann man mit der Verpackung auch eine deutlich größere Wirkung erzielen als mit einem flächenmäßig kleinerem Logo.

Meine Vision

Ich wollte Wela ein Design verpassen, das übersichtlicher, moderner, appetitlicher und individueller ist. Ich wollte von Anfang an meine Verpackung bunt und illustrativ gestalten.

Erste Entwürfe

Nach meinen ersten Skizzen hatte ich eine Vorstellung davon, wie ich meine Verpackung aufbauen wollte:

  • Ein je nach Suppenart ein verschieden farbiger Hintergrund

  • Weiße Träger, vorne für Suppentitel und kleinere Angaben, hinten für detailliertere Infos zu den Inhaltstoffen und der Zubereitung

  • Illustrationen, die um die weißen Träger herum frei platziert werden

  • Ein Logo oberhalb des Trägers auf der Vorderseite

Das Logo

Da meine Verpackung durch ihre Buntheit und die Illustrationen sehr unruhig werden würde, brauchte ich ein Logo, das als solches gut erkannbar bleibt und sich vom Rest abheben kann. Ich entschied mich deshalb dafür, mein Logo schwarzweiß zu machen und mit einem Träger zu arbeiten. Der Träger bildet eine klare Grenze zwischen Logo und Hintergrund samt Illustration. Inspiriert wurde dieser außerdem von den schwarzen Speisetafeln, die in der Gastronomie verwendet werden.

Mein Logo ist eine Wortmarke, es wird schlichtweg das Wort „Wela“ abgebildet. Nach einigem Herumprobieren mit verschiedenen Schriften fand ich, dass ein Schriftzug in Versalien eher weniger geeignet ist, da man beim Schriftbild eher Assoziationen zur Mode- oder Kosmetikbranche bekommt (z.B. zu Wella, der Haarproduktmarke).

Das ist mein finales Logo:

Was spricht für das Logo?

Durch den Mix aus Groß-und Kleinbuchstaben der Schrift Filosofia Unicase bekommt der Schriftzug einen verspielteren Look, der besser zur Verpackungs passt als beispielsweise ein Schriftzug ausschließlich aus Versalien. Dieser sähe in Kombination mit dem Schwarz-Weiß zu sehr modisch-hochglanz aus und man würde „WE LA“ lesen.

Die quadratische Form macht das Logo kompakt, es kann überall gut platziert und auch vergrößert werden, ohne dass es in der Rundung einer Dose verschwindet. Wenn man es verkleinert (z.B. für einen Briefkopf ), bleibt das Logo gut erkennbar. Da es schwarz-weiß ist, sieht das Logo auch gut auf schwarz-weißen Geschäftspapieren oder einem Fax aus.

Das Logo hebt sich gut vom Rest der Verpackung ab,  harmoniert aber gut genug, um nicht als Fremdkörper wahrgenommen zu werden. Das Logo hat durch sein Aussehen einen guten Wiedererkennungswert, selbst wenn man Wela theoretisch gar nicht lesen würde.

Das neue Wela

Was spricht für das neue Design?

Trotz der individuellen Farben und Illustrationen der einzelnen Suppen erkennt man eine Zusammengehörigkeit der Produkte, da der grundlegende Aufbau einer Verpackung jetzt denselben Regeln folgt. Wela hat nun ein einheitliches Design, das sich mittlerweile auch von der Konkurrenz abheben kann (Blau und Lila sind sehr wohl genießbare Farben!). Das Design ist fröhlich, jung und modern. Wela ist jetzt nicht mehr die schrullige Suppe von Oma und auch keine billige Fertigsuppe, für die man sich schämen muss, wenn man sie zuhause herumliegen hat. Das neue Wela regt den Appetit an und sieht im Regal auch noch schön aus.

Der Rechnungsbrief

Der neue Rechnungsbrief ist schlicht und übersichtlich, im Vordergrund steht die intuitive Orientierung. Da der Brief nach DIN 5008 erstellt wurde, sind die Informationen dort, wo man sie erwartet. Falls man Probleme mit seiner Bestellung hat, findet man sofort alle Daten im Überblick.

Eine kleine Sache würde ich in Zukunft jedoch anders machen, nämlich würde ich das Logo auf die obere rechte Seite setzen, damit man beim Burchblättern eines vollen Ordners die Rechnung schnell an ihrem Logo erkennt.

Abschließende Gedanken

Für mich war der Kurs sehr fordernd aber auch sehr lehrreich. Ich habe viel gelernt über die Theorie von (Corporate) Design, über Design-Strategien, über das Arbeiten mit den Programmen und viele Kleinigkeiten, die mir in der Zukunft beim Gestalten und Präsentieren helfen werden.

Ein Projekt von

Fachgruppe

Kommunikationsdesign

Art des Projekts

Studienarbeit im Grundstudium

Betreuung

Prof. Matthias Beyrow

Zugehöriger Workspace

Vom Zeichen zur Marke

Entstehungszeitraum

Wintersemester 2019 / 2020

Keywords