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MotionBasis.06-Joana Bußmann

Semesteraufgabe MotionBasis.06
DREI KURZE ERKLÄRFILME ÜBER MUSIK, SPRACHE UND SUPERHELDEN.

1. EINLEITUNG

Ich belegte das MotionBasis06 Seminar ohne Vorkenntnisse in Illustrator oder After Effects, dafür aber mit guten Premiere Pro Kenntnissen. Als persönliches Ziel setzte ich mir daher, am Ende des Semesters genug Grundkenntnisse in Illustrator und After Effects gesammelt zu haben, um mindestens zwei der drei Kurzvideos fertig zu stellen.
Die Aufgabe bestand darin, in drei etwa 30-sekündigen Videos mit jeweils anderer Darstellungstechnik drei Sachverhalte oder Vorgänge zu vermitteln.

Als Erstes setzte ich mich an das Realbild Video, da ich mit den Techniken und Programmen, die man für dieses beherrschen musste, am vertrautesten war.

2. REALBILD - Can't Help Falling In Love auf Ukulele

2.1 Idee

Da ich mir erst vor kurzer Zeit selbst eine Ukulele gekauft hatte, kam mir die Idee, für das Realbild Video ein Ukulele Tutorial zu erstellen. Zunächst suchte ich nach einem Musikstück, das in der kurzen Zeit des Videos leicht zu vermitteln sein würde. Ich entschied mich für „Can't help falling in love with you“, da dieses Lied mit nur vier einfachen Akkorden ein sehr passendes Stück für Anfänger ist. Mit Blick auf die Zeit beschränkte ich mich auf die erste Strophe und den Refrain.

2.2 Umsetzung

Ich teilte das Tutorial in drei Arbeitsschritte auf: zunächst die Akkorde, dann der Rhythmus, zum Schluss alles zusammen mit dem Songtext.
Die Aufnahme erfolgte mit Geräten der FH Potsdam, die Bearbeitung mit Premiere Pro.
Auch für die Grafiken wie die Anzeige, welcher Finger auf welche Saite gelegt werden musste, benutzte ich Premiere Pro, da ich mir hierbei immer noch am sichersten war.

2.3 Schwierigkeiten

Ich hatte ein paar Probleme mit der Tonaufnahme, da ich diese allein bei mir zuhause machte, zwar mit externem Mikro, aber nicht in einem Tonstudio oder einer Sprecherkabine. Ein Rauschen schlich sich ein, das ich im Nachhinein noch bearbeitete, aber nicht zu 100% entfernen konnte. Wenn ich das Video in Zukunft noch einmal überarbeiten würde, würde ich den Ton auf jeden Fall professioneller aufnehmen wollen.

3. TYPOGRAPHISCH - Préterito Imperfecto Slot Machine

3.1 Idee

Als Zweites begann ich das typographische Video. Auch hier kam mir schnell eine passende Idee. Ich wollte die Konjugation eines spanischen Verbs darstellen. Da sich bei der Konjugation nur das Personalpronomen und die Verbendungen ändern, während der Stamm des Verbs gleich bleibt kam ich darauf, diese Änderungen in Form eines Einarmigen Banditen darzustellen. Pronomen und Endung würden durchlaufen und sich synchronisieren wenn sie zusammen passen, während das Rad in der Mitte stehen bleiben würde. Die Verbform die sich dafür anbot war das Spanische Imperfekt, da man es sehr gut auf drei Rollen aufteilen kann und die Endungen nicht zu lang sind. Dann entschied ich mich noch für das Verb 'hablar', und damit für die Konjugation der auf -ar endenden Verben.

3.2 Umsetzung

Nun setzte ich mich das erste Mal richtig mit Illustrator auseinander und entwarf den Einarmigen Banditen und die Verbstreifen. Mithilfe der AE Tutorials im Seminar konnte ich die Streifen in After Effects als Rollen anlegen und das Durchlaufen animieren. Dabei ging ich noch sehr manuell vor und musste viel herumprobieren, um die richtige Anzahl und Geschwindigkeit der Drehungen zu finden.

Für die Soundeffekte exportierte ich das Projekt und arbeitete in Premiere Pro weiter, da dort der Sound genauer auf das Video angepasst werden kann.

3.3 Schwierigkeiten

Bei der ersten Vorführung vor KommilitonInnen zeigte sich, dass die Zugehörigkeit der einzelnen Teile zueinander noch nicht deutlich genug war. Als Lösungsmöglichkeit wurde vorgeschlagen, die Rollen entweder kurz anzuhalten, wenn eine vollendete Verbform zu sehen war, oder die Rollen sich für jede Verbform neu drehen zu lassen.
Nach einem Durchprobieren entschied ich mich für ein kurzes Anhalten der Rollen, da ein erneutes Durchlaufenlassen nach jeder Verbform das Video einfach zu lang und unnötig gestreckt scheinen ließ.

4. ILLUSTRATIV - Captain America

4.1 Idee

Von „Film X in 30 Sekunden“ Videos inspiriert wollte ich für das illustrative Projekt versuchen, die Vorgeschichte des Marvel Superhelden Captain America – Steve Rogers - darzustellen.
Dafür suchte ich die mir wichtigsten Ereignisse seiner Entstehungsgeschichte heraus, die ich dann hintereinander schneiden wollte.

4.2 Umsetzung

Dieses Video war die größte Herausforderung der drei, da ich mich für den Einarmigen Banditen zwar schon ein wenig mit Illustrator beschäftigt hatte, aber noch nie versucht hatte, Charaktere zu erstellen. Daher behielt ich mir dieses Projekt auch für den Schluss auf.
Um eine Idee zu bekommen, wo ich bei der Illustration für die Charaktere überhaupt beginnen sollte, schaute ich mir ein paar Youtube-Tutorials an. Mit einer groben Idee entwarf ich einen ersten Basischarakter, den ich für die verschiedenen Figuren dann umgestaltete.

Ursprünglich sollte auch Captain Americas Kindheitsfreund Bucky Barnes im Video vorkommen. Im Endeffekt wurde dies für das Video aber einfach zu viel Inhalt, weshalb ich für mich auf Captain America selbst beschränkte und das Video mit seinem Erwachen aus dem Eis und dem Beitritt der Avengers beendete.
Die Illustrationen für Bucky, die ich bereits erstellt hatte, konnte ich jedoch weiterverwenden, indem ich sie als Basis für die Figuren von Hawkeye und Thor nahm.

Dann suchte ich nach einem passenden Musikstück, das den richtigen Beat und die richtige Stimmung für das Video hatte. Hierfür schaute ich auf verschiedenen Seiten gebührenfreier Musik und fand schließlich www.purple-planet.com, die eine Reihe von Liedern zum kostenlosen Gebrauch anboten. Ich entschied mich für das Stück 'Battle Plan' und konnte nun anfangen, zu animieren.

Meine Premiere Kenntnisse erleichterten mir das Einarbeiten in After Effects, die einfachsten Animationen waren schnell umgesetzt, doch ich lernte auch viele neue Funktionen kennen. Um den Flugzeugabsturz zu verdeutlichen wollte ich ein Wackeln einbauen und arbeitete dafür mit einer Kameraebene und Schieberegler Keyframes.
Mit einem weiteren Schieberegler Effekt lernte ich, wie ich für meinen Kalender eine Animation bauen konnte, die die Jahreszahlen hochzählt.
Eine Farbbandierung, die im Farbverlauf meines Projekthintergrunds entstand, konnte ich durch das Einfügen von etwas Rauschen per Photoshop ein wenig kaschieren.

4.3 Schwierigkeiten

Da ich genau auf den Beat der Musik schneiden wollte, und After Effects bei der Bearbeitung ein gleichzeitiges Playback mit Musik stark erschwert, versuchte ich zunächst, die fertig gestellten Illustrationen und die Hintergrundmusik in Premiere Pro zusammenzusetzen. Da die Illustrationen jedoch in Premiere nicht ihre Vektorform beibehalten, hatte ich es schnell mit verpixelten Bildern zu tun.
Also entschied ich mich, doch zu versuchen, das gesamte Projekt in After Effects zu erstellen. Um trotzdem genau auf den Beat animieren zu können schnitt ich zunächst in Premiere verschiedene Farbbalken auf den Beat der Musik. Dies exportierte ich als Videospur und importierte es in After Effects, und hatte nun einen Clip, der mir durch die Farbänderung den Beat anzeigte. So konnte ich meine Illustrationen genau auf die richtige Länge schneiden und animieren.

5. PERSÖNLICHES FAZIT

Die Arbeit an den Animationsfilmen hat mir sehr viel Spaß gemacht, wenn ich auch oft vor Herausforderungen stand. Das Seminar hat mir die Möglichkeit gegeben, Programme kennen zu lernen, mit denen ich bis dahin noch nicht gearbeitet hatte. Ich war überrascht, wie sehr mir das Erstellen von Illustrationen in Illustrator gefallen hat und werde sicher in Zukunft noch öfter mit dem Programm arbeiten.
Auch in After Effects fühle ich mich nun relativ sicher, obwohl ich es vermisse, die Clips wie in Premiere einfach hintereinander in derselben Spur anordnen zu können. Wenn man mit vielen Clips arbeitet wird mir After Effects vertikale Anordnung schnell etwas unübersichtlich und kompliziert zu navigieren.

Insgesamt habe ich das Gefühl, in diesem Kurs viel gelernt zu haben, und bin sehr zufrieden mit meinen Videos. Gerade für jemanden wie mich, der nicht Design studiert, war dieses Seminar eine super Möglichkeit, sich Fähigkeiten anzueignen, die im eigenen Studiengang nicht explizit vermittelt werden aber wirklich hilfreich sind.
Das Seminar nimmt viel Zeit in Anspruch und die Bearbeitungszeit in den Semesterferien ist auf jeden Fall nötig, aber es lohnt sich sehr, da man so viel mitnimmt.

Ein Projekt von

Fachgruppe

Europäische Medienwissenschaften

Art des Projekts

Studienarbeit im Masterstudium

Betreuung

Prof. Klaus Dufke

Zugehöriger Workspace

MotionBasis.06: Visual Storytelling

Entstehungszeitraum

Sommersemester 2018