Incom ist die Kommunikations-Plattform der Fachhochschule Potsdam

In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre

Incom ist die Kommunikations-Plattform der Fachhochschule Potsdam mehr erfahren

The Potsdam Insight Tree

Das Konzept einer Problemlösung für die Stadt Potsdam - Endprojekt des Kurses „Serendipi - was?“

Worum geht es?

Serendipität - Der Erfolg durch Zufall:

„Der Begriff Serendipität (serendipity), gelegentlich auch Serendipity-Prinzip oder Serendipitätsprinzip, bezeichnet eine zufällige Beobachtung von etwas ursprünglich nicht Gesuchtem, das sich als neue und überraschende Entdeckung erweist.“

Für das Finale des Kurses „Serendipi - was?“ wurde uns die Aufgabe gestellt ein Konzept/eine Idee zu entwickeln, die sich mit der Förderung des Phänomens der Serendipität im urbanen Raum der Stadt Potsdam beschäftigt. Hierbei sollte man von einer Problemstellung oder auch Barriere ausgehen, die wir selbst durch Beobachtungen und Erkundungen erfahren und im Anschluss mit Hilfe des Konzeptes lösen sollten.

Welches Problem überhaupt?

Mit Hilfe meiner Expedition oder eher meines Spaziergangs durch Potsdam und dem Halt an einer Dönerbude, um nicht auf dem eigenen Abenteuer zu verhungern, ist mir eines aufgefallen: Das habe ich noch nie gemacht.
Ich habe Potsdam noch nie als Passant betrachtet, bin selten bis kaum durch die Straßen geschlendert oder habe dort mehr Zeit verbracht. Da ich in Berlin wohne, war Potsdam für mich ein Flur, nämlich der 1 1/2 Stunden lange Flur, der zwischen meinem Zuhause und der Fachhochschule Potsdam liegt. Ich schaue nicht nach Rechts, nicht nach Links und bleibe auch nicht stehen, damit ich die Zeit, die ich in diesem Flur verbringe so gering wie möglich halten kann.

Als mir dieses Problem klar wurde, war das genau der Punkt, an dem ich ansetzen wollte - denn was ist hinderlicher für Serendipität als Zeitdruck und Scheuklappen?

Um den Faktor des „Flurs“ aufzulösen, wollte ich einen Punkt oder ein Objekt entwerfen, das Aufmerksamkeit auf sich zieht. Es sollte die Leute davon abhalten durch den Flur zu rennen und gleichzeitig einen Ankerpunkt zur Entstehung und Verbreitung von Serendipität darstellen.

Hier wurde „The Potsdam Insight Tree“ ins Leben gerufen.

Das Konzept

Nach einigen Überlegungen, Skizzen und der passenden Inspiration, entstand in meinem Geist das Konzept des „Potsdam Insight Tree“. Dieses Objekt, geformt ähnlich einem Baum, soll einen Ankerpunkt oder auch Hilfepunkt darstellen, an welchen man sich wendet, wenn man bereit ist für das Phänomen der Serendipität oder man schlicht und einfach Hilfe oder Inspiration benötigt.

Das Objekt besteht aus einer Säule, welche gestaltet ist, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und Vorbeigehende zum stehen bleiben zu bewegen. Sie trägt Inspirationen des Russischen Viertels in sich und erinnert an Taubenhäuser. Die Säule ist mit Fächern gespickt, die genutzt werden können, um Nachrichten in Form von Zetteln zu hinterlassen oder herauszunehmen.

Die Zettel können verschiedene Texte enthalten z.B.:
- Lieblingswörter
- Lieblingssätze
- Wegbeschreibungen
- Lieblingsorte
- Gedanken
- Problemlösungen
- Zeichnungen
- Kontakte

Ein Haus des Russischen Viertels

Die Funktion

Wann immer einem eine Idee fehlt oder einen die Lust packt, kann man den Baum aufsuchen und sich eine Nachricht entnehmen. Diese kann gelesen, zerstückelt, diskutiert oder in jeglicher Art und Weise genutzt werden, um neue Gedanken, Eindrücke und Orte zu finden. Diese neuen Einflüsse sollen helfen Zufälle zu erleben und in diesen Zufällen das Prinzip der Serendipität zu finden.
Der Baum stellt eine Möglichkeit dar sich Neues anzueignen, ohne dafür zwangsweise mit Leuten in Kontakt treten zu müssen. Andersherum bietet sich auch die Option sich über die gezogenen Nachrichten im Umkreis des Baumes auszutauschen.

Das Auffüllen des Baumes kann eine Gruppe aus Freiwilligen übernehmen, wenn denn nötig. Grundlegend gilt bei der Entnahme und dem Hinzufügen von Zetteln das Austausch-Prinzip.

Nimm eins heraus, gib eins dazu, so wird jedem geholfen.

Konzept des „Potsdam Insight Trees“ am Campus Kiepenheuerallee der Fachhochschule Potsdam

Ein Projekt von

Fachgruppe

Theorie

Art des Projekts

Studienarbeit im Hauptstudium

Betreuung

Oriana Striebeck

Zugehöriger Workspace

Serendipi - was? Die Erfassung eines Phänomens.

Entstehungszeitraum

Wintersemester 2018 / 2019

Keywords

Noch keine Kommentare