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Interfacedesign: ANALYSE - Informationsarchitektur & Visualisierung

Interfacedesign: ANALYSE - Informationsarchitektur & Visualisierung

Projekt I – Ziel des ersten Projekts ist es, an zwei Tagen in der Woche persönliche Daten aus unserem Alltag zu sammeln und diese Daten anhand eines Plakats zu visualisieren.

Projekt II – Hier arbeiten wir mit dem Museumsverband des Landes Brandenburg zusammen. Der Museumsverband hat uns die Daten einer Umfrage bezüglich aller Museen in Brandenburg zu Verfügung gestellt. Aus dieser Umfrage können wir uns ein Themengebiet aussuchen und ein Plakat gestalten.

Projekt I – Prozess und Ergebnis

Die erste Woche habe ich am Dienstag und Sonntag alles Mögliche an Daten gesammelt, die mir in meinem Alltag begegneten. Dort habe ich gemerkt, wie inkonsequent ich dabei bin, die Daten manuell zu erfassen. Also habe ich mich schon in der zweiten Woche darauf konzentriert, mein Verhalten automatisch mithilfe von Apps festzuhalten. Das ist mir auch gut gelungen, sodass ich schon nach kürzester Zeit eine große Menge an Daten hatte, die mein Verhalten und meine Gewohnheiten widerspiegelten. Doch ich war mit dem Sinn hinter diesen Daten nicht ganz zufrieden; sie repräsentierten nicht das, was ich gerne mit diesem Projekt visualisieren wollte. Ich sammelte dennoch weiter und machte mir währenddessen Gedanken, welche Daten ebenfalls von Relevanz sein könnten.
Mir war es wichtig, etwas zu zeigen, was mich tagtäglich beschäftigt. Also habe ich mich für ein politisches Thema entschieden.
Ich verbringe während der Pendelzeit zwischen meinem Zuhause, der FH und meiner Arbeit viel Zeit vor dem Smartphone und lese die neuesten Nachrichten. Auf meinen Social Media-Kanälen habe ich zusätzlich viele politische Seiten abonniert – auch von Parteien, deren Meinung ich nicht vertrete – um aus der Social-Media-Blase herauszukommen.
Diese Thematik wollte ich dann für mein Projekt nutzen, um den Leuten das Verhalten der Parteien, die mir täglich neue Inhalte liefern, näher zu bringen.
Um eine neutrale Sichtweise zu vertreten, habe ich mir vier Parteien ausgesucht, die alle unterschiedliche Programme vertreten; Die LINKE, SPD, CDU und AfD. Um aussagekräftige Informationen zu bekommen, habe ich die Beiträge jeder Partei innerhalb einer Woche analysiert. Ich habe den Fokus auf die Anzahl der Beiträge, Wörter, Reaktionen und Kommentare gelegt. Zusätzlich habe ich mithilfe von http://www.pooq.org/wortzahl/ die am häufigsten genutzten Wörter herausgefunden (dabei habe ich Wörter wie z.B. und, ist, was, etc. ignoriert).

Bei der Visualisierung habe ich mir vorgenommen, ein typografisches Plakat zu gestalten. Ich möchte, dass sich der Betrachter länger mit dem Plakat und dessen Inhalten auseinandersetzt. Da ich für die Daten der jeweiligen Partei die für Wahlergebnisse übliche Farben gewählt habe, musste der Rest des Plakats relativ unauffällig sein, um nicht von dem eigentlichen Inhalt abzulenken. Hier habe ich mich auf weiß beschränkt.
Durch den Einsatz der verschiedenen Farben für die Parteien, konnte ich viele unterschiedliche Daten, ohne sich wiederholende Informationen, besser hervorheben. Dem Betrachter kommen die Farben evtl. vertraut vor, wenn er regelmäßig die Balkendiagramme der Wahlergebnisse verfolgt.
Da es sich aber zusätzlich um Social Media – speziell Facebook – handelt, wollte ich auch das auf dem ersten Blick klar machen. Deswegen habe ich mich entschieden, die Daten so anzuordnen, dass sie das f von Facebook zeigen.
Zusätzlich zu den Daten habe ich einen kurzen Text verfasst, welcher meine Intentionen verdeutlicht und den Betrachter zum Nachdenken anregt.

Projekt II – Prozess und Ergebnis

Bei diesem Projekt war mir schnell klar, welches Thema ich umsetzen möchte – und zwar Sonderausstellungen. Die Daten, die wir vom Museumsverband bekommen haben, gaben jedoch hauptsächlich Aufschluss über die verfügbaren Räumlichkeiten und deren Nutzungsmöglichkeiten. Ich wollte mich ebenfalls an dem Corporate Design des Museumsverbandes orientieren, was mir die Wahl von Schrift und Farbe erleichterte. Ich wollte das Plakat jedoch nicht mit Grafik überfüllen; deswegen habe ich ausschließlich den Kopfbereich illustriert. Die Daten sind typografisch dargestellt, aber im isometrischen Stil, um Raum zu simulieren.

Zusätzlich zu den Daten aus der Umfrage wollte ich noch aktuelle Ereignisse mit einbringen; da traf es sich gut, dass dieses Jahr der 200. Geburtstag von Theodor Fontane ist und viele Museen in Brandenburg Sonderausstellungen veranstalten. Diese Daten habe ich nach Recherche ebenfalls unterbringen können und somit auf dieses Ereignis aufmerksam machen können.

Fazit

Da es mein erstes Semester ist, war dieses Fach sehr hilfreich, um ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie Daten gesammelt und ausgewertet werden und welche Herausforderung es darstellt, die für den Betrachter wichtigen Informationen herauszufiltern und visuell anschaulich aber dennoch informativ zu gestalten.
Für mich persönlich war es spannender, das Plakat für den Museumsverband zu gestalten – mit dem Wissen, dass dieses Plakat tatsächlich öffentlich ausgestellt und betrachtet wird.
Die gestalterische Freiheit war Fluch und Segen zugleich, aber im Endeffekt habe ich viel lernen können und musste mir auch selbstständig Gedanken machen, für welche Art von Visualisierung ich mich entscheide.

Ein Projekt von

Fachgruppe

Interfacedesign

Art des Projekts

Keine Angabe

Zugehöriger Workspace

Interfacedesign: ANALYSE — Informationsarchitektur und Visualisierung

Entstehungszeitraum

Wintersemester 2018 / 2019

Keywords

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