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SERENDIPI - WAS?

Konzept zur Förderung von Serendipität im urbanen Raum.

AUFGABE

»Der Begriff Serendipität bezeichnet eine zufällige Beobachtung von etwas ursprünglich nicht Gesuchtem, das sich als neue und überraschende Entdeckung erweist.«

Als Abschlussprojekt des Kurses »Serendipi - Was?« sollte ein Konzept zur Förderung von Serendipität im urbanen Umfeld der Stadt Potsdam entwickelt werden.

Um die Aufgabenstellung umzusetzen, habe ich mich mich zuerst mit verschiedenen Barrieren der Serendipität in Potsdam beschäftigt.
Für diese suchte ich eine Lösung und entwickelte daraus mein Konzept einer App.

01 BARRIEREN

Die Barrieren für Serendipität stellen für mich die öffentlichen Verkehrsmittel inklusive PKWs dar, da sie hemmende Eigenschaften aufweisen.

Durch die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmittel sowie PKWs sind wir ständiger Belastung ausgesetzt. Es sind viele Menschen sind in einem Raum, wodurch es laut und stickig ist. Des Weiteren wird vor allem durch Autos und Busse die Umwelt belastet.
Da wir meist immer die gleichen Strecken fahren, nehmen wir kaum noch unsere Umwelt war und die Fahrten sind eintönig.
Wir starren auf unsere Smartphones oder sind in Gedanken wieder bei unseren nächsten Aufgaben und To-Do-Lists.
Hinzu kommt, dass wir unter ständigem Zeitdruck stehen. Jeder kennt das typische hetzen zur Bahn und wir alle haben einen Abfahrtsplan im Kopf. Staus, Ausfälle und Verspätungen führen dazu dass wir gestresst und genervt sind.

Und all diese Faktoren sind B L Ö D für die Förderung von Serendipität.

02 LÖSUNG

»Somit ist es sinnvoll, hinsichtlich der Förderung von Serendipität, nicht dessen Planung, sondern vielmehr das Gestalten von Chancen zu dessen Entfaltung anzustreben und begünstigende Umstände für ein vermehrtes Zutagetreten des Phänomens zu gestalten.«

Ich stellte mir die Frage, wie ich diese hemmenden Eigenschaften der Barrieren ändern könnte. Und bin auf die Lösung „Laufen“ gekommen.

Durch das Laufen ist man frei, uneingeschränkt und man steht nicht unter Zeitdruck. Weiterhin ist Laufen gesund für unseren Geist und unseren Körper. Durch frische Luft und Bewegung bekommen wir den Kopf frei und können uns entspannen.
Wir nehmen unsere Umwelt viel mehr war, können neue Wege laufen und dadurch neue Dinge entdecken.
Wir sind aktiv und fühlen uns dadurch leicht und ausgelastet.

Und diese Faktoren sind I D E A L um Serendipität zu fördern.

Wie motiviert man Leute zum Laufen?

03 KONZEPT

Mein Konzept für die Förderung von Serendipität im urbanen Raum ist eine App, die mithilfe von Belohnungen Leute zum laufen animieren soll.

Das funktioniert, indem die App im Hintergrund die Bewegung eines einzelnen Nutzers oder einer Nutzerin erfasst. Beim Einschalten der App ist ersichtlich, wie viele Kilometer schon gesammelt wurden.
Je mehr Kilometer gelaufen wurden, desto mehr Belohnungen werden freigeschaltet.

Die Belohnungen werden in Form von Coupons erhalten.
Durch eine Zusammenarbeit mit der Stadt Potsdam sind die Coupons in verschiedenen Geschäften einlösbar. So könnte man Vergünstigungen für Ausstellungen oder das Hans-Otto-Theater bekommen.
Rabatte bei Kleidungsgeschäften oder kostenlose Kleinigkeiten in Cafés könnten ebenfalls im Coupon enthalten sein.

Mein Konzept fördert Serendipität auf zwei Ebenen.

Durch das Laufen, um den Coupon zu erhalten werden neue Eindrücke gesammelt und Potsdam wird entdeckt. Durch die Bewegung entspannt man sich und geht aufmerksamer durch die Stadt.

Der Coupon gibt den Ort der Einlösung vor, wodurch ebenfalls neue Eindrücke gesammelt werden können. Es wird vermieden, dass nur bekannte Orte, Geschäfte, Cafés uvm. aufgesucht werden. So wird auch bei der Einlösung des Coupons Potsdam weiterhin entdeckt.

04 APP

Anhand des erstellten Konzeptes skizzierte ich meine Vorstellungen der App.

Die App ist leicht verständlich aufgebaut.
Man kann zwischen den drei Menüpunkten Profil, Start und Coupon auswählen.

Im Profil kann man einige Einstellung vornehmen und sich die bereits gelaufenen Kilometer und Wege anzeigen lassen.

Beim Öffnen der App wird automatisch der Startbildschirm angezeigt. Dieser gibt Auskunft über die bereits zurückgelegten Kilometer, indem der Stand des Coupons zu sehen ist.

In diesem Fall hat der oder die NutzerIn kaum Kilometer angesammelt. Der Startbildschirm ist leer. Je mehr gelaufen wird, desto deutlicher zeichnet sich der Coupon ab.

Die Spannung wird aufrecht erhalten, da am Anfang die Art des Coupons noch nicht ersichtlich ist. Das stellt eine zusätzliche Motivation für das Laufen dar.

Bei ausreichender Anzahl von Kilometern erscheint der fertige Coupon auf dem Startbildschirm. In diesem Fall ist es eine Tasse Kaffee im 11-Line, Potsdam.

Ein Stück Kuchen im Café Guam oder ein kostenloses Ticket für eine Ausstellung im Kunstraum Potsdam, sind ebenfalls Möglichkeiten für Coupons.

Der fertige Coupon kann nun über das Plus-Zeichen in den Menüpunkt Coupon gespeichert werden. Dort sind alle erhaltenen Coupons gespeichert, welche man nun einlösen kann.

Der Coupon wird mithilfe eines QR-Codes beim jeweiligen Geschäft oder Café eingelöst.

Das visuelle Erscheinungsbild der App, stellt einen Kontrast zu Potsdam dar. Potsdam wird als sehr schöne Stadt dargestellt, welcher manchmal etwas Imperfektion fehlt. Durch die Illustrationen wird ein urbaner Stil aufgegriffen. Die Farbe blau, richtet sich nach dem offiziellen Potsdam-Logo.

Ein Projekt von

Fachgruppe

Theorie

Art des Projekts

Studienarbeit im Hauptstudium

Betreuung

Oriana Striebeck Prof. Marion Godau

Zugehöriger Workspace

Serendipi - was? Die Erfassung eines Phänomens.

Entstehungszeitraum

Wintersemester 2018 / 2019

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