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Planet Power

In diesem Kurs sollte anhand eines eigenen Buchprojektes das Druckverfahren erlernt werden. Ich nutzte mein Interesse für unsere Planeten und deren Einfluss auf die Menschen und entschied mich dazu, ein kleines Lexikon mit den wichtigsten Informationen für mich zu gestalten.

Theorie

Colourmanagement

Zum Einstieg lernten wir viel über Farben, woraus sie bestehen und wie Menschen sie war nehmen. Wir machten uns mit den unterschiedlichen Farbräumen und Farbsystemen bekannt und installierten zusammen die verschiedenen Farbprofile auf unseren Rechnern. 

Wir lernten die unterschiedlichen Drucker die uns in der Fh zur verfügung stehen kennen und darüber hinaus welche Druckverfahren in Druckereien angewendet werden.

Papier

Farben sehen nicht nur unterschiedlich auf Papier und Bildschirm aus, sondern können sich auch auf unterschiedlichen Papieren stark unterscheiden. Deshalb wurden uns verschiedene Farbprofile zur verfügung gestellt, zum Beispiel für gestrichenes Papier, Zeitungspapier, etc. So kann einem ein ähnliches Druckergebnis gelingen.

Planung

Die freie Aufgabenstellung war einer der Gründe, warum ich mich entschied, diesen Kurs zu belegen. Ich merkte jedoch schnell, dass es doch ziemlich schwer ist sich auf eine Sache festzulegen, wenn man so viele Möglichkeiten vor der Nase hat. Ich entschied mich dann mein Interesse für unsere Planeten zu nutzen und darüber ein Buch zu gestalten.

Erste Anläufe

Zuerst überlegte ich ein Kinderbuch zu machen. Mit Illustrator arbeitete ich an Vektor Grafiken der Planeten und schrieb kurze Texte mit den Informationen die auf der Nasa Website zu finden sind. Die Idee war es, alles auf einer A3 Seite zu platzieren und dann durch eine bestimmte Faltweise in ein kleines Heft zu falten. Hier gab es jedoch schnell einige Probleme. Mir gefielen zwar die Illustrationen, jedoch stimmte irgendwas nicht. Es passte nicht wirklich zu meinem Stil und wirklich Spaß hat es mir auch nicht mehr gemacht. Außerdem ging es in diesem Kurs um den Druckprozess, dann nur eine Seite zu drucken machte nicht so viel Sinn. Als ich dann aus Versehen die InDesign Datei löschte war die Entscheidung gefallen - ich fang nochmal von vorne an.

Weiter gehts

Anstatt das Solarsystem wissenschaftlich darzustellen, entschied ich mich dazu das ganze von einer spirituellen Perspektive zu betrachten. Aus verschiedenen Büchern, die bei mir zu Hause im Regal stehen, holte ich mir Informationen und trug sie Lexikon artig zusammen. Mit Illustrator erstellte ich die Glyphen der Planeten. Auch wenn ich mich gegen einen Illustrativen Stil entschieden habe, wollte ich dennoch die Planeten irgendwie darstellen. Ich suchte mir Bilder der Planeten aus dem Internet und abstrahierte sie in Photoshop.

Umsetzung

Druck

Um zu kontrollieren ob die Farben stimmen und in dem Programm die richtigen Einstellungen verwendet wurden, druckt man zunächst einen Proof. Wenn dort alles stimmt geht es an den finalen Druck. Ich habe verschiedene Papiere und Profile ausprobiert und als ich zufrieden war ging es los. Ich entschied mich für das Tecco Semi Matt Papier 130 Gramm. Da ich sowohl die Vorder- als auch die Rückseite bedruckte, nutzte ich die A3 Größe. Nach einigen Fehlschlägen und vielen Stunden die ich vor dem Drucker saß, hatte ich dann endlich alle Seiten in meiner Hand.

Buchbinde

Einige Tage später ging es dann ans Binden. Da ich in der Buchbinde nicht frei arbeiten darf, hilf mir Friederike bei meinem Vorhaben. Nach dem falzen, falten und pressen, entschied ich mich für eine Fadenbindung. Nachdem alle Broschüren mit einander verbunden waren, konnte ich den Buchrücken Leimen. Dieser sollte am Ende noch zu sehen sein, weshalb ich hier kein Gewebe nutze.

Hardcover

Da der Buchrücken offen liegen sollte, fertigte ich eine Schweizer Broschur an. Mein Stoff war jedoch nicht für das Beziehen von Buchcovern geeignet, weshalb ich ihn erst vorbereiten musste. Auf die Rückseite leimte ich ein Papier das mit Wax überzogen ist. Dieses Papier soll nachher verhindern, dass der Leim durch den Stoff kommt. Beim zweiten Versuch hielt es dann auch. Ich ließ es eine Nacht trocknen und am nächsten Tag überzog ich die Pappe mit dem Stoff und presste das ganze nochmal über nacht ein, bevor der Buchblock als letztes eingeklebt wurde.

Fazit

Ich halte diesen Kurs für sehr wichtig und kann ihn nur weiter empfehlen. Ich fühle mich jetzt sicher beim richtigen erstellen von Dateien und weiß, worauf ich beim exportieren und Drucken achten muss. Das wird mir bei zukünftigen Projekten und auch im Berufsleben sehr hilfreich sein.

In diesem Kurs merkte ich jedoch auch, das mir eine freie Aufgabenstellung wie diese nicht ganz leicht fällt und ich einige Wochen gebraucht habe, um mich zurecht zu finden. Außerdem lernte ich, dass man Fehlschläge hinnehmen muss und wenn einem etwas an seinem Projekt fehlt, oder irgendwas nicht richtig zu sein scheint, sollte man das nutzen und keine Angst davor haben, nochmal alles umzustellen und von vorne anzufangen - wenn man die Zeit dafür hat versteht sich. 

Als ich für mich herausgefunden habe, was ich machen möchte und was mir Spaß macht ging die Arbeit wie von alleine. Das Projekt hat mir super viel Spaß bereitet und ich bin zufrieden mit meinem Endergebnis.

Ein Projekt von

Fachgruppe

Werkstattpraxis

Art des Projekts

Keine Angabe

Betreuung

Christine Mangelsdorf

Zugehöriger Workspace

B–Weiterführender Kurs Produktionsprozess Druck, Donnerstag 10.00–12.30 Uhr, LW 128

Entstehungszeitraum

Sommersemester 2019

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