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FARBTAGEBUCH

Das Farbtagebuch ist das Ergebnis zweier Kombikurse - 'Grundlagen Produktionsprozess Druck' und 'Farben des Tages – ein Flächen-Raum-Tagebuch'. Ziel war es die praktischen Arbeiten aus dem Atelier Originalgetreu in einem Druckerzeugnis wiederzugeben.

Theorie - Druckwerkstatt

Im Drucklabor, bei Christine Mangelsdorf, haben wir uns mit den Grundlagen des Produktionsprozess ‚'Druck'' auseinander gesetzt. Hierbei wurden Inhalte wie das Anlegen von Farbprofilen, Farbwahrnehmung, Lichtempfinden, Farbe in der Reproduktion, Farbsystemen, sowie theoretisches und praktisches Wissen über die Druckverfahren vermittelt.

Ein wichtiger Bestandteil waren die Farbräume mit denen wir gearbeitet haben. Diese können sich je nach Medium unterscheiden. Der Lab Farbraum ist der größte Farbraum. Daraus leiten sich weitere Farbräume wie z.B. RGB, Adobe RGB, sRGB, ECI RGB und Wide Gammun ab.

Mit meiner Kamera bewege ich mich im sRGB, welcher kleiner ist als der Lab Farbraum, wohingegen wir uns am kalibrirten Bildschirm mit dem Wide Garmount Farbraum beschäftigen. Dies sind alles Faktoren, die in die Wahrnehmung und Weiterverarbeitung einfließen.

Für eine möglichst präzise Wiedergabe sind außerdem Farbprofile sehr wichtig. Hierbei kann man der Farbmanipulation entgegen wirken, indem man z.B. die Papierfarbe auf dem Monitor simuliert.

Praxis - Atelier

Erworbene Kenntnisse nahmen wir anschließend mit ins Atelier, in dem Kombikurs von Eva Niemann, um unser Tagesempfinden in Farbe auf das Papier zu bringen. Auch hier beschäftigten wir uns mit Wahrnehmung und äußerlichen Einflüssen wie dem Licht. Außerdem erlernten wir den Umgang mit Pigmenten und deren Vor-und Nachbereitung. Ein großes Thema bei der Umsetzung des Farbtagebuches waren Kontraste und deren Wirkung. Mit bereitgestellter Literatur von Eva Niemann haben wir uns auch geschichtlich mit dem Thema beschäftigt und konnten uns mit den Ursprüngen der Farbwahrnehmung auseinandersetzen. Des Weiteren experimentierten wir mit Hochdruckverfahren wie Linoldruck, Holzdruck und Kartoffeldruck. Nebenher hielten wir Beobachtungen und Proben in einem Skizzenbuch fest.

Weiterverarbeitung

Die im Atelier erstellten Arbeiten wurden im Drucklabor weiterverarbeitet. Zuerst haben wir sie mit einem Scanner digitalisiert und im Anschluss an einem kalibrierten Monitor bearbeitet. Mit einer Tageslichtlampe neben dem Monitor konnten wir die Farben originalgetreu anpassen.

Folgend bindeten wir die fertigbearbeiteten Dateien in ein InDesign Projekt ein und exportierten die Datei in ein PDF(Druck). Hierbei mussten wir Rücksicht auf Format, Breite des Anschnitts und Schnittmarken nehmen. Nicht zu vergessen waren das Angeben des auszugebenen Farbprofils und das Einstellen der höchstmöglichen Qualität (unkomprimiert).

Die Reihenfolge und Anordnung der Seiten habe ich nach dem Drucken festgelegt.

Siebdruck

Im Grafiklabor haben wir unser Cover im Siebdruckverfahren hergestellt. Hierbei bediente ich mich an einer einfachen Schablonentechnik. Ich schnitt meine Vorlage aus einfachem Karton aus und klebte sie auf das Sieb. Das Ergebnis ist ein Kreis mit fetten Farbtropfen in sich.

Zu beachten waren hier die Maße meines Endproduktes, da der Umschlag/ das Cover im Anschluss mit den gedruckten Seiten gebunden werden soll.

Buchbindewerkstatt

Um zu einem vollständig, hochwertigem Endprodukt zu gelangen, durften wir unser Farbtagebuch in der Buchbindewerkstatt binden. Dafür habe ich die Reihenfolge der Seiten festgelegt und entsprechend sortiert. Zwischen den gedruckten Seiten befinden sich Originale. Friederike Goll führte uns durch den Prozess des Bindens. Wir falzten und pressten unsere Seiten, damit sie sauber und glatt aneinander liegen. Danach schmierten wir den Rücken mit Leim ein und befestigten den Umschlag, welchen wir vorher gerillt haben (für ein weicheres Öffnen).

Das Ergebnis

Fazit

Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Es fühlt sich gut an, zu wissen, dass man jeden Schritt begleitet bzw. selbst umgesetzt hat. Die Balance zwischen Theorie und Praxis war sehr gelungen und angemessen. Das Anwenden oder auch Berücksichtigen des kurz zuvor Übermitteltem half mir bei der Umsetzung enorm. Ich halte es für sinnvoll diese Kurse in Kombination anzubieten, da sich so der komplette Prozess nachhaltig nachvollziehen lässt.

Ein Projekt von

Fachgruppe

Werkstattpraxis

Art des Projekts

Studienarbeit im Grundstudium

Betreuung

Christine Mangelsdorf Eva Niemann

Zugehöriger Workspace

14W2D-D Druck: A – Grundlagen Produktionsprozess Druck nur in Verbindung mit dem Kurs – Farbe 1, 9.00 – 11.45 Uhr

Entstehungszeitraum

Sommersemester 2018