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BA: Bilder zwischen den Bildern

Der Surrealismus besticht als eine der wichtigsten Kunstepochen des 20. Jahrhunderts.
Eine Kunst, die über das Wirkliche hinausgeht und mit Fokus auf das Unterbewusste introspektive Erfahrungen zum Ausdruck bringt. Wie auch im Dada zeichnet sich der Surrealismus mit der Loslösung von gegebenen künstlerischen Konventionen und der Infragestellung von gesellschaftlichen Strukturen aus.

Die theoretische Auseinandersetzung dieser Arbeit ist es die surrealistischen Fotografie auf Thematik, Technik und Gestaltungsmittel anhand mehrerer künstlerischer Positionen vergleichend zu untersuchen. Ziel ist es, gestalterische Merkmale auf die zeitgenössische angewandte Fotografie zu übertragen, um so eigene Fotoreihen zu entwickeln.

1. EINLEITUNG

In Zeiten von digitalen, sozialen Netzwerken dominiert eine hohe Informationsflut in den Medien, in der es nur besonderer Inhalt schafft herauszustechen. Viele Bilder, vor allem in der Werbung, verfolgen die Prinzipien des Surrealismus, einer revolutionären Bewegung, die sich nach dem ersten Weltkrieg in den 1920er Jahren gebildet hat.
Der Surrealismus trat gegen die Werte des wohlhabenden Bürgertums, der Bourgeoisie, an und wollte sich von jeglichen Konventionen befreien. Die Welt sollte radikal umgestaltet und das Leben verändert werden. Die Surrealisten begaben sich auf eine Suche nach dem Menschlichen, sie haben einen weltweiten Einfluss ausgeübt und internationalen Anklang gefunden und beeinflussen noch heute die Medien, die Literatur und die Kunst.

2. DAS PROJEKT

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den bildenden Künsten der Bewegung und legt dabei den Fokus auf die Fotografie, um so gestalterische Merkmale, Motive und Themen herauszuarbeiten. Es ist nötig vorerst auf die Vertreter der Malerei einzugehen, da diese viele wegweisende Methoden und Gestaltungsmerkmale hervorbrachten. Im ersten Teil dieser Thesis wird theoretisch auf die surrealistische Bewegung eingegangen, um anschließend die Entwicklung neuer Techniken und Methoden anhand der Vertreter der Malerei zu beschreiben. Weiterführend werden Merkmale und Motive gezeigt und auf die surrealistische Fotografie und deren Protagonisten eingegangen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Wegbereiter der surrealistischen Fotografie Man Ray, der viele neue Produktionsverfahren entwickelte und es schaffte die Kunst mit der kommerziellen Arbeit zu verbinden. Im praktischen Teil dieser Arbeit wird das erlangte Wissen über thematische und gestalterische Merkmale auf die eigene angewandte Fotografie übertragen und weiterführend eine fotografische Abschlussarbeit „Bilder zwischen den Bildern“ entstehen, die Erkenntnisse aus dem theoretischen, sowie praktischen Teil künstlerisch zusammen bringt.

2.1 MOTIVE DES SURREALISMUS

Nadeau beschreibt in seinem Buch über die Geschichte des Surrealismus wichtige Motive und Symbole der Epoche. Das wichtigste Motiv des Surrealismus ist die Blendung. Geschlossene Augen, die den bewussten Blick nach Innen demonstrieren sollen. „Es geht nicht um das, was wir in der Realität sehen können, sondern um das, was in unserer Imagination möglich ist.“ Durch das Verhüllen allgemein oder dem Verstellen von Gesichtsmerkmalen, wie zum Beispiel in Magrittes Werken, wird das Verborgene ans Tageslicht gebracht. Unsere Imagination ist Teil des Kunstwerkes und spielt somit eine wichtige Rolle in der Veränderung der gewohnten Ordnung. Im wichtigsten surrealistischen Film „ein andalusischen Hund“ von Dali und Bunuel, rückt die Blendung als Schocksequenz an den Anfang der Erzählung, indem einer Frau mit einem Messer der Augapfel durchgeschnitten wird. Nadeau erklärt, dass „das blinde Sehen, ein inneres Gesicht ist, die Metapher für das subversive, surrealistische Vorhaben der Kunstbewegung“.

Ein Umsturz der Konventionen wurde ferner durch eine der wichtigsten Antriebsfunktionen bestimmt, der Begierde. Es wurden Tabus gebrochen und sich mehr und mehr von der Moral gelöst, um die Tiefen des Unterbewusstseins zu durchsuchen. Nadeau führt auf, dass die Lust eins der bedeutendsten Motive des Surrealismus war, Eros ein weites Thema der Künstler. Das erotische Interesse der Surrealisten war aber nicht die Pornografie, sondern die Sinne erregende Imagination durch das Verlangen. Viele berühmte Vertreter der Epoche hatten eine Frau als Muse an ihrer Seite. Die Surrealisten wollten das vorherrschende Ideal von Familie beseitigen und demonstrierten gegen die Fixierung der Frau als Mutter oder die Bindung der Sexualität an die Ehe. Das Verlangen wird in der Kunst dieser Epoche unterschiedlich dargestellt. In Max Ernst oder Dalis Gemälden scheint Eros ohne Gewalt nicht möglich zu sein, Motive wie die Gottesanbeterin symbolisieren den sexuellen Kannibalismus und zeigen somit den plötzlichen Umschlag von Begierde in Zerstörung und Gewalt. Gegensätzlich wird in den Fotografien Man Rays die Bewunderung der Schönheit des Weiblichen als sinnliche Komponente dargestellt. Auftretende Symbole sind zum Beispiel der Löwenkopf als Zeichen der Begierde oder gegensätzlich das blutige Messer, als Zeichen der Angst vor einer möglichen Impotenz oder Kastration. Das Begehren ist Antrieb für eine tiefere Wahrnehmung des Wunderbaren und ein Unterschied zur bürgerlichen Moral. „Die Surrealisten wollten eine sexuelle Befreiung des Menschen hervorbringen, um bestehende Verhältnisse zu zerstören.“

Nadeau führt zusammen, dass neben der Begierde, die für zwangsläufige Zerstörung steht, der Blendung als Motiv für die Veränderung der Sichtweise und Ordnung es weitere bestimmende Motive gibt, die leere entfremdete Landschaft, die der Inbegriff einer negativen Vorahnung ist. Dies ist auf die Nähe zum ersten Weltkrieg zurückzuführen. Des weiteren verbinden sich Gegenstände und Glieder von Tieren oder Menschen im Surrealismus und werden durch das Prinzip der Metamorphose in etwas Unwahrscheinliches gerückt, um so etwas Neues zu erzeugen.

Nadeau zeigt, dass die Motive sowohl in der Malerei, als auch in der Fotografie des Surrealismus häufig thematisiert wurden. Ein weiteres Motiv ist die Darstellung des Menschen. Die Puppe tritt als Personifikation der Entfremdung häufig als Thema in surrealistischen Arbeiten auf. „Hierbei geht es weniger um die Ästhetik an sich, als unter anderem um die Darstellung sexueller Perversion.“22 Die Darstellung von Schalen und Hüllen ist allgemein eine Art Aufforderung, sich Ihrer zu entledigen und das sichtbar zu machen, was diese verborgen hat. Der deutsche Fotograf und Bildhauer Hans Bellmer offenbarte Verborgenes mit seinen Skulpturen, die aus einzelnen künstlichen Körperteilen zusammengesetzt waren. „Ein ideal erotischer Gegenstand, da Puppen durch ihre grenzenlose Gefügigkeit leben.“ Er fotografierte diese in unzähligen Positionen und machte auf den amoralischen Voyeurismus aufmerksam. Der begehrliche Blick des Betrachters ist eines der wichtigsten Bestandteile der Fotografie- und Filmkunst des Surrealismus. Durch die eigene Vorstellungskraft wird dieser in Gang gesetzt, der Betrachter wird somit zum Voyeur und Teil etwas Verbotenem, um somit zur Umwälzung der Ordnung zu führen.

2.2 BILDER ZWISCHEN DEN BILDERN

Die Serie „Bilder zwischen den Bildern“ besteht aus dreizehn analogen schwarz weiß Fotografien, sie zeigt unterschiedliche Menschen oder nur Ausschnitte derer in einem stark reduzierten Raum. Die Protagonisten wirken idealisiert und fast gegenständlich, sie sind zum Teil durch Flächen oder andere Bildelemente verdeckt. Durch den Bildrahmen abgetrennte Arme und Hände lassen durch das Zusammenfügen mit weiteren Gegenständen ein Rätsel entstehen. Das Geheimnis der Fotoserie wird weiterhin durch bewusst inszenierte Mimik und Gestik verstärkt. Aufgerissene Augen oder isolierte Körper die erzählerisch im Kopf des Betrachters eine Geschichte entstehen lassen. Der Fokus ist neben der Person auf auffällige Kleidungsstücke gelegt, die märchenhaft scheinen und das Phantastische und Künstliche symbolisieren sollen. Die Fotoserie enthüllt etwas Verwirrendes und schafft einen Einblick in eine unheimliche Welt.
In meiner abschließenden Fotoserie habe ich erlangtes Wissen über Motive, Themen und gestalterische Eigenschaften des Surrealismus zusammengeführt. Es entstanden in einem Zeitraum von etwa 9 Monaten mehrere Einzelbilder, die während der Arbeit für die Fotoagentur Zuumeo entstanden sind. In der Agentur ist es meine Aufgabe, in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Team, Mode für Kataloge von großen Modeherstellern zu fotografieren. Ein fast automatisches Produzieren auf Masse das wenig Raum für Kreativität lässt. Die Chance professionelle, internationale Models vor der Kamera zu haben schien mir einzigartig und so fotografierte ich Sie zwischen den Katalogaufnahmen. Mein Ziel war es die Models immer nur mit Gegenständen, die sich in meinem Umfeld befanden, zu fotografieren und vor allem aus dem Moment heraus zu arbeiten und nichts zu planen. Das Inszenieren der alltäglichen Gegenstände aus der Studioarbeit mit dem Model in einem Bild ist ein Mittel die Realität zu erweitern. Ich legte wenig Wert auf technische Besonderheiten und arbeitete, wie meist, mit einer analogen kompakten Kleinbildkamera. Ich entschied mich für die Methode der straight photography, die von Man Ray praktiziert wurde. Das bedeutet, die Bilder sind minimal bearbeitet und retuschiert, so wie das Verwenden von gegebenen Lichtquellen zum Fotografieren. Die fertige Fotoserie ist das Ergebnis meiner langen Beschäftigung mit der Epoche des Surrealismus und mein Versuch das Unbekannte, sowohl kunstbezogen als auch thematisch, sichtbar zu machen.

Die Fotografien wurden bewusst in schwarz weiß aufgenommen, um so eine traumähnliche Wirkung zu erzeugen. Eine Farbwelt in Grautönen, die den Fokus auf den reduzierten Bildgegenstand legt und das Schöne in gewisser Weise nimmt. Die Arbeit mit der analogen Fotografie ist seit mehreren Jahren mein stilistisches Einstellungsmerkmal und hier der Kontrast zur digitalen Arbeit, mit der hochtechnisiert die Modeaufnahmen für Kataloge entstehen. Meist dominiert in meiner angewandten Fotografie ein hartes Licht, dass durch eine Lichtquelle erzeugt wird und somit eine Ähnlichkeit zum Sonnenlicht und Bezug zur Realität hat. In der Abschlussserie habe ich auf dieses Licht verzichtet, um den Raum noch mehr aufzulösen und dadurch eine unwirkliche Stimmung zu erzeugen. Der reduzierte Raum zieht sich durch meine fotografischen Arbeiten und ist im Verlaufe der Produktionen ein Merkmal meiner Fotografie geworden. Wie auch in den Auftragsarbeiten wird die Fotografie durch minimalistische Bildausschnitte dominiert. Es herrscht Stille, die durch den weiß umschließenden Raum eine Parallele zu den Solarisationen von Man Ray zeigt.

Der Mensch scheint ein dekoratives Objekt zu sein und wird, wie die Gegenstände durch das umliegende Neutrale, isoliert. Graphische Flächen stehen im Wechselspiel mit dem Bildgegenstand und sind ein beschreibender Teil der Fotografie. Sie verweisen auf den Titel der Arbeit: „Bilder zwischen den Bildern“. Durch das Hinzufügen des Titels entsteht eine erzählerische Wirkung beim Betrachten der Einzelbilder der Serie. Die Darstellung der graphischen Flächen erzeugt das Gefühl von Ebenen, die eine Parallele zu analogen Fotografien, die auf dem Tisch ausgebreitet sind, haben. Ferner ist der Titel der Serie die Beschreibung des Fotografieprozesses, da die Aufnahmen bei der Arbeit für die Agentur entstanden sind. Die Protagonisten wirken wie kalt und werden zu einer Puppe, der Betrachter wird wie in den Arbeiten von Hans Bellmer zum Voyeur, der sich einen Einblick in eine fremde Welt verschafft. Die Motive des Surrealismus gestalten die Fotografie und sollen zu einem erweiterten Bewusstsein führen. Durch das Motiv der Blendung und Verhüllung nimmt der Betrachter aktiv Teil an der erzählerischen Gestaltung der Einzelbilder. Die Protagonisten sind teilweise verdeckt oder verstecken sich, um die Aktivität des Betrachters durch den begehrlichen Blick zu fordern und eigene Bildinhalte zu liefern. Die Kombinatorik von mehreren Gegenständen, wie dem Orangenbaum und einem Apfel zeigen, dass es sich teilweise um eine nicht rational erklärbare Darstellung handelt, um so weitere Parallelen zur Bewegung des Surrealismus zu schaffen. Die Abbildung eines Spiegels und eines Kamms sind die einzigen Bildgegenstände die auf einen möglichen Kontext der Arbeit verweisen. Das Zusammenfügen von Gegenständen aus dem realen Leben und Teile der Personen bringt das Geheimnisvolle des Alltags zum Vorschein und ist somit eine Erweiterung der Wahrnehmung. Durch analoge schwarz weiß Fotografie liegt der Schwerpunkt beim Bildgegenstand, der Betrachter wird nicht durch Farben abgelenkt, das Bild entfernt sich von der Realität und kommt dem Traum nahe.

Die Fotoserie soll in einer Ausstellung gezeigt werden, um somit jedem Einzelbild die nötige Aufmerksamkeit zu geben. Die Ausstellung als Medium war bei den Surrealisten sehr beliebt und mitunter, neben Veröffentlichungen in Zeitschriften, das wichtigste Mittel um Ideen zu teilen und das Publikum zu erreichen. Beim Betrachten aller Bilder entsteht in den Köpfen eine Geschichte. Die Fotografien unterscheiden sich durch zwei unterschiedliche Größen, somit wird der Fokus auf einzelne Fotografien gelegt. Da es sich um eine geringe Anzahl an Bildern handelt, erscheint mir eine horizontale Hängung passend. Die Bilder, bis auf ein Schlüsselbild, das die aufgerissenen Augen eines weiblichen Models zeigt, sind in schwarz gerahmt. Das Schlüsselbild soll sich im oberen mittleren Bereich einer weißen Papierbahn, die an der Wand installiert ist, befinden. Sie verläuft nach unten und rollt auf dem Boden aus, um eine Andeutung zu sein, dass ein Großteil der Aufnahmen in einer weißen Hohlkehle entstanden ist. Die Ausstellung als Medium ist die richtige Form die Bilder zu zeigen, da hier der Besucher Zeit hat, alle Bilder im Gesamten auf sich wirken zu lassen und durch die untypische Hängung des Schlüsselbildes visuell stimuliert zu werden. Die eigene Vorstellung wird erneut zum beschreibenden Element der Arbeit, da die Betrachter durch eigene Imagination Teil des Prozesses sind.

Das Ziel der Arbeit ist es nicht das Schöne darzustellen, sondern eine Beschreibung einer verdeckten Welt zu sein, die der Betrachter kritisch selbst hinterfragen soll. Sie soll verwirren und durch idealisierte oder entfremdete Bezüge provozieren. Die Bilder dienen der Aufklärung und symbolisieren meinen persönlichen Blick auf die Modeindustrie und den damit verbundenen Onlinehandel. Eine Infragestellung des Menschen, die durch eigenartige Aufnahmen und dem Enthüllen vom Unbekannten zum Ausdruck kommt. Die Arbeit ist eine Kritik an die materialistische Haltung unserer Zeit.

3. FAZIT

In dieser Arbeit habe ich durch das Studieren von mehreren künstlerischen Positionen aus der Zeit des Surrealismus gestalterische Merkmale, Themen und Motive zusammengeführt. Das verwirrende Fremde, dass die Kunst der Bewegung ausmacht, zeigt traumähnliche Darstellungen oder macht Unbewusstes sichtbar. Dies entsteht durch mehrere Strategien, die in den 1920er Jahren geformt wurden. Die für mich wichtigsten Merkmale sind die Kombinatorik, der begehrliche Blick und das Motiv der Blendung, die alle zu einer ungewohnten Sichtweise und das Einbeziehen des Betrachters durch eigenes Vorstellungsvermögen führen. Mein Ziel war es die erlangten Erkenntnisse auf die angewandte Fotografie zu übertragen. Es entstanden mehrere Arbeiten, die sowohl gegenständliche Stilllebenfotografie, als auch Modefotografie beinhaltet. Durch die intensive theoretische und praktische Auseinandersetzung mit der Bewegung habe ich viele Erkenntnisse gewinnen können, die ich zusammenführend in meiner Abschlussarbeit „Bilder zwischen den Bildern“ anwenden konnte. Erstmals habe ich mich wissenschaftlich mit einer Thematik beschäftigt und somit dem Unbekannten geöffnet. Dies trug dazu bei, dass ich den Hintergrund der Epoche besser verstehe und mir bewusst wurde, wie wichtig es ist, sich tiefgründig mit der Theorie zu beschäftigen. Die serielle Arbeit in der Fotografie ist seit mehreren Jahren mein Fokus. Eine Geschichte anhand einzelner Fotografien durch das Zusammenstellen zu erzählen ist immer eine große Herausforderung. Beim Fertigstellen der finalen Serie habe ich sehr viele Fotos aussortiert. Dies waren teilweise Fotos, die auf dem ersten Blick sehr wichtig erscheinen, aber im Gesamten aufgrund von gestalterischen Unterschieden oder der Verfehlung der Thematik herausfallen. Es ist wichtig mit Abstand und in Zusammenarbeit mit anderen Parteien die Arbeit zu begutachten, um auch Lieblingsbilder auszuschließen.

Die wichtigste Erkenntnis für mich ist, dass meine künstlerische Fotografie gut mit der Modefotografie, ähnlich wie bei dem surrealistischen Fotografen Man Ray, kombinierbar ist. Ich habe mich einer neuen Art der Fotografie geöffnet und meinen Stil weiterentwickelt. Man Ray ist seit mehreren Jahren eine große Inspiration für mich, meine Fotografie ist stark geprägt durch sein Werk. Die Absicht war es nicht surrealistische Künstler zu kopieren, sondern meine eigene Bildsprache durch die erlernten Strategien des Surrealismus weiterzuentwickeln. Die Modefotografie ist ein weiteres Medium für mich, dass es mir ermöglicht meine künstlerische Freiheit zum Ausdruck zu bringen. Die Produktion und Werbung von Mode und Produkfotografie wird, aufgrund der hohen Nachfrage und der immer größer werdenden Reichweite durch das Werben auf sozialen Kanälen, bestehen bleiben. Da ich trotzdem mit einem kritischen Blick der Industrie gegenüberstehe, versuche ich weiterhin unkonventionelle Bildstrecken zu produzieren. Zu meinen Gunsten trifft dies auf positive Resonanz, da die Industrie durch Überraschungen und Ungewohntes, vor allem in der Werbung, lebt.

4. Wichtigste QUELLEN

Nadeau, Maurice: Geschichte des Surrealismus, 7. Aufl., Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag, 200

Div. Schriftsteller: Man Ray, 1890-1976, Sein Gesamtwerk,
1. Aufl., Edition Stemmle AG, 1994

Breton, André, Die Manifeste des Surrealismus, Rowohlts Taschenbuch Verlag, 1990

Ein Projekt von

Fachgruppe

Kommunikationsdesign

Art des Projekts

Bachelorarbeit

Betreuung

Prof. Loeper + Prof. Godau

Entstehungszeitraum

Sommersemester 2018

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